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Nadja Bergling Nadja Bergling
aktualisiert am 06.05.2020 um 08:05:07

Akten wieder zurück im Archiv


Foto: Stadt Quedlinburg Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Auf sechs Europaletten kamen 47 laufende Meter Akten zurück in das Stadtarchiv der Welterbestadt Quedlinburg. „Es sind Akten aus der täglichen Verwaltungsarbeit der damaligen Zeit.“ erklärt Archivar Friedhelm Hahn. Anfang Februar 2020 wurden sie von der Firma Nitrochemie Aschau GmbH abgeholt zur Massenentsäuerung. „Das DDR-Papier war sehr grob, der Holzanteil lässt es mit der Zeit verhärten und die im Holz enthaltene Säure zersetzt das Papier mit der Zeit, so dass es zerfällt.“ Bei der Entsäuerung wird die Säure im Papier neutralisiert, so dass der Zerfallsprozess erheblich verlangsamt wird. „Damit haben wir Zeit gewonnen für die weitere Forschung mit unseren Akten.
Wissenschaftler, Schüler oder private Familienforscher können nun wieder darin forschen.“ erklärt Archivarin Antje Löser. „Als wir im Juli 2019 von dem Förderprogramm zum Erhalt des schriftlichen Kulturgutes aus der Zeit ab 1945 erfuhren, haben wir unseren Aktenbestand geprüft und die Bestände ausgewählt, welche am dringendsten entsäuert werden müssen, damit die Zeitzeugnisse für die nächste Generation bewahrt werden.“
Die Akten enthalten hochinteressante Unterlagen zum Kulturleben, der Wirtschaft und deren beider Verquickung mit der städtischen Verwaltung. Darunter sind zum Beispiel Plakate, Broschüren, Bauakten und Personenstandsakten; auch Akten aus Gernrode sind dabei.
 
Ermöglicht wurde die Massenentsäuerung durch zwei Programme, die eine Komplettfinanzierung bereitstellten. Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz trug 80 Prozent. Die übrigen 20 Prozent sichert das Sonderprogramm des Landes Sachsen-Anhalt zur Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes in Deutschland.
Eine Akteneinsicht in die Bestände des Stadtarchivs der Welterbestadt Quedlinburg wird voraussichtlich wieder ab Mitte Mai auf Anmeldung und unter Einhaltung infektionseindämmender Maßnahmen möglich sein. (Tel. 03946-905730 oder antje.loeser@quedlinburg.de)
 

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