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Nadja Bergling Nadja Bergling
aktualisiert am 02.06.2020 um 08:34:52

Kein Theater auf dem Berg

Solche Fotos wird es 2020 vom Harzer Bergtheater nicht geben: Die Festspiele 2020 sind abgesagt und auf 2021 verschoben. Solche Fotos wird es 2020 vom Harzer Bergtheater nicht geben: Die Festspiele 2020 sind abgesagt und auf 2021 verschoben.
Foto: Michael Randhahn-Schülke
Für mittlerweile vier Generationen gehört es zu Thale wie das wildromantische Bodetal oder die Rosstrappe: das Harzer Bergtheater. Immerhin trohnt die älteste Naturbühne Deutschlands seit 117 Jahren im Nordwesten des sagenumwobenen Hexentanzplatzes - einen Steinwurf entfernt von der Walpurgishalle in fast 500 Meter Höhe über dem Steinbachtal. Ein magischer Ort. Idyllisch.
Allerdings wird es im Sommer 2020 sehr ruhig bleiben auf der wohl schönsten Naturbühne Deutschlands. „Dieses 117. Jahr nach der Eröffnung im Jahr 1903 ist damit eines der traurigsten für die Bühne.“ Das weiß Bergtheater-Intendant Ronny Große. Kurz vor Himmelfahrt gab er offiziell die Absage der Sommerfestspiele 2020 bekannt. Die hätten im Harzer Bergtheater Thale eigentlich vor wenigen Tage mit einem „Tag der offenen Tür“ beginnen sollen. Am 7. Juni wäre die erste Premiere gewesen: „Arielle die kleiner Meerjungfrau“, ein Familienmusical des Theater Fairytale aus Thale.  Daraus wird nun nichts.
Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg finden in diesem Jahr keine Veranstaltungen auf den Bühnen des Harzer Bergtheaters und der Waldbühne Altenbrak statt. Darüber verständigten sich die Ensemble-Leitungen und Intendanzen des Nordharzer Städtebundtheaters Johannes Rieger, des Theater Schwarms Klaus Heydenbluth, des Theaters der Tiefe e. V. Julia Schmidt und des Theaters „Fairytale“ Thale Ronny Große in einer Telefonkonferenz. Der Entschluss zur Absage sei einstimmig und schweren Herzens gefallen.
„Die derzeitigen Hygiene- und Durchführungsbedingungen, die aufgrund der Corona-Pandemie an eine Theaterinszenierung geknüpft sind, ermöglichen uns logistisch, aber auch organisatorisch eine Durchführbarkeit einer Vorstellung nicht oder nur sehr schwer“,  begründet  Ronny Große als Intendant beider Bühnen den Entschluss. „Unabhängig davon, dass im Moment keine Schulklassen und Kindergärten Klassenfahrten oder Tagesausflüge unternehmen dürfen, führen die Abstandsregeln des Publikums (1,50 Meter), aber auch auf der Bühne (mindestens 3 Meter) uns bedauerlicherweise zu dem Entschluss“, ergänzt Johannes Rieger vom Nordharzer Städtebundtheater mit Sitz in Halberstadt.
„Auch ist es organisatorisch schwer abbildbar, dass sich Besucherinnen oder Besucher während der Veranstaltung nicht oder nur mit Mund- und Nasenschutz vom Platz bewegen dürfen, so dass die Abstände nicht gefährdet werden. Das beeinträchtigt das Theatererlebnis durchaus“, bedauert Julia Schmidt vom „Theater der Tiefe“ die Entscheidung. „Leider müssen wir hier mit dem Kopf und damit der Vernunft entscheiden und nicht mit dem Herzen“, fügt Klaus Heydenbluth hinzu.
Familientheater auf 2021 übertragen
Alle Ensembles verständigten sich in der Telefonschalte darauf, dass die für dieses Jahr geplanten Familientheaterproduktionen ins nächste Jahr übertragen werden. „Somit gibt es noch einen kleinen Wermutstropfen“, meint Ronny Große. Die Inszenierungen „Arielle, die kleine Meerjungfrau“, „Ronja Räubertochter“, „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ sowie „Michel in der Suppenschüssel“ im Harzer Bergtheater Thale und „Die  kleine Hexe“ auf der Waldbühne Altenbrak werden in die Sommerfestspiele 2021 verschoben.  Nach dem „Tag der offenen Tür“ (30. Mai 2021) wird die 118. Saison am 13. Juni mit „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ eröffnet. Es folgen Sonderkonzerte mit „Ute Freudenberg & Band“ (18. Juni 2021), „Karat“ (19. Juni 2021) oder „Frank Schöbel & Band“ (20. Juni 2021). Abschluss der Saison soll am 4. September mit „Die Musical-Night 2021“ sein.
Bereits erworbene Tickets für die jetzt abgesagte Saison 2020 können problemlos in eine Veranstaltung des nächsten Jahres umgetauscht werden. Die Theaterleiter appellieren an alle Gäste, die Bühnen und damit auch die Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen, indem sie ihre Tickets behalten und damit Existenzen bewahren.  Entsprechende Hinweise über die Abwicklung zur Umbuchung in einer Veranstaltung des nächsten Jahres sowie die Termine findet man  schon auf www.tickets.bodetal.de.

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