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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 05.09.2018 um 14:13:02

Bitterer Start ins neue Jahr – Lions verlieren Pokalspiel

„Wir werden diese Niederlage intensiv auswerten“, verspricht Patrick Bär. „Wir werden diese Niederlage intensiv auswerten“, verspricht Patrick Bär.
Foto: TV Saarlouis Royals
Halle/Saarlouis (S. Rosenbaum). Enttäuschender hätte der sportliche Start ins Jahr 2013 für die SV Halle LIONS kaum ausfallen können. Nicht nur die Pokalniederlage beim aktuellen Spitzenreiter der zweiten Liga Süd TV Saarlouis Royals an sich, sondern vor allem die Art und Weise wie diese zustande kam, wirft Fragen auf. 69,8 Punkte warfen die halleschen Basketballdamen in den ersten elf Hinrundenspielen durchschnittlich heraus. In der Stadtgartenhalle der Saarlandstadt reichte es nur zu 53! Zu allem Übel verletzte sich auch noch Kapitänin Michaela Abelova Mitte des vierten Viertels schwer am Sprunggelenk. Eine genaue Diagnose wird erst der Arztbesuch nach der Rückkehr nach Halle bringen.
Geknickt ob der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich nach der Partie Cheftrainer Patrick Bär. „Die Anweisung an meine Mannschaft war, gegen die Mann-Mann-Verteidigung der Royals aggressiv zum Korb zu ziehen. Doch stattdessen nehmen wir Würfe aus der Mittel- und Ferndistanz“, schüttelt er ungläubig den Kopf. Bei Trefferquoten von 25 Prozent (Mitteldistanz – 5/20) und 14 Prozent (Dreier – 2/14) stellte sich diese Missachtung der Trainervorgabe als fatal heraus. Die fünf eingesetzten Außenspieler schickten insgesamt 42 Würfe aus dem Feld auf die Reise gen Korb, wovon allerdings am Ende nur zehnmal der Ball auch durch die Reuse fiel (Quote: 24 Prozent); unter ihnen die Profis Abelova (1/9) und Kennedy (4/13). Entnervt, weil sie ohne die Anspiele ihrer Teamkameradinnen unter dem gegnerischen Korb „verhungerte“, gab dann irgendwann auch noch Tamara Tatham auf. Dazu wurde das Reboundduell mit 31 zu 46 abgegeben. Mit derartigen Werten gewinnt man kein Spiel, erst recht nicht gegen einen hochmotivierten Gegner, der sich mit jeder gelungenen Aktion vor frenetischem Heimpublikum weiter antreibt und mit der US-Amerikanerin Merideth Marsh eine Top-Aufbauspielerin in seinen Reihen hat, die den LIONS 31 Punkte einschenkte.
„Die Mannschaft wurde vom Trainer akribisch auf dieses Spiel vorbereitet, inklusive Videoanalyse und einer klar vorgegebenen Spielstrategie. Wir sind extra einen Tag eher angereist, haben hier übernachtet, um frisch und ausgeruht zu sein und standen sogar am Vortag noch einmal vor Ort in der Trainingshalle. Deshalb habe ich für dieses enttäuschende, unstrukturierte Spiel keine Erklärung“, war auch Augenzeuge Ralf Gonschorek, Geschäftsführer der LIONS-GmbH, entsprechend bedient nach dem Spiel, „Saarlouis hat sich reingehangen und wir geschlafen.“
„Wir werden diese Niederlage intensiv auswerten“, verspricht Patrick Bär. „Sie schmerzt unheimlich, haben wir doch die Chance auf eine Medaille im Pokalwettbewerb verspielt. Dennoch zwingt uns der Ligaalltag nach vorn zu blicken. Schon in sechs Tagen kommt der Tabellenzweite Donau-Ries zu uns in die Burgstraße. Hier erwarte ich eine Reaktion von meiner Mannschaft, auch wenn der drohende Ausfall von Misa die Sache natürlich alles andere als leichter macht“, blickt er nach vorn. Etwas anderes bleibt ja auch in Anbetracht dieses Pokalspiels gar nicht übrig.

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