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Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 09.07.2019 um 13:06:16

HFC kochte mit einem 3:1-Sieg die Rostocker ab

Halle (sc). Marc Faschner, Hansa Rostocks Trainer, ließ seiner Enttäuschung auf der obligatorischen Pressekonferenz nach dem Spiel am Sonntag freien Lauf.
„In der ersten Halbzeit haben wir genau fünf Minuten gespielt. Die ersten fünf Minuten. Dann haben wir bei den ersten beiden Gegentoren komplett geschlafen.“ Zwar hätten seine Jungs „Reaktion gezeigt“ und den Anschlusstreffer erzielt, aber als Leonhard Haas in der 36. Minute Rot sah, sei das Spiel  für die  Rostocker praktisch gelaufen gewesen.
Da konnten es sich die Rot-Weißen taktisch erlauben, in der zweiten Halbzeit zwei Gänge herunter zu schalten. Angesichts des in der 53. Minute nur durch einen üblen Tritt ins Gesicht zu stoppenden Dennis Mast schien die Abkehr von der auf das Hansa-Tor zustürmenden  Offensive wie in der 1. Halbzeit wohl auch nötig. Denn dass Mast dann mit einem Nasenbeinbruch vom Platz musste, war an schwerer Verletzung mehr als genug. Zumal der Schiedsrichter keine Konsequenzen aus dieser bösen Attacke zog und nicht auf den Elfmeter-Punkt zeigte.
Die Zuschauer im ausverkauften Erdgas Sportpark kamen jedenfalls voll auf ihre Kosten und ließen sich ihrerseits nicht lumpen. Nicht nur, was die Fan-Gesänge betraf. Die HFC-Fans zeigten vor Spielbeginn über ihren Köpfen ein sehenswertes Schaubild, das die Rostocker zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem ähnlich anschaulichen Bild konterten. Allerdings auch mit dem Werfen von Bengalos und Knallkörpern, so dass die Partie kurz nach Wiederanpfiff für ein paar Minuten unterbrochen werden musste.
Auf dem Feld hatten sich Timo Furuholm mit zwei und Marco Hartmann mit seinem einen Tor in der ersten Halbzeit hervorgetan. Furuholm kommentierte dies anschließend so: „Ich bin schließlich zum Toreschießen nach Halle geholt worden.“ Er hat damit  wesentlich dazu beigetragen, dass der HFC mit weiteren drei Punkten auf dem Konto ins Mittelfeld der Tabelle vorrücken konnte.
Dem Landesrechnungshof könnte man nach diesem Spiel ins Stammbuch schreiben: genau solch' ein Stadion ist die denkbar beste Kulisse für ein hallesches Fußballfest wie dieses. Die 12 693 Zuschauer kamen ja nicht mit leeren Händen. Sie haben gezahlt, um dies miterleben und mitgestalten zu dürfen.

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