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Wochenspiegel > Sangerhausen > Kommen Schmieds Obstbauern nach Hause? >
Daniela Messerschmidt Daniela Messerschmidt
aktualisiert am 23.10.2015 um 13:37:03

Kommen Schmieds Obstbauern nach Hause?

Anfang der 70er Jahre geplant und von 1975 bis 1977 ausgeführt, fügen sich die 189 Stahlplatten mit Emailglasur, (jede  cirka 53 mal 53 Zentimeter, bei 4,5 Kilogramm)  zu einem Wandbild von 11 Metern Höhe und 5,5 Metern Breite zusammen. Anfang der 70er Jahre geplant und von 1975 bis 1977 ausgeführt, fügen sich die 189 Stahlplatten mit Emailglasur, (jede cirka 53 mal 53 Zentimeter, bei 4,5 Kilogramm) zu einem Wandbild von 11 Metern Höhe und 5,5 Metern Breite zusammen.
Foto: privat
Sangerhausen (red). Beim Schmied-Verein kündigt sich eine kleine, ach was, eine große Sensation an:
Iris Ziegler vom Sangerhäuser Wilhelm-Schmied-Verein zur Förderung seines künstlerischen Erbes e.V. ist ganz aus dem Häuschen. Sie hat eine - nicht nur für den Verein, sondern auch für den ganzen Landkreis, für jeden an Kunst interessierten - großartige Nachricht zu verkünden: Der Verein hat die Obstbauern gefunden! Die Obstbauern? - wird jetzt so mancher fragend in die Runde blicken. Ja, die Obstbauern. Hierbei handelt es sich um ein vom Sangerhäuser Künstler Wilhelm Schmied entworfenes Wandbild. Dieses ist ein typischer Vertreter der „Kunst am Bau“ in der DDR. Und es hat eine mehr als be­­wegte Vergangenheit - und das im wahrsten Sinne des Wortes für eben ein relativ statisches Wandbild:
Das Volkseigene Gut (VEG) „WALTER SCHNEIDER“, eine Obstbaugenossenschaft am „Süßen See“ bei Eisleben, er­­richtete Anfang der 1970er Jahre eine Reihe von Wohnblocks für seine Mitarbeiter und beauftragte den Künstler Wilhelm Schmied mit dem Entwurf eines Wandbildes, das für die Giebelwand eines Gebäudes der Siedlung vorgesehen war.
Ein Bewohner erinnert sich: „Wir kamen alle im Kulturhaus zusammen. Da lag eine riesige Pergamentrolle mit dem Entwurf im großen Saal auf dem Boden. Wir haben mit dem Ma­­ler darüber diskutiert und darüber abgestimmt.“
Dass das Vorhaben sogar „solidarisch“ finanziert wurde, weiß eine Bewohnerin noch zu be­­richten: „Ja, ich kann mich gut erinnern. Das war nicht billig. Wir haben unsere Jahresendprämie für das Bild gespendet. - Und jetzt soll es abgerissen werden?
Ausgeführt wurde Schmieds Entwurf in der Werkstatt von Willi Neubert in Thale, der sich als Spezialist für großformatige Emailkunst einen Namen gemacht hatte. Die Platten waren mit einer mit der Wand verschraubten Holz-Lattenkonstruktion verbunden. Jedes Teil wurde mit vier Schrauben gesichert.
Das Anbringen des Wandbildes gestaltete sich schwieriger als erwartet, berichtete Dr. Hans-Joachim Meyer aus Seeburg, der jahrelang Betriebsarzt im VEG und auch der Hausarzt von Wilhelm Schmied war. Denn es sei damals gar nicht so einfach gewesen, ein Gerüst zu besorgen. Das Bild hing ab ca. 1977 bis 1999 an der Giebelwand des Wohnblocks. Da es am Rande der Stadt, fast außerhalb Eislebens hing, blieb es von Vandalismus verschont. Am 20. September 1999 wurde es auf eigene Kosten von einer Interessengemeinschaft aus Berlin abgebaut, nach Berlin transportiert und verschwand aus den Augen der Öffentlichkeit. Nun die Sensation: Das Bild befindet sich in einem hervorragenden Zustand und weilt derzeit noch auf einem Spitzboden eines Berliner Einfamilienhauses ... und es soll nach 15 Jahren den Weg in seine Heimat finden!! Der Schmied-Verein bemüht sich derzeit im eine Rückführung des Wandbildes. Wann und Wie ...  es bleibt spannend um Schmied.
Wer sich weiter über Schmieds Arbeit informieren möchte, kann sich auf der Homepage des Vereins www.wilhelm-schmied.de informieren.

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