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Wochenspiegel > Sangerhausen > Als Bufdi im Kinderhaus >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 14.08.2019 um 15:20:41

Als Bufdi im Kinderhaus


Foto: Jacqueline Dallmann
Wansleben (red). Seit 1. März ist der Arbeitsplatz von Katja Wittich das Kinderhaus „Domizil“ in Wansleben. In die Arbeit mit Kindern hat sich die gelernte pharmazeutisch-technische Assistentin schnell reingefunden. Zuhause hat sie drei Söhne, 12, 9 und 4 Jahre alt. Tohuwabohu ist sie also gewöhnt. 

Die 36-Jährige ist Bundesfreiwillige im Kinderhaus in Wansleben, das zum Deutschen Kinderschutzbund Mansfeld-Südharz gehört. Ihre älteren Söhne kamen schon vorher nach der Schule oft hierher, um  mit Gleichaltrigen ihre Freizeit zu verbringen, Hausaufgaben zu machen, zu spielen, zu bolzen oder einfach nur abzuhängen. Als die Bufdi-Stelle frei wurde, sprach sie die Leiterin des Hauses, Christa Hähnel, an und fragte, ob sie sich einen Bundesfreiwilligendienst für zwölf Monate vorstellen könne. Und da Katja Wittich erst arbeitslos geworden war, nahm sie das Angebot an. Denn die Angebote des Kinderschutzbundes kennt sie aus eigenem Erleben. Aufgewachsen ist sie in Halle. Als Kind und Jugendliche hat sie dort  die Einrichtung des Kinderschutzbundes besucht und die Freizeitangebote aktiv genutzt.
 
„Ich komme sehr gerne. Die Arbeit mit den Kindern macht Spaß und das Team ist toll“, sagt sie. Zum Team gehören neben der Leiterin zwei Bundesfreiwillige. 
In der Schulzeit ist das Kinderhaus von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Für Katja Wittich fängt jeder Tag 11 Uhr. Die Zeit bevor die Kinder kommen, wird genutzt, um den Nachmittag vorzubereiten. Wenn die Kinder dann da sind, ist die dreifache Mutter eine gefragte Person: Als Spielpartner, als Ideengeber für neue Spiele, als Motivator bei Hausaufgaben, als Bäckerin in der Oster- und Weihnachtsbäckerei, als Bastelfee, manchmal auch als Tränentrockner und Zuhörer bei Sorgen und Problemen... Langweilig ist der Arbeitstag nicht.

„Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes muss ich an 12 Seminaren im Jahr teilnehmen. Da geht es um Themen wie kulturelle Bildung oder auch rechtliche Fragen wie eine Patientenverfügung. An einem Seminartag konnte ich einer Gerichtsverhandlung beiwohnen. Bei den Seminaren trifft man auch auf andere Bufdis aus anderen Bereichen. Das ist interessant, sich mit ihnen austauschen“, erzählt sie.

Für Katja Wittich ist die Arbeit als Bufdi im Kinderhaus „Domizil“ eine erfüllende Aufgabe. Die Stelle ist gesetzlich auf ein Jahr befristet. Das heißt, für die 36-Jährige Wansleberin endet der Bundesfreiwilligendienst Ende Februar.

Bufdis gesucht
Der Deutsche Kinderschutzbund Mansfeld-Südharz sucht auch für das Kinderhaus „Benni Bergmann“ und das Mehrgenerationenhaus „Sternschnuppe“ in Eisleben Bundesfreiwillige. 

Wer Interesse an der Arbeit mit Kindern  hat, meldet sich im Mehrgenerationenhaus „Sternschnuppe“ unter der Tel. (03475) 60 41 03.

Info
Der Bundesfreiwilligendienst gilt als Ehrenamt. Den Bufdis wird eine Aufwandsentschädigung, ein Taschengeld, gezahlt. Den Bundesfreiwilligendienst können Männer und Frauen jeden Alters, auch Rentner, übernehmen. Stellen gibt es im sozialen, kulturellen Bereich, im Sport etc.
 

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