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Wochenspiegel > Sangerhausen > Unterwasserarchäologie im Süßen See geht in die nächste Runde >
Nadine Rößler Nadine Rößler
aktualisiert am 13.05.2020 um 13:29:47

Unterwasserarchäologie im Süßen See geht in die nächste Runde

Dieser kleine, gelbe Kerl ist der ferngesteuerte Unterwasserroboter  „IOSB-AST“, der mit einem nagelneuen Lasersystem ausgestattet wurde, um den Boden des Süßen Sees zu untersuchen. Dieser kleine, gelbe Kerl ist der ferngesteuerte Unterwasserroboter „IOSB-AST“, der mit einem nagelneuen Lasersystem ausgestattet wurde, um den Boden des Süßen Sees zu untersuchen.
Foto: Nadine Rößler Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder) Galerie (14 Bilder)
Mit verbesserter Technik und einem Laser, der 3D-Modelle erstellen kann, sollen den Funden auf dem Grund des Sees nun weitere Geheimnisse entlockt werden.

Wir berichteten bereits über die Unterwasserarchäologie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Funde am Boden des Süßen Sees genau zu untersuchen. Bereits 2018 begannen Forscher, den Boden des 250 Hektar großen Sees zu vermessen und potenziell archäologisch relevante, unterseeische Strukturen zu identifizieren. 2019 konnte dann bestätigt werden, dass eine Siedlung und eine Grabstätte im Süßen See gefunden werden konnten.

Heute Vormittag gingen die Untersuchungen nun in eine neue Etappe. Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) ließ in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB), dem Unternehmen Kraken Robotik und den Tauchern des Wasserrettungsdienstes Halle (Saale) e.V. den ferngesteuerten Unterwasserroboter des Fraunhofer mit dem Namen „IOSB-AST“ wieder zu Wasser. Das besondere bei diesem neuen Tauchgang ist, dass der Roboter mit noch besseren Kameras ausgestattet wurde, als bei den letzten Tauchgängen, die noch schärfere Videoaufnahmen vom Grund des Sees liefern werden.

Ein noch größeres Highlight ist aber der Einsatz eines Unterwasserlasers, der an die Front von Roboter „IOSB-AST“ montiert wurde. Der Einsatz des Lasers im Süßen See ist für die europäische Archäologie eine echte Premiere, denn bisher kam dieser Laser nur in Kanada zum Einsatz. Dieser High-End-Sensor ermöglicht es erstmals, hochauflösende 3D-Scans von archäologischen Funden im Süßen See anzufertigen. Und das darf man sich tatsächlich so spektakulär vorstellen, wie es in Filmen immer dargestellt wird, erklärt Projektleiter Dr. Sven Thomas.

Roboter „IOSB-AST“ wiegt 60 Kilo, der montierte Laser noch einmal 30 Kilo. So ausgestattet soll der kleine, gelbe Roboter sich nun zuerst daran machen, ein 3D-Modell der bronzezeitlichen Grabstätte im Süßen See zu erstellen. Das kann der Laser sogar millimetergenau. Weitere Untersuchungen werden folgen.

Die Unterwasserarchäologie im Süßen See erweist sich als sehr schwierig, da klassische Methoden der Unterwasserarchäologie, sprich Taucher, nicht  eingesetzt werden können. Zum einen weil die Sichtweiten im Süßen See für Taucher teilweise weniger als einen Meter betragen, zum anderen weil Funde unter einer bis zu acht Meter dicken Sedimentschicht liegen. Außerdem wurden nach 1945 erhebliche Mengen an Munition und anderen Kampfmitteln zur Entsorgung in den Süßen See gekippt, die sich noch immer dort befinden.

Neben vielen kleinen Funden hat die Unterwasserarchäologie im Süßen See bisher eine Siedlung und eine Grabstätte aus der Bronzezeit, also um 1300 vor Christus, und eine Brückenkonstruktion ausmachen können. Ob weitere Funde gemacht werden können, wird sich mit Roboter „IOSB-AST“ zeigen.

Übrigens bleiben die meisten Funde vorerst im Süßen See und werden nicht an die Oberfläche geholt. Das Wasser am Grund des Sees ist sehr sauerstoffarm und konserviert die Funde deshalb ausgezeichnet. Und auch vor Hobbytauchern sind die Funde aus den angegebenen Gründen gut geschützt.

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