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Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 16.10.2020 um 10:00:19

Sicher und mit Augenmaß: Helios Kliniken MSH erweitern Umfang elektiver Eingriffe

Mario Schulter, Klinikgeschäftsführer der Helios Kliniken Mansfeld-Südharz Mario Schulter, Klinikgeschäftsführer der Helios Kliniken Mansfeld-Südharz
Foto: Archiv
Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie haben die Helios Kliniken Mansfeld-Südharz ihr übergreifendes Hygienekonzept überarbeitet. So ist es nun möglich, wieder mehr elektive Eingriffe durchzuführen. ­­

„Die Überarbeitung unseres Konzepts war nötig, um trotz der Corona-Pandemie wieder mehr elektive Behandlungen zu ermöglichen“, sagt Mario Schulter, Klinikgeschäftsführer der Helios Kliniken Mansfeld-Südharz. „Dabei steht natürlich die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter im Fokus.“ Eine erste Stufe der schrittweisen Rückkehr zum Regelbetrieb wurde bereits im Juni umgesetzt.

Mit einem umfangreichen Hygienekonzept und einem Farbkonzept zur Unterscheidung von Normal- und Isolierbereichen war es im Sommer möglich, wieder erste elektive Behandlungen durchzuführen. Mit Beginn der Pandemie wurden in den Kliniken Eingriffe zunächst verschoben, wenn dies ohne wesentliche Gefahr für den Patienten medizinisch vertretbar war. Patienten, deren Operationen nun durchgeführt werden, werden aktiv durch die Kliniken kontaktiert.

„Durch die Überarbeitung des Hygiene- und Infrastrukturkonzeptes konnten wir nun Anpassungen vornehmen, so dass mehr Patientenbetten belegt und mehr verschobene Operationen nachgeholt werden können“, so Mario Schulter.

„Nach wie vor halten wir an unserem Farbkonzept fest. In grünen Bereichen werden alle „risikolosen“ Patienten untergebracht, bei denen keine Infektion mit Covid-19 anhand des speziellen Screenings festgestellt werden konnte. Patienten, die ein erhöhtes Risiko einer Covid-Infektion haben, etwa, weil sie Kontakt zu einem mit Covid infizierten Patienten hatten, werden im gelben Bereich der Kliniken versorgt. Hier befinden sich Patientinnen und Patienten mit noch ungeklärter Covid-Diagnose, etwa Notfallpatienten mit erhöhtem Risikoprofil in der Anamnese. Bei diesen Patienten werden zusätzliche diagnostische Maßnahmen vorgenommen, um sie nach Eintreffen ihres Abstrichergebnisses entweder in den grünen oder in den roten Bereich verlegen zu können. Der gelbe Bereich grenzt eng an den roten Bereich an. Hier werden Patienten behandelt, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden.

Darüber hinaus wird an allen Helios Kliniken ein konzernweites Sicherheitskonzept umgesetzt. „Wir wollen unbedingt vermeiden, dass Menschen mit akuten Krankheiten nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen, weil sie Angst haben, sich mit Corona zu infizieren“, erklärt Mario Schulter. Gerade bei zeitkritischen Erkrankungen wie einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall kann Zurückhaltung und Zögern lebensbedrohlich sein.

„Bei uns bekommt jeder Patient bei der Aufnahme eine besondere Corona-Anamnese, bei der unter anderem Symptome oder Kontakte zu Infizierten abgefragt werden. Außerdem wird jeder Patient auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet, bei Bedarf auch wiederholt“, erklärt Mario Schulter eine der Maßnahmen. „Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts getestet.“

Außerdem gelten in allen Kliniken in Mansfeld-Südharz weiterhin die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie die aktuellsten Abstands- und Hygieneregeln für alle Patienten, Mitarbeiter und Besucher. „So wollen wir Infektionsrisiken minimieren und unsere Patienten so sicher wie möglich behandeln“, betont Mario Schulter.

Im Angesicht der Pandemie halten die Helios Kliniken Mansfeld-Südharz weiter an den strengen Besuchseinschränkungen fest, um die möglichst maximale Sicherheit für die Patienten zu gewährleisten. „Auch, wenn im Landkreis die Fallzahlen weiterhin relativ gering sind, beobachten wir mit Sorge die Entwicklung in anderen Regionen Deutschlands. Wir tragen eine große Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Region. Deshalb wollen wir unbedingt vermeiden, dass Besucher, die vielleicht gar nicht wissen, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, in die Klinik kommen. Wir bitten deshalb um Verständnis bei unseren Patienten und ihren Angehörigen“, erklärt Mario Schulter. Für Besucher, die in Ausnahmefällen in die Klinik kommen, werden an den Eingängen medizinische Mund-Nasen-Schutze zur Verfügung gestellt.

Besuche sind nur in dringlichen Ausnahmen (zum Beispiel medizinische, soziale Gründe, bei Palliativpatienten oder in der Geburtshilfe) und nur nach telefonischer Rücksprache mit dem medizinischen Personal möglich. Alle Besucher, die eine Besuchserlaubnis erhalten haben, müssen sich am Empfang registrieren. „Nicht zuletzt prüfen wir weiterhin regelmäßig, ob Lockerungen in Abhängigkeit von der Entwicklung der Lage möglich sind“, so Mario Schulter.

 

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