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Jacqueline Franke Jacqueline Franke
aktualisiert am 11.03.2016 um 14:51:19

Mehr Diebstähle in Mansfeld-Südharz

Der amtierende Kripo-Chef, Knut Schramm, und Thomas Aust, Leiter des Polizeirevier MSH, beim Blick in die Zahlen. Der amtierende Kripo-Chef, Knut Schramm, und Thomas Aust, Leiter des Polizeirevier MSH, beim Blick in die Zahlen.
Foto: J. Franke
Zahl der Straftaten in MSH 2015 gestiegen, besonders viele Diebstähle registriert.
MSH (jf). Gelegenheit macht Diebe. Und die haben der Polizei im vergangenen Jahr viel Arbeit (und Sorgen) be­­­reitet. In Mansfeld-Südharz haben sich 2015 insgesamt 9855 Straftaten ereignet. Das ist ein leichter Anstieg um 132 Straftaten (2014: 9723). Besorgniserregend sind die Diebstähle. „Die machen uns zu schaffen“, sagte Thomas Aust, Leiter des Polizeireviers MSH, bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2015 in der vergangenen Woche. Mehr als jede dritte Straftat war ein Diebstahl. 3460 registrierte die Polizei im vergangenen Jahr (2014: 3124). Das ist ein Anstieg um fast 11 Prozent. Während die einfachen Diebstähle (alles, was ohne Hindernis mitgenommen werden kann) zurückgingen, nahm die Zahl der schweren Diebstähle (alles, wo ein Hindernis, eine Sicherung überwunden werden muss) zu. Das spiegelt sich auch in der Aufklärungsarbeit wieder. „Wenn ein Ladendieb erwischt wird, ist er uns gleich bekannt. Bei allen anderen Diebstählen müssen aufwändig Spuren gesichert und Zeugen be­­­fragt werden“, so Kriminalrat Knut Schramm. Und selbst das führt nicht immer zu einem Tatverdächtigen. Nur jeder dritte Diebstahl (30,6 Prozent) konnte 2015 aufgeklärt werden.
Dabei liegt die Aufklärungsquote bei allen Straftaten bei 57 Prozent und ist damit höher als im Landesdurchschnitt (57 Prozent). Allerdings lag sie 2014 noch bei 61,8 Prozent. Dass weniger Täter ermittelt werden konnten, liegt daran, dass es, wie erwähnt, bei den Diebstählen oftmals schwerer ist, einen Täter zuzuordnen. Viele Diebstähle bleiben ungeklärt. Das schlägt sich in der gesamten Aufklärungsquote nieder.

Weitere Zahlen im Detail
Die meisten Straftaten werden von Erwachsenen begangen (82 Prozent), Tatverdächtige unter 21 Jahren konnten 717 Personen (18,5 Prozent) ermittelt werden sowie 150 Kinder.  „Das Leben in Mansfeld-Südharz ist sicher“, sagt Thomas Aust, „aber die subjektive Wahrnehmung ist oft eine andere.“  So belegen die Zahlen auch nicht die Ängste vor „kriminellen Ausländern“: 247 Straftaten sind 2015 von Asylbewerbern und Flüchltingen begangen worden. Das sind 2,5 Prozent an allen Straftaten.
Im vergangenen Jahr kam ein Mensch in MansfeldSüdharz gewaltsam ums Leben. Die Tat ereignete sich im März 2015 am Kaufland in Eisleben. Sogenannte Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen sind dagegen leicht rückläufig. 1558  Taten wurden angezeigt (2014: 1607). Die Aufklärungsquote liegt hier bei über 90 Prozent. Ebenfalls rückläufig waren 2015 Straftaten wie Trickbetrug, Betrug, Untreue, Unterschlagung und andere Vermögens- und Fälschungsstraftaten. Die Polizei konstatierte im vergangenen Jahr aber auch eine sinkende Hemmschwelle, Polizei- und Vollstreckungsbeamte zu beleidigen. Verbale Angriffe auf sie nahmen zu.

Rauschgiftkriminalität
Die Rauschgiftkriminalität in Mansfeld-Südharz macht zwar „nur“ 5,8 Prozent an der Gesamtkriminalität aus, ist aber weiter ein ernstzunehmendes Problem für die Polizei. Es gibt keine offene Drogenszene im Landkreis, konsumiert wird sowohl in den Städten Eisleben, Hettstedt und Sangerhausen, als auch in den ländlicheren Gegenden. 2015 wurden 567 Drogentäter registriert (2014: 594). Die Dunkelziffer dürfte jedoch um einiges höher sein.  

 

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