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Ronny Kratz Ronny Kratz
aktualisiert am 27.07.2018 um 15:09:12

AOK-Schulranzencheck beugt Haltungsschäden vor

Das Höchstgewicht des Schulranzens sollte maximal 15 Prozent des Körpergewichts betragen. Damit er gut sitzt, gehören schwere Sachen nach hinten (dicht am Rücken), leichtere Sachen wie Federmäppchen oder Hefte nach vorne. Das Höchstgewicht des Schulranzens sollte maximal 15 Prozent des Körpergewichts betragen. Damit er gut sitzt, gehören schwere Sachen nach hinten (dicht am Rücken), leichtere Sachen wie Federmäppchen oder Hefte nach vorne.
Foto: Viktoria Kühne/AOK Sachsen-Anhalt
Burgenlandkreis (red). Schulranzen sind häufig zu schwer. Für die Kinder ist das nicht nur anstrengend, zu hohes Gewicht auf dem Rücken kann auch zu Wachstumsschäden führen. Beim Schulranzen- check überprüft die AOK Sachsen-Anhalt das Gewicht der Ranzen und gibt Tipps zu dessen Reduzierung.

AOK-Regionalsprecher Michael Schwarze: „Nicht mehr als 15 Prozent des Körpergewichts soll der Ranzen eines Grundschülers wiegen. Bringt das Kind 25 Kilogramm auf die Waage, sollte die Schultasche also nicht schwerer als 3,7 Kilogramm sein." Schulbücher, Hefte und mehr erhöhen das Gewicht vieler Schulranzen aber erheblich.

In Absprache mit der Schulleitung besuchen Vertreter der AOK erste und zweite Klassen. Dabei werden sie von Mitarbeitern des Instituts für Prävention und Gesundheitsförderung (SPOG) unterstützt. In den Schulen wiegen sie – mit Einverständnis der Kinder – Schüler und Schulranzen. Sie erklären aber nicht nur den Kindern, dass ihre Ranzen gegebenenfalls zu schwer sind. Vielmehr versuchen sie auch Eltern und Lehrkräfte für das Problem zu sensibilisieren und Lösungsmöglichkeiten zu empfehlen. Auf spielerische Art und Weise zeigen die AOK-Vertreter, wie man einen Schulranzen gut packt, notwendiges von überflüssigem Gewicht trennt sowie Gurte und Riemen korrekt einstellt. Mit den Lehrern besprechen sie Verbesserungsmöglichkeiten. Zum Beispiel helfen Schränke und Regale dabei, dass die Kinder schwere Schulmaterialien nicht täglich hin- und herschleppen müssen. Ein Getränkeangebot könnte die Kinder von der Last schwerer Trinkflaschen befreien.

Im vergangenen Jahr waren die AOK-Vertreter im ganzen Land in 21 Grundschulen präsent und haben beim Schulranzencheck in 44 Klassen insgesamt 880 Ranzen überprüft.

Interessierte Lehrer können sich an Katharina Winkler von der AOK Sachsen-Anhalt wenden. Sie ist unter katharina.winkler@san.aok.de und der Telefonnummer 0391-2878 44088 erreichbar. Das Programm ist für die Schulen kostenfrei.

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