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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 05.02.2019 um 08:49:35

Was bringt uns die Zukunft?

Die Stadt Zeitz hat mit großem Wohnungsleerstand zu kämpfen, wie zum Beispiel in der Rahnestraße. Kann ein Zukunftsinstitut das ändern?   Die Stadt Zeitz hat mit großem Wohnungsleerstand zu kämpfen, wie zum Beispiel in der Rahnestraße. Kann ein Zukunftsinstitut das ändern?
Foto: Archiv Galerie (1 Bild)
Im Institut soll geforscht werden, wie die Menschen in der Zukunft leben könnten.

von Margit Herrmann


Das Aus für die Braunkohle ist für das Jahr 2038 beschlossen. Jetzt wird überlegt, wie die Zukunft der Region aussehen könnte. Für Zeitz könnte ein Zukunftsinstitut passen. Das schlägt jedenfalls Staatssekretärin Tamara Zieschang von der CDU vor: „Zeitz ist nicht nur deshalb als Sitz des Zukunftsinstituts vorgeschlagen worden, weil die Stadt Sitz der Mibrag ist. Im Zukunftsinstitut wird es darum gehen, die (digitale) Welt von Morgen aus ländlicher Sicht und im Zusammenspiel von größeren Städten (Leipzig) und ländlichem Raum (Burgenlandkreis) zu denken und in der Praxis konkret zu erproben. Die meisten Menschen leben – nicht nur in Sachsen-Anhalt – in ländlichen Regionen; wer über die Digitalisierung aller Lebensbereiche spricht, muss also digitale Lösungen für das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum - über die bereits weitgehend digitalisierte Landwirtschaft hinaus - bieten. Zeitz liegt mitten im Drei-Länder-Eck und ist damit idealer Ausgangspunkt für eine Smart Region in der Metropolregion Mitteldeutschland. Gleichzeitig verfügt Zeitz über ausreichend Wohn- und Arbeitsflächen für Werkstätten, für Experimentierfelder und für die Ansiedlung von neuen Unternehmen.

Wenn in Zeitz (digitale) Lösungen für die Welt von Morgen entwickelt und in der Praxis erprobt werden können, können daraus neue Geschäftsideen und Produkte und damit neue Unternehmen entstehen. Das Zukunftsinstitut soll den Strukturwandel, der mit dem Ausstieg aus der Braunkohle verbunden ist, abfedern und neue wirtschaftliche Betätigungsfelder ermöglichen, um so neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.“

Prof. Dr. Joachim Ragnitz, Stellvertretender Leiter der ifo Niederlassung Dresden steht dem Zukunftsinstitut skeptisch gegenüber: „Das geplante ‚Zukunftsinstitut‘ soll einen Strukturwandel zu einer ‚smarten Region‘ begleiten. Dahinter verbergen sich relativ diffuse Vorstellungen einer auf Nachhaltigkeit gerichteten Regionalentwicklung. Ich bezweifele allerdings, dass das der Region wirklich nützt: Erforderlich ist ein Strukturwandel, der auf die Schaffung von Industriearbeitplätzen setzt. Was hierzu ein ‚Zukunftsinstitut‘ beitragen soll, ist völlig offen. Der Strukturwandel dort muss von der Verwaltung bzw. von den regionalen Unternehmen vorangetrieben werden; Konzepte kann man nicht ‚am grünen Tisch‘ in so einem Institut entwickeln.
Unabhängig davon: Die unmittelbaren Auswirkungen eines Zukunftsinstituts auf Beschäftigung und Wertschöpfung in der Region sind völlig zu vernachlässigen; da werden ja kaum Beschäftigte tätig sein, und die findet man sicherlich auch nicht bei den Personen, die ihren Arbeitsplatz in der Braunkohle verlieren werden. Es wird halt jetzt Geld zur Verfügung gestellt, und davon wollen offenbar viele Leute profitieren. Erforderlich ist es, jetzt die vielen Maßnahmen, die im ‚Wunschzettel‘ der Region (abgedruckt im Kommissionsbericht) enthalten sind, in eine Prioritätenreihenfolge zu bringen und dann zu entscheiden, was davon den größten Effekt für die Region hat. Das Zukunftsinstitut zählt aus meiner Sicht nicht dazu. Um diesen Prozess zu vereinfachen scheint es mir am sinnvollsten, einen ausreichend hohen Eigenanteil der Region bei der Finanzierung einzufordern – dann wird man sich nämlich genau überlegen, wofür es sich lohnt Geld auszugeben und wo das nicht der Fall ist.“

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