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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 05.02.2019 um 10:23:21

Heißer Sommer 2018 - auch für die Feuerwehr Weißenfels


Foto: Wolf-Eike Mardas
Jetzt liegt die Jahresstatistik für die Feuerwehr Weißenfels für das vergangene Jahr vor. Gemeinsam mit Roland Zimmer vom Fachbereich II, Abteilung Brandschutz, der Stadtverwaltung Weißenfels sahen wir uns die aktuellen Zahlen an.

von Wolf-Eike Mardas


Das vergangene Jahr wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, denn Hitze und Dürre begleiteten uns viel e Monate. Bei einer solchen Wetterlage liegt die Vermutung nahe, dass die Feuerwehren alle Hände voll zu tun hatten.

Ein Blick in die Statistik zeigt die Tendenz, wobei von April bis September wirklich die roten Balken des Diagramms in die Höhe ragen. Doch Roland Zimmer sieht das gelassen: „Wir hatten ein doch eher ruhiges Jahr. Es gab keine Großbrände und sonstige Katastrophen. Natürlich gab es in den heißen Monaten einige Feld- und Ödlandbrände, die wir in unserem Bereich aber immer relativ schnell unter Kontrolle bringen konnten. Erwähnenswert ist aber der 18. Januar 2018, als Sturmtief ‚Friederike‘ über Deutschland fegte. An diesem Tag verzeichneten wir 36 Einsätze zur Gefahrenabwehr und Hilfeleistungen.“

Insgesamt stehen dadurch 48 Hilfeleistungen bei allen Feuerwehren zu Buche, die zur Feuerwehr Weißenfels gehören, die Weißenfelser Kameraden selbst hatten davon 27 zu erledigen. Mit nur neun Bränden gehört der Januar zu den doch sehr ruhigen Monaten. Noch ruhiger war es aber im Dezember, denn es gab nur einen einzigen Brand, zu dem eine Ortsfeuerwehr ausgerückt war. Im Februar, März, Oktober und November pendelten die Brandeinsätze zwischen 14 und 16. In den heißen Monaten stieg die Zahl von 17 bis 47 an. Die Weißenfelser Feuerwehr rückte im Mai 24 mal aus, im Juli 20 mal und im September 21 mal. „Das ist aber alles noch im normalem Bereich, da es bei Ödlandbränden in den allermeisten  Fällen keine Schäden gibt“, so der Experte. Insgesamt gab es im Jahr 229 Brandeinsätze.

Technische Hilfe - Einsätze
Bis auf die schon genannten Einsätze wegen des Orkans im Januar pegelten sich die Hilfeleistungen jeden Monat um die 22 ein, insgesamt im Jahr 301. „Darunter zählen Tierrettungen, Tragehilfen bei Rettungseinsätzen oder Krankentransporten, aber vor allem Not-Türöffnungen bei vermuteten Gefahrenlagen“, erklärt Roland Zimmer.

Was erwartet die Kameraden 2019?
Selbstverständlich sollte die Feuerwehr so selten wie möglich zum Einsatz kommen. Und was das Wetter, technische Defekte und unvernünftige Bürger für Überraschungen bereit halten, kann man natürlich nicht vorhersehen.

„Ein Blick in die Zukunft kann ich aber doch schon richten“, sagt der Feuerwehrmann verschmitzt, „etwa im Mai bekommt die Ortsfeuerwehr Uichteritz ein TSFW - ein Tragkraft-Spritzen-Fahrzeug-Wasser mit 1000 Liter Wassertank. Es ist ein MAM-8,5-Tonner. Dafür wird das alte Mercedes-Fahrzeug ausgemustert. Die Kameradinnen und Kameraden freuen sich natürlich schon sehr auf die Übernahme der neuen Technik.

Wie auch schon in den Vorjahren werden die Spezialisten auf den Brandschutz achten, bei verschiedenen Kultur- und Sportveranstaltungen präsent sein und sich auch intensiv um den Nachwuchs in den Jugend- und Kinderfeuerwehren kümmern.

Jeder kann seinen Beitrag leisten
Beim Thema Sicherheit und Brandschutz ist jeder gefragt. Hier kann jeder seinen persönlichen Beitrag leisten. Das beginnt mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Elektrogeräten und Feuerstätten, der vorausschauenden Fahrweise auf den Straßen und Autobahnen sowie auch mal ein Blick über den Gartenzaun.

„Unsere Kameradinnen und Kameraden in Weißenfels und den Ortsfeuerwehren werden auch in diesem Jahr stets einsatzbereit sein und ihr Wissen und Können zur Rettung und Gefahrenabwehr einsetzen. Wir wünschen allen Einwohnern ein erfolgreiches 2019“, so Roland Zimmer abschließend.

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