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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 25.07.2019 um 12:19:54

Engpässe auf dem Arbeitsmarkt


Foto: pxhere
Die anhaltend stabile und gute wirtschaftliche Lage sorgt für einen Beschäftigungsrekord im Burgenlandkreis.

Bei vielen Arbeitgebern steigt mittlerweile die Anspannung, denn der Nachschub an Arbeitskräften – egal, ob Nachwuchs, Fachkräfte oder berufsfremde Einstiegsbewerber – wird zunehmend knapper. Zwar klingen ein hoher Stellenbestand und niedrige Arbeitslosenzahlen gut, doch sie erschweren das Zusammenführen von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ungemein.

Fachkräftelücke bremst Wachstum
„Die klassische Stellenbesetzung ist längst kein Routi-nefall mehr. Der Schrei nach Fachkräften mit aktuellen Kenntnissen wird deutlich lauter“, weiß Alexander Burkhardt, Pressesprecher der Weißenfelser Arbeitsagentur: „Eine Stelle sollte zeitnah besetzt werden,  schließlich ist eine Suche nach Arbeitskräften immer dringend. Doch dies gelingt nur noch selten.“

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Im Wesentlichen führen der demografische Wandel und sinkende Arbeitslosenzahlen dazu, dass es für Unternehmen immer schwerer wird, ihre offenen Stellen zu besetzen. Jedes Jahr gehen mittlerweile weit mehr  Arbeitnehmer in Rente, als junge Menschen ins Berufsleben einsteigen. Somit wächst die Fachkräftelücke weiter. „Zwar sprechen wir nicht von einem flächendeckenden Fachkräftemangel, dennoch stellen wir in immer mehr Berufsgruppen größere Engpässe fest, die letztendlich das weitere Wachstum gefährden“, so Alexander Burkhardt.

Was bedeutet Fachkräftemangel?
„Allein der Fakt, dass in einigen Berufen weniger als drei Bewerber für eine Arbeitsstelle zur Verfügung stehen, ist ein Mangel“, erklärt der Tino Fischer, Bereichsleiter Operativ. Dabei ist das Übereinstimmen der Rahmenbedingungen, wie beispielsweise gleiche Gehaltsvorstellungen, Arbeitszeitmodelle, Mobilität und ähnliches noch nicht einmal thematisiert. „Und dieser Mangel hat massive Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Unternehmen, die keine Arbeitskräfte finden, müssen Aufträge verschieben oder sogar ablehnen, weil die dringend benötigten Fachkräfte fehlen.

Deshalb lassen sich etliche Arbeitgeber allerlei einfallen, um Fachkräfte zu umwerben und zu halten“, so Fischer weiter. Gerade für Arbeitnehmer in den „Mangelberufen“ und für alle diejenigen, die eine Ausbildung oder einen Neustart in diesen Berufen anstreben, stehen also „goldene Zeiten“ an.

Größte Engpässe in der Lebensmittelherstellung
Aber auch wenn in einigen Berufszweigen genügend Bewerber vorhanden sind, finden Unternehmen nicht immer gleich die Richtigen. Denn neben der passenden Qualifikation müssen bei Angebot und Nachfrage, u. a. auch die Arbeitszeit und Erreichbarkeit, übereinstimmen. Zudem unterscheiden sich oftmals auch die Anforderungen innerhalb eines Berufes, so dass Qualifizierungs- oder zumindest Einarbeitungszeiten unumgänglich sind. Deshalb steigt die sogenannte Vakanzzeit je nach Anforderungsprofil der offenen Stellen immer weiter an. Diese ist der Zeitraum zwischen dem gewünschten Besetzungstermin und dem tatsächlichen Arbeitsbeginn bei der Abmeldung der Stelle. Mittlerweile dauert es im Burgenlandkreis im Schnitt 99 Tage, bis eine offene Stelle besetzt wird. Die Engpässe im Gebiet von Elster, Saale und Unstrut sind aktuell besonders in den in Berufen der Lebensmittel- und Genussmittelherstellung vorhanden.  Auch Berufe mit der Fahrzeugführung im Straßenverkehr sowie der Bau- und Transportgeräteführung, sind besonders betroffen. Hier beträgt die Vakanzzeit zwischen 180 und 192 Tagen. Auch hier stehen dem Arbeitgeber weniger als 3 Arbeitslose  zur Verfügung.

Engpässe verschärfen sich laut Prognosen
Bis 2030 wird sich die Fachkräftelücke nochmals spürbar erhöhen. Ab Mitte der Zwanzigerjahre wird die Demografie voll durchschlagen und das Durchschnittsalter der Belegschaften wird deutlich zulegen. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir gemeinsam mit der Wirtschaft und den Schulen wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen, damit die Fachkräftelücke nicht weiterwächst“, ist Fischer überzeugt. Besonders Frauen stellen ein wichtiges Fachkräftepotenzial dar. Durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf könne der Personalengpass gelindert werden.

Gute Chancen für Qualifizierung
Wer als Arbeitgeber Ausbildungsbewerber vorausschauend für seinen Bedarf anwirbt, hat in der Zukunft weniger zeitliche Verluste bei der Mitarbeitersuche und Qualifizierung. Im Rahmen des neuen Qualifizierungschancengesetzes unterstützt die Arbeitsagentur alle Unternehmen bei der Fachkräftesicherung.

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