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Wochenspiegel > Weißenfels > Rund um den Burgenlandkreis: Folge 35 - Gernstedt >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 05.09.2019 um 11:51:07

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 35 - Gernstedt

Diese mit Wildem Wein zugewachsenen Scheunen wirken fast ein wenig wildromantisch. Diese mit Wildem Wein zugewachsenen Scheunen wirken fast ein wenig wildromantisch.
Foto: M. Schumann Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder)
Wer einfach nur durch fährt, verpasst ein malerisches Dorf

Gernstedt „fliegt“ an den meisten, die auf der B 87 unterwegs sind, einfach nur vorbei.
Gernstedt (ms).
Waren Sie schon mal in Gernstedt? Diese Frage werden viele Autofahrer sicher mit „ja“ beantworten können. Schließlich liegt der kleine Ort direkt an der B 87, man muss unweigerlich hindurch, wenn man aus dem Herzen des Burgenlandkreises nach Eckartsberga oder weiter ins thüringische Apolda will. So schnell, wie man in den Ort hineingefahren ist, ist man auch wieder hinaus. Eine Kirche, die Bushaltestelle, die vernarbten Fassaden zweier nicht mehr ganz frischer Häuser, schon sind die 200 Meter Ortsdurchfahrt passiert.

Doch das ist längst nicht alles, was der kleine Ort mit seinen rund 140 Einwohnern zu bieten hat. Nimmt man sich die Zeit, einmal abseits der Bundesstraße ins Dorf zu fahren, wird man erstaunt sein. Gernstedt ist ein sehr grünes Dörfchen. Unter einer alten Eiche findet man ein Gefallenendenkmal aus dem Ersten Weltkrieg, wenige Meter entfernt breiten sich ein Spielplatz und der Dorfteich aus. Um die Ortsmitte stehen zahlreiche Gehöfte, die meisten von ihnen liebevoll saniert und hergerichtet.
Ein besonderes Kleinod ist die Gernstedter Kirche, die direkt an der Bundesstraße steht und das Dorf weit überragt. Ihr spitzer Turm ist seitlich am Kirchenschiff angebaut. Die Kirche stammt aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert und wurde ab 1895 vom Pfortenser Baumeister Max Leidich im neugotischen Stil mit Steinen aus dem Lanitztal errichtet. Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde sie am 10. Juni 1896 mit einer Taufe geweiht.  Ursprünglich hatte die Kirche drei Glocken und eine Orgel, die von einem Sohn des berühmten Orgelbauers Ladegast errichtet worden sein soll.

Aus der Historie
Gernstedt wurde bereits zwischen  949 und 957 urkundlich erwähnt. Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Kloster Pforta verbunden, das zwischen 1183 und 1190 viele Besitztümer im Dort erwarb, unter anderem den gesamten im Dorf befindlichen Besitz des Klosters Goseck. Aus den 28 Hufen Land gründete das Kloster ein Vorwerk, woraufhin das Dorf einging. Erst im Zuge der Säkularisierung im 16. Jahrhundert, wurde Gernstedt ab 1563 neu besiedelt. Er gehörte bis 1815 zum Amt Pforta, kam nach dem Wiener Kongress zu Preußen und wurde dem Kreis Naumburg im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt.

1950 wurde der Ort nach Taugwitz eingemeindet und ging schließlich 2009 in der neu gebildeten Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal auf, die Mitglied der Verbandsgemeinde An der Finne ist.

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