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Wochenspiegel > Weißenfels > Rund um den Burgenlandkreis: Folge 42 - Allerstedt >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 14.11.2019 um 12:28:45

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 42 - Allerstedt

Ein kleiner Ort mit einer großen Historie

Einst gab es hier eine Burg und ein Adelsgeschlecht.
Allerstedt (ms).
352 Einwohner leben in Allerstedt. Das Dorf liegt umgeben von fruchtbaren Ackerflächen am nördlichen Rand der Finne. Vom Ortsausgang kann man Wiehe in Thüringen sehen. In Allerstedt lebt es sich ruhig und beschaulich. Im Ort gibt es ein Gasthaus und einen Spielplatz. Die Feuerwehr ist, wie in vielen anderen Orten auch, einer der Aktivposten im gesellschaftlichen Leben. Im Ort betreibt die Agrargesellschaft Wohlmirstedt mbH eine Werkstatt und eine Milchviehanlage.

Sehenswert sind der Glockenstuhl und das Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege in der Ortsmitte.

Aus der Geschichte
Trotz seiner geringen Größe hat Allerstedt eine reichhaltige und lange Geschichte. Die erste Erwähnung ist bereits im Jahr 786 als „Alarestede“ belegt. Am 30. November 998 schenkte Kaiser Otto III. dem Kloster Memleben verschiedene Ländereien, darunter auch „Alehsteti“. Die Urkunde, in der dies festgehalten ist, ist übrigens dieselbe, in der auch die Rede von Weinbergen ist. Sie ist die erste Erwähnung des Weinbaus in unserer Region.

Vom 12. bis ins 14. Jahrhundert war das Reichsministerialgeschlecht derer von Allerstedt im Ort ansässig, damals gab es auch eine Burg. Wenngleich die Straßen „An der Burg“ und „Burggarten“ zumindest dem Namen nach noch von dieser Zeit künden, ist von der Burg heute so gut wie nichts mehr übrig. Lediglich ein Hügel am Südwestrand des Ortes, Überbleibsel von Wall und Graben, Fundamente eines Turmes und Reste eines Brunnens sind noch erhalten.

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte ein Teil des Ortes zum sächsischen Amt Wendelstein.

1950 wurde Allerstedt nach Wohlmirstedt eingemeindet. Seit 2009 gehört es zur Gemeinde Kaiserpfalz, die wiederum Mitglied der Verbandsgemeinde An der Finne ist.

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