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Wochenspiegel > Weißenfels > Rund um den Burgenlandkreis: Folge 50 - Zeuchfeld >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 14.01.2020 um 10:23:37

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 50 - Zeuchfeld

Die Dorfmitte mit dem Feuerlöschteich. Die Dorfmitte mit dem Feuerlöschteich.
Foto: Martin Schumann Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Ruhig mal von der B 176 abbiegen und sich umsehen

Zwei Vereine und ein rühriger Ortschronist.
Zeuchfeld (ms).
  Eingebettet zwischen  Wäldern, Feldern und Weinbergen liegt der Freyburger Ortsteil Zeuchfeld direkt an der B 176 Richtung Weißenfels. Die verleitet dazu, schnell an dem Dorf vorbeizufahren. Doch ein Blick in den Ort abseits der Hauptstraße lohnt sich.

 Rund 200 Menschen leben hier in schmucken Einfamilienhäusern oder liebevoll sanierten Gehöften. Die einst allgegenwärtige Landwirtschaft hat viel von ihrer Bedeutung verloren. Der überwiegende Teil der Bewohner pendelt zu Arbeitsstätten außerhalb des Dorfes. Dennoch sind in Zeuchfeld zwei Weinbaubetriebe ansässig.

Wie in vielen Orten dieser Größe wird das gesellschaftliche Leben maßgeblich von Vereinen getragen. Einer davon ist der Heimatverein, der andere die Pfingstburschen. Zudem gibt es eine aktive Ortsteilfeuerwehr.

Der Geschichte seines Heimatortes hat sich Paul Jänicke verschrieben. Alte Archive und Dokumente zu durchforsten, ist seine Leidenschaft. Herausgekommen sind schon mehrere Publikationen über Zeuchfeld, die beispielsweise die Geschichte der Hausnummern beleuchten oder Familien, die schon seit vielen Generationen im Ort leben.

Zeuchfeld hat eine Dorfkirche, die zu den ältesten der Region gezählt wird. In ihrer Nähe findet sich ein 1899 errichtetes Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1864, 1866 und 1870/71. Ein weiteres Denkmal dieser Art erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Aus der Geschichte
Am 19. Januar 991 wird „Zuchibuli“ erstmals in einer Urkunde Kaisers Otto III. erwähnt. Damals führte die antike Königsstraße Via Regia durch den Ort. Bis 1815 gehörte Zeuchfeld zum wettinischen, später kursächsischen Amt Freyburg, wurde nach dem Wiener Kongress preußisch und damit Teil der Provinz Sachsen.

Bis ungefähr 1950 gab es im Ort eine Schule. Heute fahren Schüler in die Grund- und Sekundarschule nach Freyburg oder ins Gymnasium nach Laucha.

2009 wurde Zeuchfeld nach Freyburg eingemeindet und gehört als dessen Ortsteil zur Verbandsgemeinde Unstruttal.

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