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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 21.02.2020 um 10:36:44

... und auch in diesem Jahr niesen die Allergiker schon seit einigen Wochen


Foto: W.-E. Mardas
Die Blütenpollen fliegen schon seit Januar und damit verlängert sich die Leidenszeit der zahlreichen Patienten. Die Anzahl der Allergiker steigt und steigt - was kann und sollte man jetzt tun?

Von Wolf-Eike Mardas


„Hatschiiii“ - so hört man es oft an jedem Ort. Nicht immer ist die Ursache eine Erkältung oder gar eine Influenza- eine echte Grippe. Bei vielen ist die Ursache der Pollenflug. Und dieser hat bereits im Januar begonnen.

Die zum Teil sehr milden Temperaturen im Januar haben die Pollensaison eingeleitet. So sind die Haselsträucher schon an warmen Tagen dabei, fleißig dabei ihre Pollen abzugeben. In den Pollen dieser Haselsträucher ist ein Allergen vorhanden, das auch in Birkenpollen (Foto) vorkommt: ein Stresseiweiß namens 'Bet v 1'. Somit sind sowohl alle Menschen betroffen, die auf Hasel- als auch auf Birkenpollen reagieren. Auch die Erlen senden ihre „Grüße“ schon seit Januar aus.

Was kann und sollte man tun, denn jedes Jahr kommen Tausende Allergiker neu hinzu. Wichtig ist ein Test. Hier werden vom Arzt verschiedene Stoffe auf die Haut gebracht. Nach wenigen Minuten treten Reaktionen auf und der Arzt kann sagen, gegen was man allergisch ist. Damit kann sich jeder Patient mit dem Pollenflugkalender schon selbst helfen, denn er weiß, in welchen Monaten die Pollen besonders viel unterwegs sind. Eine einzige Roggenähre ist zum Beispiel in der Lage, mehr als vier Millionen Pollenkörner zu verschicken.

Das zeigt schon, mit was für Mengen der Mensch „bombardiert“ wird. In den Monaten des starken Pollenfluges kann der Patient schon einiges tun, um sich selbst zu schützen. Das Lüften sollte auf dem Land am besten abends und in der Stadt umgekehrt am frühen Morgen erfolgen. Da sind die Mikro-Flugkörper am wenigsten unterwegs. Das sogenannte Stoßlüften - 10 bis 15 Minuten - ist dem Dauerlüften durch gekippte Fenster vorzuziehen.

Auf keinen Fall sollte Allergiker in der betreffenden Zeit ihre Wäsche draußen zum Trocknen aufhängen. Das gleicht schon einer „Selbsttötung“, denn die nasse Wäsche nimmt Millionen von Pollen auf. Wichtig ist es, die Kleidung nach dem Arbeitstag oder Spaziergang zügig zu wechseln und möglichst nicht ins Schlafzimmer zu bringen. Auch sollte das Duschen und Haarewaschen am Abend erfolgen, so dass man in der Nacht die Pollen weitgehend aus dem Bett fern hält. Pollenfilter im Auto und Staubsauger sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Wechseln sollten die allerdings nicht die Allergiker selbst...

Ein Tipp für die Betroffenen: Wenn es möglich ist, kann man die schönsten Wochen des Jahres - den Urlaub - planen, wenn zuhause die meisten Pollen unterwegs sind, auf die man reagiert. Auf den Kanaren, dem Balkan oder Kreta kommt beispielsweise so gut wie keine Belastung durch Birkenpollen vor. Auch die Alpen oder Pyrenäen könnten zum Zufluchtsort für Allergiker werden, da der Pollenflug dort um etwa drei Monate verzögert stattfindet und die Belastung sehr viel niedriger ist.  Die Luft in vielen Städten Europas ist ebenfalls weniger vom Pollenflug betroffen als hierzulande. Madrid, Athen oder Mailand haben zu dieser Jahreszeit alle ihre Reize. Und natürlich ist die gute Meeresluft, zum Beispiel auf einer ostfriesischen Insel, Balsam für die geplagten Atemwege.

Doch warum kommen jedes Jahr so viele Menschen dazu, die mit Niesen und tränenden Augen fertig werden müssen? Die Antwort ist einfach. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich Luftschadstoffe an die Pollen setzen und das Immunsystem mehr herausfordern, als das normalerweise der Fall wäre.

Wo können sich nun Betroffene informieren. Dazu gibt es neben den Informationen von Rundfunk, Zeitungen zahlreiche Apps, die weiter helfen können. Das sind zum Beispiel: Pollenflug-Gefahrenindex (Deutscher Wetterdienst); Pollen-Warner (Deutscher Verlag für Gesundheit & Ernährung); Pollen (screencode); Pollenflug-Vorhersage (Hexal AG); Pollenradar (Ratiopharm); Husteblume (Techniker Krankenkasse).

 „Hatschiiii“ - gute Besserung!

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