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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 01.10.2020 um 11:52:24

Schlaglichter aus 4.000 Jahren Astronomie


Foto: Cord Gebert
In der Ausstellung der Arche Nebra wird gezeigt, was schon der römische Philosoph Lucius A. Seneca wusste: „Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, da wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben.“

Von Cord Gebert


Am Samstag, 3. Oktober, öffnet die Sonderausstellung „Sternensucher - Von der Himmelsscheibe bis zur Rosetta-Mission“ in der Arche Nebra.

Besucher der Ausstellung betreten einen abgedunkelten Raum. Die Wände sind unter anderem mit Bildern vom Hubble-Weltraumteleskop verkleidet - der Raum gewinnt geradezu an unendlicher Tiefe. In der Mitte des Ausstellungsraumes befindet sich eine zirka dreieinhalb Meter große Scheibe an der Decke, auf welcher der Sternenhimmel projiziert wird. Auf dem Boden stehen rund um die Platte fünf Schaukästen, die verschiedene Epochen der Astronomie schlaglichtartig erfassen und deren Sternstunden beleuchten. Beginnend mit Sonnensymbolen der Bronzezeit über das Wissen der Ägypter, bis hin zur Rosettamission von 2004 bis 2014.

Es wird bewusst: Der Blick in den Sternenhimmel ist ein eindrucksvoller Moment, der uns alle über Epochen und Kulturen hinweg verbindet. Getrieben von unstillbarem Wissensdurst, entwickelten die Menschen in den vergangen knapp 4.000 Jahren immer neue Möglichkeiten, dem Universum neue Erkenntnisse abzuringen.

Voraussetzungen für neue Erkenntnisse schuf seit jeher die technische Entwicklung der verschiedenen Zeitepochen. Kein Wunder also, dass die Ausstellungsobjekte so unterschiedlich wie die Themen der Sonderschau sind. Sie  reichen von der bronzezeitlichen Radnadel bis zur Raumsonde „Philae“ (eine Leihgabe des Max Planck Institut für Sonnensystemforschung).

Die Sonderschau ist Korrespondenzort der Landesausstellung „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra - Neue Horizonte“, die ab 4. Juni 2021 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle gezeigt wird.

Datierung der Himmelsscheibe
In einem Anfang September erschienenen Artikel von Rupert Gebhard und Rüdiger Krause in der Zeitschrift „Archäologische Informationen“ wird erklärt, dass die in die frühe Bronzezeit (um 1600 v. Chr.) zu datierende Himmelsscheibe von Nebra erst 1.000 Jahre später in die Eisenzeit zu datieren sei. „Die Kollegen ignorieren nicht nur die Fülle an publizierten Forschungsergebnissen der letzten Jahre, sie führen dafür verschiedene Argumente ins Feld, die indes leicht zu widerlegen sind“, erklärte Dr. Alfred Reichenberger, Stellvertretender Landesarchäologe, dazu in einer Pressemitteilung.

Auch Manuela Werner von der Arche Nebra sieht „aktuell keinen Grund an den Forschungsergebnissen von  Prof. Dr. Harald Meller zu zweifeln. Die dargelegten Erkenntnisse sind allesamt greifbar.“ Meller ist Chef des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie in Sachsen-Anhalt und Direktor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle und erforschte die Himmelsscheibe sowie deren Entstehung.

Die Arche und Corona
Nach der sechswöchigen Zwangsschließung schreibt das Besucherzentrum Arche Nebra sehr gute Zahlen. „Das liegt wohl daran, dass die Leute im Sommer nicht wegfahren konnten“, vermutet Manuela Werner und hofft auf zahlreiche Besucher im Herbst: „Wir haben ja glücklicherweise genügend Platz. Im Planetarium können aber aktuell nur die Hälfte der Plätze besetzt werden. Außerdem behalten wir in unseren Räumlichkeiten aus Sicherheitsgründen die Mundschutzpflicht aufrecht.“

Termine in der Arche
Der Themenabend „Wem gehört der Himmel?“ findet am Samstag, 17. Oktober, ab 18 Uhr statt. Mechthild Meinike vom Planetarium Merseburg referiert ab 18 Uhr über Starlink-Satelliten, welche ein weltumspannendes Netz für das Internet herstellen sollen und zu Tausenden den Himmel mit ihren Leuchterscheinungen überziehen werden. Doch: wer darf Satelliten in den Weltraum zu schicken und wem gehören zukünftige Grundstücke auf dem Mars oder dem Mond?
Gegen 19 Uhr ist ein kleiner Imbiss vorgesehen und die Sonderschau ist geöffnet.
20 Uhr startet die Live-Planetariumsshow: „Der Planetenreigen am Herbsthimmel. Der Eintritt kostet 19.50 Euro pro Person, eine Anmeldung ist erforderlich.

Ferienprogramm in den Herbstferien
Astronomie zum Mitdenken und Mitmachen gibt es in kurzweiligen Workshops mit anschließenden astronomischen Beobachtungen auf dem Mittelberg.

Montag, 19. Oktober, 17 bis 21 Uhr, Die Himmelsscheibe von Nebra
Dienstag, 20. Oktober, 17 bis 21 Uhr, Der Mars - Unser kosmischer Nachbar
Mittwoch, 21. Oktober, 17 bis 21 Uhr, Der Mond - Sehnsuchtsort der Himmelsforscher
Donnerstag, 22. Oktober, 17 bis 21 Uhr, Himmelswanderer - Beobachtung und Fotografie von Mond und Planeten.
Freitag, 23. Oktober, 17 bis 21 Uhr, Irdische und himmlische Physik

Das Herbstferienprogramm ist ab 10 Jahren zu empfehlen und kostet pro Teilnehmer und Tag 8 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Buchungen und Informationen sind telefonisch unter 034461 / 25520 oder per eMail unter info@himmelsscheibe-erleben.de möglich.

www.himmelsscheibe-erleben.de

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