Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv
MZ Immobilien

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Weißenfels > Der Ort zum Sonntag: Folge 39 - Sankt-Petri-Kirche in Hohenmölsen >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 10.11.2020 um 14:45:27

Der Ort zum Sonntag: Folge 39 - Sankt-Petri-Kirche in Hohenmölsen

Die Sankt-Petri-Kirche in Hohenmölsen ist als Baudenkmal eingetragen. Die Sankt-Petri-Kirche in Hohenmölsen ist als Baudenkmal eingetragen.
Foto: Wolf-Eike Mardas Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Einer von den drei Türmen - Viele Schätze beherbergt die evangelische Kirche in der Stadt Hohenmölsen.
Hohenmölsen (wm).
Hohenmölsen ist die Stadt der drei Türme. Neben dem Wasserturm, dem Turm des Rathauses gibt es natürlich noch den höchsten Turm, den Kirchturm. Die Sankt-Petri-Kirche liegt im Herzen von Hohenmölsen. Sie gehört zum Kirchspiel Hohenmölsen-Land im Kirchenkreis Naumburg-Zeitz der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die Saalkirche wurde zwischen 1592 und 1594 errichtet. Westlich des Kirchenschiffs befindet sich ein wuchtig wirkender Kirchturm. Die Turmhalle wird als Gedenk- und Archivraum für die durch den Braunkohletagebau zerstörten Kirchen der Region genutzt.

Am Ostende des Schiffs ist der dreiseitig abgeschlossene Chor in das Kirchenschiff eingezogen. Auf der Nordseite der Kirche wurde in den Jahren 1693/94 eine Sakristei angebaut. Über der Sakristei befindet sich die Ratsempore. Bei einem Stadtbrand im Jahr 1639 wurde die Kirche beschädigt und dann wieder instand gesetzt. Weitere Restaurierungen fanden 1850 und zwischen 1992 und 1997 statt.

In der Kirche befindet sich eine 1850 errichtete dreiseitige Empore. Sie ist mit Gemälden verziert, die von einer barocken Vorgängerempore übernommen worden waren. Die 1695 von Michael Hofmann geschaffenen Gemälde zeigen Szenen aus der Kindheits- sowie der Leidensgeschichte Jesu. Die Brüstung der Ratsempore ist mit zwei in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts geschaffenen Emblemen verziert.

Ein Geschenk aus Magdeburg
Bemerkenswert ist der um 1490 vermutlich vom Meister der Sachsenburger Altartafeln geschaffene große, bemalte Flügelaltar. Ursprünglich befand sich der Altar in der Ernstkapelle des Magdeburger Doms und gelangte 1664 als Geschenk des Herzogs August in die Kirche. Auf der mittleren Tafel wird die Marienkrönung dargestellt. Die Seitenflügel zeigen auf ihren Innenseiten Mauritius und Stephanus, die Patrone der Domkirchen von Magdeburg und Halberstadt. Auf den äußeren Seiten ist die Anbetung der Heiligen Drei Könige dargestellt. Die Predella zeigt Engelsbüsten sowie sächsische Wappen und eine auf die Schenkung Bezug nehmende Inschrift.

Ein weiterer Flügelaltar befindet sich auf der Südseite des Schiffs. Es entstand Anfang des 16. Jahrhunderts und kam gemeinsam mit dem großen Retabel in die Kirche. Im Schrein sind drei Apostel dargestellt. In der Mitte Thomas, links Jakobus der Ältere und rechts wohl Simon. Simon ist ungewöhnlicher Weise mit einem Beil dargestellt. Die Flügel zeigen auf der Innenseite links Judas Thaddäus und rechts den Heiligen Nikolaus. Außen sind Ulrich von Augsburg und der Heilige Wolfgang abgebildet.

Wahre Schätze aus dem Umland
Ebenfalls vom Anfang des 16. Jahrhunderts stammen zwei an der südlichen Wand befindlichen Tafelgemälde. Sie stellen die Heiligen Kunigunde und Aldegunde dar und waren ursprünglich wohl Flügel eines Retabels. An der Nordseite befindet sich ein großes Triumphkreuz. Das spätgotische Kreuz stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und befand sich ursprünglich in der Sankt-Nikolai-Kirche in Leuna.

Aus der ehemaligen Dorfkirche von Deumen stammen zwei spätgotische hölzerne Skulpturen vom Ende des 15. Jahrhunderts. Sie sind seitlich des Hochaltars angeordnet. Die linke stellt Anna Selbdritt, die rechte den Heiligen Nikolaus dar. In der nördlichen Portalvorhalle der Sankt-Petri-Kirche ist eine mit vielen Verzierungen versehene Glocke aus der Renaissance abgestellt, die ursprünglich zu der im Jahr 1961 zerstörten Kirche von Köttichau gehörte.

Quelle: wikipedia

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Dürre, Stürme, Überschwemmungen - Die Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt Dürre, Stürme, Überschwemmungen - Die Folgen des Klimawandels in Sachsen-Anhalt Ein Expertengespräch, organisiert von Leopoldina und Fridays For Future, gibt Auskunft über den Stand der Klimakrise im Land. ...
Anzeige
Globus Halle
Wissenschaftskrimi um die Himmelscheibe scheint gelöst Wissenschaftskrimi um die Himmelscheibe scheint gelöst Klärung im Streit um das Alter der Himmelsscheibe von Nebra. Die Himmelsscheibe stammt vom Mittelberg und ist aus der frühen Bronzezeit.  ...
Anzeige
Was gehört in den Notfallordner? - Die Angst geht um - was ist, wenn ich plötzlich in die Klinik muss Was gehört in den Notfallordner? - Die Angst geht um - was ist, wenn ich plötzlich in die Klinik muss Es kann in diesen Tagen schnell gehen: Positiver Test, Symptome, sofortige Krankenhauseinweisung. ...
Anzeige
MZ