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Wochenspiegel > Weißenfels > Der Ort zum Sonntag: Folge 43 - Noch einmal an der Uhr drehen >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 10.11.2020 um 19:15:44

Der Ort zum Sonntag: Folge 43 - Noch einmal an der Uhr drehen


Foto: Wolf-Eike Mardas
„Zurück - Stühle wieder in die Gartenlaube stellen“ - Schon seit Jahrzehnten das gleiche Spiel: Uhren verstellen.
BLK (wm).
  Manche „juckt“ es nicht mehr, sie tun es einfach, andere regen sich zwei mal im Jahr darüber auf und einige Wenige lassen es so, wie es ist - einfach aus Protest. Doch was bewegt die Menschheit am  Sonntag, dem 25. Oktober, so sehr? Natürlich die großen und kleinen Zeitmaschinen, die Uhren! Es ist das letzte Wochenende im Oktober und damit wieder Zeit, die Uhren auf Winterzeit zu stellen. Doch nach genau 40 Jahren nach der Einführung der Sommerzeit wissen immer noch viele nicht, wann die Uhr vor- und wann zurückgestellt werden muss. Da helfen auch oft nicht die kleinen „Eselsbrücken“: Im Frühjahr werden die Stühle vor die Gartenlaube gestellt und im Herbst zurück.

Die deutsche Winterzeit entspricht der normalen Mitteleuropäischen Zeit. Den ersten Versuch, neben der Winterzeit eine Sommerzeit einzuführen, gab es 1916 im Deutschen Kaiserreich. Drei Jahre lang stellte man die Uhren von Ende März bis Ende September eine Stunde vor. In der Weimarer Republik wurde diese Regelung wieder rückgängig gemacht. 1980 wurde die Sommerzeit dann bis heute gültig eingeführt, da es in den Abendstunden länger hell bleibt und somit weniger Strom für Licht verbraucht wird, so die Theorie. Doch das Ziel der Energieeinsparung erreicht die Zeitumstellung nicht, vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Durch die Uhrumstellung steigt der Energieverbrauch, zum Beispiel dadurch, dass morgens mehr geheizt werden muss.

Aber auch in Sachen Gesundheit spielt die Zeitumstellung sowohl im Frühjahr als auch im Herbst eine Rolle. Für viele Menschen ist es so eine Art Mini-Jetlag, sie fühlen sich müde, ausgelaugt und gelangen schnell an ihre Leistungsgrenzen. Auch wenn sich bei den meisten die innere Uhr in ein bis zwei Tagen eingependelt hat, so dauert es bei anderen Menschen durchaus zwei bis drei Wochen und manchmal sogar noch länger.

Kompliziert wird es im Nah- und Fernverkehr, denn die Fahrpläne müssen angepasst werden, was nicht gerade einfach ist, auch wenn im Frühjahr in der Nacht vom Samstag zum Sonntag die Uhren von 2 auf 3 Uhr vor und im Herbst von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt werden.

Und noch eine Tatsache verursacht unnötige Arbeit. Viele moderne Uhren stellen sich selbst um. Aber einfache Armband- oder Taschenuhren, Zimmeruhren und vor allem ältere Kirchen, Schloss- und Schuluhren müssen von Hand umgestellt werden. Oft nimmt das geraume Zeit in Anspruch.

Nun hat 2019 auch das Europäische Parlament festgestellt, dass die Uhrenumstellerei nur Nachteile hat und beschlossen, sie abzuschaffen. 2021 soll es eigentlich soweit sein. Da einige Länder die Mitteleuropäische Normalzeit, andere die Sommerzeit bevorzugen, scheint es wieder einmal ein Flickenteppich zu werden, so dass bei Urlaubsreichen immer wieder an der Uhr gedreht werden muss.

Doch nun hat sich 2020 Corona eingemischt und sorgt gegenwärtig weltweit für mehr als genug Trubel. Und somit ist es fraglich, ob 2021 wirklich die Zeitumstellung abgeschafft wird. Eher hat es den Anschein, dass wir alle weiter gedanklich die (Uhr-) Stühle im Frühjahr vor und im Herbst zurück in die Gartenlaube stellen müssen. Es ist wirklich der berühmte Zahn der Zeit, der nagt und nagt und nagt...

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