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Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 05.02.2014 um 14:49:16

Für einen guten Start ins Leben

Netzwerk-Koordinatorin Michelle Heinze (l.) und Viola Richter vom Fachdienst Gesundheit sind Ansprechpartnerinnen für Mütter und Familien, die Unterstützung durch eine Familienhebamme benötigen. Netzwerk-Koordinatorin Michelle Heinze (l.) und Viola Richter vom Fachdienst Gesundheit sind Ansprechpartnerinnen für Mütter und Familien, die Unterstützung durch eine Familienhebamme benötigen.
Foto: wolfgang Gorsboth Galerie (1 Bild)
Familienhebammen unterstützen im mitunter schwierigen ersten Jahr.

Wittenberg (wg).
„Zum freudigen Ereignis“ seht auf den Glückwunschkarten zur Geburt, doch nicht jede Mutter freut sich wirklich: Mitunter wird die neue Lebenssituation als belastend empfunden. Manche Alleinerziehende fühlen sich ohne verwandtschaftlichen Rückhalt überfordert, finanzielle oder psychische Probleme drücken. Familienhebammen können helfen. „Familienhilfen sind Bestandteil der frühen Hilfen, die Finanzierung durch Bund und Land ist bis 2015 gesichert“, berichtet Landrat Jürgen Dannenberg (Linke). Familienhebammen helfen in sehr verschiedenen Fällen. Manche Klientinnen sind junge Frauen unter 20 Jahren, andere fühlen sich bei der Pflege und Ernährung des Kindes überfordert. 

Auch gefestigte Frauen jeden Alters können durch eine Schwangerschaft Probleme bekommen, wenn sich zum Beispiel der Lebenspartner trennt und das bisherige Familienglück plötzlich zusammenbricht. „Die Familienhebamme wirkt als Bindeglied zwischen Gesundheitshilfe und Jugendhilfe, um für Mutter und Kind einen guten Start zu ermöglichen“, erläutert Vizelandrat Jörg Hartmann (CDU), Leiter des Geschäftsbereichs Ordnung, Sicherheit, Soziales und Umwelt. Familienhebammen begleiten Mutter und Kind bis zu einem Jahr nach der Geburt, die Finanzierung erfolgt über die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ und ist für die Mütter kostenlos. 

„Familienhebammen kommen auf Empfehlung des Jugendamtes zum Einsatz, aber nur, wenn die Mutter diese Unterstützung wünscht“, sagt Hartmann. Die betroffenen Frauen würden die Betreuung durch eine Familienhebamme überdurchschnittlich positiv bewerten, sie werden als Vertrauenspartnerin gesehen, die den Müttern Beratungen, praktische Anleitungen und fachliche Hilfen in der Pflege, Versorgung und Ernährung des Kindes anbietet. Außerdem ist sie Lotsin und Wegbereiterin im Gesundheits- und Sozialbereich, um weiterführende Unterstützungsangebote wie Psychologen oder Beratungsstellen zu vermitteln.

„Familienhebammen als Bestandteil der frühen Hilfen sind in erster Linie ein Präventionsprogramm“, so Hartmann. Im Mittelpunkt stünden Familien, deren Erziehungskompetenz gestärkt werden müsste – wie minderjährige Eltern, Eltern mit Sucht- oder psychischen Problemen, Eltern mit eingeschränkten Fähigkeiten in der Alltagsbewältigung sowie Familien in Armut. Hartmann: „Frühe Hilfen sind keine Form der Einmischung, sondern ein Hilfsangebot, und wer könnte zu Müttern besser ein Vertrauensverhältnis aufbauen als eine Hebamme?“

Info:

Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit einer Zusatzqualifikation. Sie fördern die Gesunderhaltung von Mutter, Kind und Familien in besonders belasteten Lebenslagen, Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die psychosoziale und medizinische Beratung und Betreuung, die über die Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen hinausgeht. So kann eine Familienhebamme zum Beispiel Alleinerziehende, minderjährige Eltern oder auch Eltern mit psychischen Problemen niederschwellig und alltagsnah unterstützen – auch schon während der Schwangerschaft.

Normalerweise endet die eigentliche Tätigkeit einer Hebamme spätestens acht Wochen nach der Entbindung, als Familienhebamme ist sie bis zum ersten Geburtstag des Kindes für die Familie da. Schwangere und Familien nach der Geburt, die eine Begleitung durch eine Familienhebamme wünschen, melden sich in der Kreisverwaltung bei Michelle Heinze (Tel.: 03491/479-484) oder Viola Richter (Tel.: 479-346).



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