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Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 10.02.2017 um 14:43:11

Majestäten auf Stippvisite - Niederländisches Königspaar in Sachsen-Anhalt

Seine Majestät König Willem-Alexander und Ihre Majestät Königin Máxima der Niederlande mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff und Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Peter Kuras vor dem Bauhaus in Dessau. Seine Majestät König Willem-Alexander und Ihre Majestät Königin Máxima der Niederlande mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff und Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Peter Kuras vor dem Bauhaus in Dessau.
Foto: Sebastian Köhler
Arbeitsbesuch mit kulturellen und historischen Höhepunkten.

Sachsen-Anhalt (red).
Royaler Besuch in Mitteldeutschland: Das Niederländische Königspaar besuchte die Region Mitteldeutschland. Nach verschiedenen Veranstaltungen in den Freistaaten Thüringen und Sachsen reisten Seine Majestät König Willem-Alexander und Ihre Majestät Königin Máxima der Niederlande auch zwei Tage durch Sachsen-Anhalt. Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff empfing die Monarchen zuerst in Wittenberg. Das Königspaar besichtigte unter anderem die Schlosskirche und das historische Rathaus. Auch in die Gästebücher des Landes und der Stadt haben sie sich eingetragen.

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In Dessau wurden die Majestäten vor dem Bauhaus Dessau durch die Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Dr. Claudia Perren, sowie Oberbürgermeister Peter Kuras begrüßt. Hier warteten ebenfalls Gästebücher auf die königlichen Einträge. Ein Rundgang folgte, bevor es anschließend ins Kornhaus an die Elbe ging, um an einer Veranstaltung zum Thema Hochwasserschutz teilzunehmen.

Vor dem Schloss Oranienbaum wurden die Majestäten von Kulturminister Rainer Robra, Brigitte Mang (Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz) und Bürgermeister Uwe Zimmermann erwartet. Nach einem kurzen Rundgang durch das Schloss erfolgten Einträge in die Gästebücher des Schlosses und der Stadt Oranienbaum-Wörlitz.

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Zweck dieses königlichen Besuchs in Mitteldeutschland war zum einen die Vertiefung der Handels- und Investitionsbeziehungen. Er diente zudem der Förderung der Zusammenarbeit in den Branchen Hightechsysteme und -werkstoffe, Chemie und Hochwasserschutz zwischen Deutschland und den Niederlanden. Darüber hinaus ging es um kulturelle, historische und gesellschaftliche Entwicklungen wie 500 Jahre Reformation.

Der König und die Königin besuchen jedes Jahr ein oder mehrere Bundesländer, wobei die Aufmerksamkeit insbesondere den Wirtschaftsbeziehungen gilt. Begleitet wurde das Königspaar von der Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit Lilianne Ploumen und Melanie Schultz van Haegen, Ministerin für Infrastruktur und Umwelt. Eine niederländische Wirtschaftsdelegation reiste ebenfalls mit.


Schloss Oranienbaum
 
Wenige Kilometer östlich von Dessau befindet sich das barocke Schloss Oranienbaum, das ab 1683 errichtet wurde. Zusammen mit dem umgebenden Park und der architektonischen Einbeziehung der Stadt bildet es ein einzigartiges Architekturensemble holländischer Prägung in Deutschland.
 
Henriette Catharina (1637–1708), Gemahlin des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627–1693), ließ sich die großzügige Schlossanlage als Sommersitz errichten. Die aus dem Haus Oranien-Nassau stammende Prinzessin gab dem Ort nicht nur einen auf ihre Familie bezogenen Namen, sondern verlieh dem Schloss auch das niederländische Gepräge. Hierzu trug maßgeblich der aus ihrer Heimat stammende Baumeister Cornelis Ryckwaert bei. Der Oranierin verdankt das Fürstentum Anhalt-Dessau wichtige Impulse für Wirtschaft und Kultur. Ab 1693 wurde das Palais mit begleitenden Kavalierpavillons als Witwensitz ausgebaut und vergrößert. Eine reiche Innenausstattung mit kostbaren Ledertapeten, Fayencen und Gemälden verlieh ihm einen Glanz, von dem heute noch der Sommerspeisesaal, der Ledertapetensaal und der neuinterpretierte Spiegelkristallsaal zeugen.
 
Nach dem Tod Henriette Catharinas wurde das Haus von ihrem Sohn Leopold I. Fürst von Anhalt-Dessau und dessen Sohn Dietrich nur für gelegentliche Jagdaufenthalte genutzt. Erst Fürst Franz widmete sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wieder dem Schloss und dem Garten. Er gestaltete nicht nur zahlreiche Räume des Hauses in chinesischem Stil um, er bezog auch die barocke Gartenanlage in die Landesverschönerung des Gartenreiches ein.
 
Seit dem Jahr 2001 gibt es umfangreiche Bauarbeiten am Schlossensemble, dessen Innenräume seit 2003 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Erfreulicherweise ist das Schloss auch auf das Interesse der ehemaligen Königin der Niederlande, Prinzessin Beatrix, gestoßen, die gemeinsam mit dem Bundespräsidenten die Schirmherrschaft über die Restaurierung übernommen hat und es sich nicht nehmen ließ, es bereits zwei Mal zu besuchen. Auch wenn die Restaurierung der Schlossanlage noch Jahre dauern wird, schreitet sie zusehends voran, so dass der Besucher bereits jetzt die meisten Räume besichtigen und manchmal sogar als Beobachter am Restaurierungsprozess teilhaben kann.
 
Das außergewöhnliche Barockensemble steht als Bestandteil des Gartenreichs Dessau-Wörlitz seit dem Jahr 2000 auf der Welterbeliste der UNESCO.


Statistisches
 
Am 31. Dezember 2015 lebten in Sachsen-Anhalt 676 Personen aus den Niederlanden, 458 Männer und 218 Frauen. 80 Prozent (540 Personen) der Niederländerinnen und Niederländer waren im arbeitsfähigen Alter, 12,4 Prozent (84 Personen) waren im Rentenalter und 7,6 Prozent (52 Personen) waren Kinder und Jugendliche.
 
Aus den Niederlanden zogen im Jahr 2015 insgesamt 104 Personen nach Sachsen-Anhalt, darunter 31 Deutsche. Im gleichen Zeitraum zogen aus Sachsen-Anhalt 110 Personen in die Niederlande, darunter 26 Deutsche.
 
45 niederländische Kinder besuchten eine allgemeinbildende Schule in Sachsen-Anhalt. Darunter lernten 22 Kinder an einer Grundschule und 19 an einem Gymnasium.
 
An einer Universität des Landes Sachsen-Anhalt studierten 13 Niederländerinnen und 16 Niederländer überwiegend Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (acht Personen), Ingenieurwissenschaften (sieben Personen) sowie Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften/Veterinärmedizin (sieben Personen).
 
Einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit gingen 223 Personen aus den Niederlanden in Sachsen-Anhalt nach. Sie arbeiteten vorwiegend in der Land- und Forstwirt-schaft, Fischerei (59 Personen), im Verarbeitenden Gewerbe (32 Personen) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei (24 Personen).
 
Im Jahr 2015 besuchten 40 135 Gäste aus den Niederlanden das Land Sachsen-Anhalt. Sie buchten 88 316 Übernachtungen und blieben 2,2 Tage im Land. Im Zeitraum Januar bis November 2016 waren das 37 207 Gäste mit 85 792 gebuchten Übernachtungen und einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,3 Tagen.
 
Die Betriebe aus Sachsen-Anhalt führten nach vorläufigen Angaben im Zeitraum Januar bis November 2016 Waren im Wert von 847 Millionen Euro in die Niederlande aus. Das waren 1,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Anteil an den Gesamtausfuhren Sachsen-Anhalts betrug 6,2 Prozent. Importiert wurden Waren im Wert von 1,1 Milliarden Euro, das waren 9,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. An den Gesamtimporten hatten die Niederlande einen Anteil von 8,1 Prozent.
 
Die wichtigsten Ausfuhrgüter waren Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs für 66 Millionen Euro, chemische Vorerzeugnisse für 57 Millionen Euro, Waren aus Kunststoffen für 54 Millionen Euro und Kunststoffe für 53 Millionen Euro.
 
Aus den Niederlanden erhielt Sachsen-Anhalt vor allem Kunststoffe für 168 Millionen Euro, chemische Vorerzeugnisse für 106 Millionen Euro, Eier für 91 Millionen Euro und Kakao und Kakaoerzeugnisse für 57 Millionen Euro.

(Statistische Angaben: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt)

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