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Wochenspiegel > Wittenberg > Stilsicher im neuen Jahr – mit Mode-Experten aus der Region >
Stephan Woithe Stephan Woithe
aktualisiert am 13.02.2017 um 15:12:14

Stilsicher im neuen Jahr – mit Mode-Experten aus der Region

Was kann ich tragen, was ist angesagt, womit blamiere ich mich? Fragen rund um die Mode können essentiell sein, die Antworten liegen oft aber nahe – in vielfacher Hinsicht. Was kann ich tragen, was ist angesagt, womit blamiere ich mich? Fragen rund um die Mode können essentiell sein, die Antworten liegen oft aber nahe – in vielfacher Hinsicht.
Foto: fotolia.com © pressmaster
Wenn die richtig Großen der Mode-Branche nach Berlin rufen, richten sich alle Augen in die Hauptstadt. Das ist selbstverständlich, denn die Berliner Fashion Week genießt schließlich internationales Ansehen, für das schon die Riege weltweit renommierter Aussteller Jahr für Jahr sorgt. Wer sich über die zukünftigen Trends und Styles informieren und modisch im neuen Jahr auftrumpfen möchte, muss aber nicht zwingend den Weg in die Bundeshauptstadt auf sich nehmen. Angesagte und individuelle Mode gibt es schließlich auch in Sachsen-Anhalt.
 
Zwischen Halle, Berlin und Halle: Das Mode-Label „Zukker“

Den Beweis für die modische Schaffenskraft Sachsen-Anhalts lieferte im vergangenen Oktober erst die Modavision, die bereits zum 12. Mal in Magdeburg stattfand. Zwischen dem Hamburger Modeschöpfer Jürgen Hartmann und dem montenegrinischen Star-Designer Kenan Osmanaj brauchten sich die Kreativen der Region jedenfalls nicht verstecken. Daher gehörten zu den Vertretern der Zunft, die ihre Kreationen mit in die „Fashion Box“ packen dürften, eben auch die in Halle heimisch gewordenen Heike Becker, Benjamin Kräher und Sebastian Schettler. Die haben die Kollektionen ihres gemeinsamen Labels „Zukker“ zwar schon in Berlin und Paris vorgeführt, wollten aber die Chance, sich auch regional präsentieren zu können, nicht verstreichen lassen.

Noch dazu, weil die Designer die Vorzüge der weitaus geringeren Hektik, als sie im Vergleich in Berlin geboten ist, sehr zu schätzen wissen. Natürlich ist der Bezug zur Hauptstadt für das Label wichtig und bereits der erste Auftritt auf der dortigen Fashion Week im Jahr 2015 konnte aus Sicht der Kundenpflege und medialen Aufmerksamkeit als Erfolg verbucht werden. Dennoch bietet das etwas beschaulichere Halle den geeigneten Rückzugsort, um unabhängig und frei von dem Übermaß an Eindrücken der eigenen Arbeit nachgehen zu können.

Die Runway-Highlights von ZUKKER auf der Berlin Fashion Week 2016

Das zahlt sich offenbar weiterhin aus, genauso wie die Unterkunft des Labels im Designhaus der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle: Die Entwürfe, die sich bei der aktuellen Herbst-/Winterkollektion „Bergwertung“ allesamt flächig und reduziert zu langen, auffallenden Silhouetten zusammensetzen, wurden bei ihrer Präsentation auf der Fashion Week in die Nähe von Grafik- und Produktdesign gestellt, die sich hier mit dem Modedesign verbinden. Völlig zurecht, denn tatsächlich können die beiden männlichen Mitglieder des Labels eine ebensolche Ausbildung vorweisen. Die verschiedenen Hintergründe der drei Designer sorgen zwar immer wieder für Diskussionen, was auf der anderen Seite aber gerade zu dem Mix zwischen ausgewogenen, alltagstauglichen Kleidungsstücken und ausgefalleneren Entwürfen führt. 

Beides kommt offenbar bei den Experten an. Wie groß der Anklang ist, den die neue Kollektion tatsächlich findet, zeigt außerdem ein dritter Platz bei den EURO FASHION AWARD 2016 im letzten Jahr – eine beachtliche Auszeichnung beim höchstdotierten europäischen Preis für junge professionelle Designer und solche, die auf dem Weg dorthin sind. Wohin genau der Weg von „Zukker“ langfristig geht, ist zwar noch nicht abzusehen. Mit hohen Ansprüchen an Formen und Qualität, der ausschließlichen Verwendung von Materialien, die aus fairem Handel stammen und einer einheimischen Produktion (im Erzgebirge) scheinen die Weichen jedoch in Richtung Erfolg gestellt zu sein. Sicher ist allerdings, dass kein Weg aus Halle hinausführt, wie Sebastian Schettler bekräftigt: „Es ist auch ein Stück weit Ehrensache, in Halle bleiben, durch Burg Giebichenstein und das Designhaus wurde uns so viel ermöglicht, wir bleiben gerne hier.“

Maßgeschneidertes aus Magdeburg: Mode von Laura Dometzky

Zuletzt auf der „Modavision“ vertreten und alsbald bei der Mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig zu sehen, ist auch die Magdeburger Maßschneiderin Laura Dometzky. Dort wird sie einige Kostproben ihrer filigranen und detailverliebten Arbeiten geben. Die Messe sieht sie als Chance, über die sozialen Netzwerke hinaus auf sich aufmerksam zu machen – und noch mehr: „Auf der Messe kann ich persönlich überzeugen“, so die inzwischen selbständig arbeitende Designerin.

Die „Fashion Box“ auf der MODAVISION 2016

Seit nunmehr zwei Jahren fertigt und verkauft Laura Dometzky vor allem Brautkleider und Anzüge in Eigenregie, die Eröffnung eines eigenen Ateliers ist noch im Laufe dieses Jahres geplant. Damit wäre die gebürtige Magdeburgerin noch ein Stück weit mehr wieder mit der Heimat verwurzelt, die sie zwischenzeitlich für den, erfolgreich abgeschlossenen, Besuch der Meisterschule verlassen hatte. Ein Karriereschritt, den ihr unter anderem das Abschneiden als Jahresbeste unter den Auszubildenden Sachsen-Anhalts und das darauf folgende Stipendium der Begabtenförderung ermöglichten. Doch schon damals, kurz vor ihrem Abschluss im Jahr 2011, stand die Rückkehr in ihre Heimat mehr oder weniger fest.

Zu „hektisch, laut und unpersönlich“ erschien ihr die Wahlheimat in Düsseldorf, wo sie notwendigerweise für das Erreichen ihres Ziels wohnte. Und zu verlockend war andererseits die Aussicht, wieder an der Elbe zu sitzen und ihre Lieblingsplätze zu besuchen. Damals noch mit dem Wunsch, ihre Liebe zum Beruf in den Dienst von Theater und Kostümschneiderei zu stellen. Diese Ansicht hat sich mittlerweile geändert, was schlichtweg auch durch ihre jetzige Tätigkeit bedingt ist. Da kommt es nun vielmehr darauf an, die Menschen eben nicht zu verkleiden, sondern sie stattdessen in perfekter Manier einzukleiden.
Individualität, von Hand gefertigt und den Menschen im wahrsten Sinne auf den Leib geschneidert, das ist ihr Erfolgsrezept, mit dem sie sich den großen Modeketten entgegenstellt. In Zukunft dann aber vielleicht in einem größeren Stil, mit einer eigenen Hochzeitskollektion.
 
Kann ich das auch wirklich tragen? Styling-Beratung von Alexandra Poser

Maßgeschneidertes kommt aber nicht für jeden und schon gar nicht für jeden Anlass in Frage, was wiederum zu Problemen führen kann: Trotz reichhaltigen Shopping-Angebotes ist am Ende des Tages wieder nicht das Richtige im Schrank, was im Laden noch so wunderbar elegant wirkte, macht vor dem heimischen Spiegel plötzlich einen faden und klobigen Eindruck. Da nutzt es auch wenig, sich mit den bleibenden und kommenden Trends auszukennen, wenn am Ende das Ergebnis nicht wunschgemäß ist.

Das sollte nicht sein, denn Mode wird so ganz schnell zum unnötigen Frust – und tatsächlich muss es auch gar nicht so weit kommen. Modeaffine Hallenser können sich bei ihren Shopping-Ausflügen fachkundige Unterstützung an die Seite holen, damit der Kleiderschrank auch wirklich nur mit solchen Stücken gefüllt ist, die Lust aufs Tragen machen. Alexandra Poser hat für ihre Arbeit als Style-Beraterin, Shopping-Begleiterin und nicht zuletzt Schrank-Detektivin ihre ursprüngliche Berufung zwar ein Stück weit aufgegeben. Dennoch ist sie, das bringt ihre neue Geschäftsidee – die im Übrigen auf den klangvollen und vielversprechenden Namen „Schrankjuwelen“ hört – mit sich, weiterhin den Trends der Modewelt verbunden.

Nur kreiert sie diese nicht mehr selbst oder wirkt an ihrer Schöpfung mit. Dabei liegt das in jedem Fall auch in ihrem Kompetenzbereich, die Ausbildung zur Modedesignerin absolvierte die aus Thüringen stammende Poser ebenfalls an der Kunsthochschule in Halle. Anschließend zog es sie in die weite (Mode-)Welt, über Zwischenstationen in Hamburg, München, Radolfzell und London bei weithin bekannten Arbeitgebern wie Bogner, Schiesser, Iris von Arnim und Richard Kinloch führte der Weg letztlich aber doch wieder zurück nach Halle.

Inzwischen ist die Tätigkeit als Styling-Beraterin ein fest etabliertes Geschäft, vor vier Jahren hat sie sich damit in die Selbständigkeit verabschiedet. Nach einem neuerlichen Engagement an der Burg Giebichenstein für die Fächer Modegrafik und Modedesign wirkt sie außerdem als Illustratorin und freie Dozentin. Ihre Aufgabe als Stütze in Style-Fragen sieht Alexandra Poser im Übrigen nicht allein darin, für perfekt abgestimmte Outfits zu sorgen, sondern gleichzeitig das Gefühl für einen nachhaltigeren Modekonsum zu stärken.

Weniger ist eben doch auch bei Kleidung mehr und emotionale Sentimentalitäten sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass das eine oder andere Kleidungsstück in der Sammlung dort keine Existenzberechtigung mehr hat. Ihr Tätigkeitsfeld ist dabei auf die Stadt und die Region fokussiert, in der sie sich überaus heimisch fühlt. Wer sich ihr geschultes Auge und ihre über die Jahre angeeignete Stilsicherheit allerdings über die Stadtgrenzen Halles hinaus sichern möchte, kann das übrigens ebenfalls tun. Alexandra Poser steht deutschlandweit helfend an der Seite von unsicheren Shoppern.
 

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