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Wochenspiegel > Wittenberg > Regionalwettbewerb Jugend forscht bei der Bayer Bitterfeld >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 08.03.2018 um 13:23:35

Regionalwettbewerb Jugend forscht bei der Bayer Bitterfeld

Ein chemisches Thema beschäftigt sich mit der Altöl-Verwertung. 62 Jungforscher verblüffen mit ihren insgesamt 39 Ideen.

Bitterfeld (WS).
Viele kluge Köpfe bei Bayer Bitterfeld während der Präsentation der Nachwuchsforscher. 62 Schülerinnen und Schüler mit 39 Projekten aus den Bereichen Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik, Physik, Technik und Arbeitswelt. Unter dem Motto „Spring“ entsprangen in diesem Jahr viele wissenschaftliche Idee aus den Köpfen von Schülern. Die Jugend forscht-Ideen bei Bayer Bitterfeld hatten einiges zu bieten. Die Schüler kamen aus Schulen und Bildungsinstituten von Aschersleben, Gräfenhainichen, Halle, Havelberg, Jessen, Quedlinburg, Schulfporta und aus der Region Bitterfeld-Wolfen?

Keiner hat sich für den Wettbewerb beworben und das obwohl die Bedingungen in der Chemieregion ideal sind. Das Schülerlabor im TGZ (Technologie und Gründerzentrum) und auch die Unternehmen der Region bieten zahlreiche Projekte an. Fragt man beim Wettbewerb in die Runde woran es liegt, erntet man kollektives Schulterzucken. „Die Leistungen der jungen Menschen, die hier in Bitterfeld ihre Arbeiten vorstellten, sind sehr beachtlich. Sie machen deutlich, mit welcher Begeisterung Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Forschung betreiben und zeigen auf, wie wichtig eine nachhaltige Förderung mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts ist“, erklärte Dr. Christian Schleicher, Geschäftsführer der Bayer Bitterfeld GmbH bei der Besichtigung der Projekte. „Mein besonderer Dank gilt auch immer wieder den Betreuungslehrern, die das Interesse am Wettbewerb wecken“, so Schleicher weiterhin.

Die Region Bitterfeld begeht in diesem Jahr ein großes Jubiläum. Das Motto heißt „Wir leben Chemie“. Deshalb stand das Fachgebiet Chemie besonders im Fokus des Interesses. Zwei Schülerinnen und sechs Schüler starten mit sechs Projekten an. So beschäftigte sich Elisa Frenzel (17) von der Landesschule Pforta mit dem Thema Altöl-Verwertung, eine wichtige Betrachtung in Zeiten des vielseitigen Einsatzes aber auch der Verknappung des Rohstoffes.

Die Jungforscher stellten die Projekte einer Fach-Jury vor, die sich aus Lehrern, Dozenten und Wissenschaftlern zusammensetzt. Im Ergebnis werden die Sieger in den Altersklassen „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ ermittelt. Die Erstplatzierten messen sich dann auf dem Landeswettbewerb in Magdeburg mit anderen Jungforschern aus Sachsen-Anhalt. Die hier ermittelten Sieger erhalten eine Fahrkarte zum Bundeswettbewerb in Darmstadt vom 24. bis 27. Mai 2018. Favoriten auf das Siegerpodest kommen oft aus dem Paul-Gerhardt-Gymnasium Gräfenhainichen. In diesem Jahr beschäftigte sich André Linke (18) mit dem Problem der Rücknahme von Pappbechern für Coffee-to-go.

Diese Becher kommen in der Regel nicht aus Automaten. Eine manuelle Rücknahme wäre mit Personalaufwand verbunden. In Zeiten der Vermeidung von Abfall entwickelte André einen Pfandbecher-Rücknahme-Automaten. In Sekundenschnelle könnte das Pfand ausgezahlt werden. Fabian Völz (17) und Justin Gründling (16) aus dem Paul-Gerhardt-Gymnasium stellten eine Methode vor, um Abfälle aus 3D-Druckern über Filament-Extruder wiederverwendbar zu machen.

Jubiläum vor Ort: „125 Jahre Chemieregion“

Jannik Schimpf (12) und Tiberias Kotsch (12) vom Georg-Cantor-Gymnasium Halle gingen der Frage nach, wo die Gefahr für Schwimmer bei Gewitter größer wäre aufgrund des Salzgehaltes – im Toten Meer oder in einheimischen Gewässern.

Großer Zuspruch bei den Fachgebieten Physik und Arbeitswelt

Im Fachgebiet Physik beschäftigen sich die Jungforscher mit Themen wie z.B. mit der Messung von Umweltradioaktivität mit einem selbstgebauten Geiger-Müller-Zähler, mit Energiepark-Speichern oder mit CO2-Einsparung - oder sie untersuchten Verstaubungprozesse auf Glasoberflächen. Das Fachgebiet Arbeitswelt ist für Ideen zur Verbesserung des Arbeits- und Lebensumfeldes reserviert. Als Forschungsthemen beim Regionalwettbewerb wurden die Türen als Unfallquelle an Schulen erkannt, Lärmbelastungen und deren Minderung definiert sowie Socken erfunden, mit denen man ohne Schuhe zum Briefkasten laufen kann.

Coole Ideen in Technik, Mathematik, Geographie und Biologie

Im Fachgebiet Technik präsentierten Schüler aus zwei verschiedenen Gymnasien ein gemeinsames Projekt Sie planen eines Satelliten zu bauen zur Vorerkundung eines anderen Planeten. Sie nutzten als Modell eine Cola-Dose, die als Rakete mit Messeinrichtungen und Kamera konstruiert wurde. Andere Forscher entwickelten die Fahrradsicherung 4.0 oder analysierten die Leistungsfähigkeit von Quadrocoptern.

Im Fachgebiet Mathematik entwickelten die Jungforscher Rechnerprogramme, die eine optimale Fahrtroute für Logistik-Unternehmen herausfinden oder knifflige Zahlentheorien im Primzahlbereich ermitteln.

Im Fachgebiet Geographie untersuchen zwei Jungforscher aus der Kategorie „Schüler experimentieren“ die Zeichen der Eiszeit in der Region Halle oder simulierten die Entstehung von Gebirgen sehr anschaulich mit einfachen Mitteln.

Im Fachgebiet Biologie werden Forschungsprojekte vorgestellt, die sich mit Mensch und Tier, deren Schutz und Gesunderhaltung beschäftigen. In diesem Jahr erforschten Jonas und Elias Wohlrab die Wirkung von Sonnenstrahlen auf die Haut bei Anwendung von Sonnenschutzcremes. Sie stellten die These auf, dass ein Inhaltsstoff aus Champignons als Zusatz in Sonnenschutzcremes das Hautkrebsrisiko sowohl durch schwarzen als auch durch weißen Hautkrebs mindern könnte.

Cara Maria Nitsch (17) vom Elisabeth-Gymnasium Halle wies anhand von Versuchen nach, dass Kälteschmerz durch die Psyche unterschiedlich wahrgenommen wird. Durch eher heldenhaftes Präsentieren bei männlichen Probanden in der Öffentlichkeit wird der Schmerz später wahrgenommen. Andere Jungforscher stellten Papier aus Laub her, untersuchten das Leben der Tiere an und in der Elbe oder beschäftigten sich mit der Geschichte von Gelenkerkrankungen anhand von ausgegrabenen Knochenfunden.

Jugend forscht ist der größte Nachwuchswettbewerb in Deutschland. Er wurde durch den Stern-Chef-Redakteur Henri Nannen vor 53 Jahren gegründet. Die Bayer Bitterfeld GmbH ist seit dem Jahr 1997 Patenunternehmen mit viel Engagement und Freude.

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