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Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 03.05.2019 um 15:51:44

600 Jahre Holzdorf

Einer, der mit der 600-jährigen Geschichte seines Geburtsortes bestens vertraut ist, ist Manfred Lau. Die heimatkundlichen Vorträge des 80-Jährigen zu verschiedenen Themen erfreuen sich großer Beliebtheit.  Einer, der mit der 600-jährigen Geschichte seines Geburtsortes bestens vertraut ist, ist Manfred Lau. Die heimatkundlichen Vorträge des 80-Jährigen zu verschiedenen Themen erfreuen sich großer Beliebtheit.
Foto: Neßler
Und das aus gutem Grund. 600 Jahre wird der Ort, der heute ein Stadtteil
von Jessen ist.


Holzdorf (fn). Das Fest steigt vom 2. bis zum 5. Mai. Es beginnt am Donnerstag um 19 Uhr mit einem festlichen Trompetenkonzert unter Leitung und Mitwirkung von Thomas Brünnich, einem Berufsmusiker, der aus Holzdorf stammt. Der Freitag steht zunächst im Zeichen einer heimatkundlichen Lesung. Am Abend findet eine die 80er-Jahre-Discoparty statt.
Der Sonnabend des ersten Mai-Wochenendes wird sportlich mit einem Fußballturnier eröffnet. Am Samstagnachmittag steht der Höhepunkt der 600-Jahr-Feier von Holzdorf auf dem Programm. Um 13 Uhr beginnt der große Festumzug, anschließend gibt es eine Kaffeetafel für Jung und Alt, zudem gehören Spiel und Spaß mit Preiskegeln, einer Hüpfburg und einem Kinderkarussell zum Nachmittagsprogramm.
Am Abend kann wieder getanzt werden. Die Disko „Vulkan" aus Jüterbog sorgt für die Musik, außerdem gestalten die Mädchen und Jungen der Evangelischen Schule Holzdorf ein Programm. Für Unterhaltung werden zudem Mitglieder des Karnevalsclubs und des Bayernfanclubs Linda/Holzdorf sorgen.
   
Mit einem Frühschoppen am Sonntagmorgen gehen die Holzdorfer Festtage ihrem Ende entgegen. Aufspielen werden die „Seydaer Blasmusikanten". Einer, der mit der 600-jährigen Geschichte seines Geburtsortes bestens vertraut ist, ist Manfred Lau (Foto). Die heimatkundlichen Vorträge des 80-Jährigen zu verschiedenen Themen erfreuen sich großer Beliebtheit.

„Holzdorf wurde zwar 1419 erstmals urkundlich erwähnt", sagt Lau, „aber vermutlich ist der Ort noch 200 Jahre älter, nur fehlen die Belege dafür." Entstanden, und das ist verbrieft, ist Holzdorf als klösterlicher Wirtschaftshof. Mönche ließen seinerzeit in der waldreichen Gegend umfangreiche Rodungsarbeiten durchführen. Das Holz wurde über die Kremitz und die Elster abtransportiert. Der Ort bekam wegen seines Holzreichtums auch seinen Namen. Nach dem Holzdorf im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, erlebte es gut 200 Jahre später durch den Bau der Bahnstrecke Berlin/Dresden Mitte des 19. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung. Pendler strömten aus dem Umland in den Ort, der auch ein wichtiger Umschlagplatz für Güter aus der Region wurde. „Damals gab es in Holzdorf zahlreiche Geschäfte und sage und schreibe fünf Gaststätten", sagt Lau.
Heute ist Holzdorf vor allem wegen seiner jüngeren Geschichte überregional bekannt. Die ist eng verbunden mit dem Militärflugplatz. Der wurde ab Ende der 1960er Jahre errichtet. 1982 verlegte die Nationale Volksarmee das Jagdfliegergeschwader 1 von Cottbus nach Holzdorf. Der Flugplatz wurde in Dienst gestellt. Gleichzeitig entstand die Wohnsiedlung Holzdorf Ost. Der Fliegerhorst Schönewalde/Holzdorf, der nach der deutschen Wiedervereinigung von der Bundeswehr übernommen wurde, ist heute nach wie vor ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region ganz im Osten von Sachsen-Anhalt.

Mit der Geschichte von Holzdorf können sich Interessierte am Festwochenende auch im Heimatmuseum vertraut machen. Das wurde im März 2003 eröffnet. Verschiedene Exponate, die von Einwohnern zur Verfügung gestellt wurden, informieren dort tiefgründig über das Handwerk sowie die landwirtschaftliche Entwicklung rund um den Ort.

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