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Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 25.06.2019 um 16:12:47

Das Bauernvolk war immer mittendrin

Die historische Bauerngruppe „Wittenberg - Bauernvolk e.V.“, so die offizielle Vereinsbezeichnung, feierte wie das Stadtfest „Luthers Hochzeit“  in diesem Jahr ihr 25 jähriges Bestehen. Die historische Bauerngruppe „Wittenberg - Bauernvolk e.V.“, so die offizielle Vereinsbezeichnung, feierte wie das Stadtfest „Luthers Hochzeit“ in diesem Jahr ihr 25 jähriges Bestehen.
Foto: Antje Weiß
Rückblende auf 25 Jahre Höhen und Tiefen. 

Wittenberg (red). Das Wittenberger Bauernvolk war der erste historische Verein der Lutherstadt Wittenberg. Am 10. Fe-bruar 1994 wurde der Verein  im Vereinsregister Wittenberg registriert. 

Wurzeln gehen auf zwei Gegebenheiten zurück
Einmal waren es die Kontakte, die das Wittenberger Melanchthon-Gymnasium mit der Partnerstadt Bretten entfaltet hatte. Hier entstanden bis heute private Kontakte und eine Vereins-partnerschaft mit der Historischen Bauerngruppe Alt-Brettheim 1504. Zum anderen war es die 700 Jahr Feier der Verleihung des Stadtrechtes an die Stadt Wittenberg, die 1993 festlich begangen wurde. In deren Auswertung wurde ein jährlich wiederkehrendes Stadtfest angeregt, allen unter dem Namen „Luthers Hochzeit“ bekannt. In den Anfangsjahren gehörten Gewandete zum Stadtfest, wie die Bauern, noch zu den Exoten und wurden wie die Schausteller von allen Seiten bestaunt.

Bauernvolk in den ersten Jahren 
Die Vereinsgründung des Wittenberger Bauernvolkes ist dabei untrennbar mit der Familie Würzberg verbunden. Da sie beide als Lehrer an zwei Wittenberger Gymnasien (Cranach und Melanchthon) tätig waren, kamen die meisten Mitglieder und Initiativen aus diesen beiden Schulen. Zudem war das Wittenberger Bauernvolk in den ersten Jahren quasi ein „Familienunternehmen“. Die Eltern nahmen ihre Kinder mit, die frühzeitig mit dem „Bauernvolkvirus“ infiziert wurden. 
Die Jüngsten von damals sind heute selbst gestandene Mütter und Familienväter. Ihr Lebensmittelpunkt liegt kaum noch in der Region, sondern u.a. in Lübeck, Raum Stuttgart oder Berlin. Trotzdem kehren sie immer wieder zu den Ereignissen wie Stadt- oder Reformationsfest zurück, schlüpfen in die Gewänder, tanzen und singen oder tragen zur Beköstigung der Gäste bei. Andere Mitstreiter der Anfangszeit haben einen eigenen Verein gegründet. Hier wäre das Bauernvolk Eggersdorf e.V. bei Berlin zu nennen, die 1999 das „Licht der Welt“ erblickten. Seit dieser Zeit sind sie ständige Gäste beim Stadtfest und im Bauernlager der Wittenberger zu finden. 

25 Jahre haben Spuren hinterlassen 
Das Gros der aktuellen Mitglieder ist sprichwörtlich bereits ergraut. Auf einige sehr aufwendige Dinge wurde zum Stadtfest verzichtet oder man hat sich davon getrennt. So wird die Scheune, über ein Jahrzehnt ein Markenzeichen und Treffpunkt auf dem Kirchplatz heute vom Fanfarenzug auf der Schlosswiese weitergenutzt. 
Das Bauernvolk organisierte jahrelang den Pestumzug am Freitagabend mit großem Leiterwagen. Seit 2018 wurde darauf verzichtet. Auch der beliebte Backstand wird heute nur noch zum Töpfermarkt und Reformationsfest hergerichtet.

Höhepunkte 
Die Anfänge auf dem Schlosshof waren mit einer aus den Resten der historischen Stadttore von 1983 gefertigten Hütte verbunden. Dazu wurden Klemmkuchen, Hans-Sachs-Aufführungen der Theatergruppe des LCG und Allerlei aus der Cranach-Apotheke feilgeboten. 
Mit dem fast Alleinstellungsmerkmal gebrandmarkt, erhielt das Wittenberger Bauernvolk vielfache Anfragen. In den 90er Jahren hätte ab Frühjahr bis in den Herbst hinein fast jedes Wochenende eine Veranstaltung wahrgenommen werden können. Höhepunkte waren die von Ulrich Pfingsten entwickelten Konzepte der nachgestellten Reise Luthers nach Worms (1996), die Nonnenflucht (1999), die 200-Jahr-Feier von Springfield/Ohio 2001, die Fahrten nach Sulmona (2003-2005) oder Haderslev (seit 2005). Deutschlandfeste, Sachsen-Anhalt-Tage, Dorf- und Stadtfeste in nah und fern gehörten dazu. Eisleben, Eisenach, Dresden, Berlin - das Bauernvolk war immer mittendrin. Der letzte große Auftritt des Wittenberger Bauernvolkes mit komplettem Lager außerhalb der Region war 2007 zur 825-Jahrfeier in Sennewitz. 

Heute entsteht zum Stadtfest am Kirchplatz mit dem Bauernlager fast ein kleines Dorf aus Ständen und Hütten. Vom ursprünglichen Streichelzoo mit Ziegen, Hühnern und Lämmern blieb aktuell nur das organisierte Hähnekrähen am Samstagvormittag übrig.

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