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Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 09.08.2019 um 17:19:36

Konjunkturumfrage beim Handwerk für das zweite Quartal 2019: Geschäftslage ist gut

Geschäftsführer Volker Ciesiolka  und Azubi Tim Leser stellen bei PS Union einen Streetscooter vor. Geschäftsführer Volker Ciesiolka und Azubi Tim Leser stellen bei PS Union einen Streetscooter vor.
Foto: S. Richter
 E-Fahrzeuge sind keine Renner in den Handwerksbetrieben.

Halle  (sr). Mehr als die Hälfte der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Halle schätzt ihre Geschäftslage als gut ein (58 Prozent), so ein Fazit, das Kammerpräsident Thomas Keindorf aus der Konjunkturumfrage für das zweite Quartal des Jahres ziehen konnte. Sie haben über acht Wochen Vorlaufzeit, sind im Durchschnitt zu 90 Prozent ausgelastet und die Gewerke auf dem Bau haben immer noch Hochkonjunktur.

Doch dann kommt das Aber. „Die Betriebe finden nicht genügend Personal, ihre Anzahl nimmt ab, weil es keine Nachfolger gibt“, so Keindorf weiter, „und es gibt zu wenige Azubis fürs Handwerk“. Die Handwerkskammer Halle konnte zum Ausbildungsstart am 1. August 799 neue Lehrlinge in die Handwerksrolle eintragen. Das seien zwar  mehr als im vergangenen Jahr, aber immer noch zu wenig, um die altersbedingten Abgänge aus den Unternehmen kompensieren zu können.

Beim Vorstellen des Konjunkturberichtes machte der Kammerpräsident deshalb auf die handwerkspolitischen Forderungen aufmerksam und rief unter anderem zu mehr Berufsorientierung auf das Handwerk auch in den Gymnasien auf. Kritik übte er daran, dass die Kosten für die Berufsausbildung bei den Azubis und den Betrieben liegen, ein Studium aber staatlich finanziert wird. Er könne  sich vorstellen, dass auch Azubis - so wie Studierende - über ihre Eltern krankenversichert sind, dass es ein Azubi-Ticket so wie das Semesterticket für Studierende gibt oder dass man das Schulgesetz so weit ändert, dass Auszubildende die dem Wohnort am nächsten gelegene Berufsschule besuchen können. Auch sollte die 2004 für viele Berufe abgeschaffte Meisterpflicht wieder eingeführt werden. Denn viele kleine, oft Ein-Personen-Betriebe können gar nicht ausbilden.

Elektrisch unterwegs

Ein Thema der Konjunktur-Umfrage war dieses Mal auch die Elektromobilität im Handwerk. „Das ist kein Renner“, musste die Handwerkskammer konstatieren. Nur zwei Prozent der befragten Unternehmen nutzen derzeit E-Fahrzeuge oder haben vor, bis Ende des nächsten Jahres solche anzuschaffen. Mehr Gründe sprechen dagegen als dafür. „Eine zu geringe Reichweite, zu teuer, es gibt keine Kleintransporter und die Ladestruktur in der Region ist noch nicht ausreichend“, zählte Thomas Keindorf einige der Argumente auf, die die Betriebe gegen Elektrofahrzeuge vorgebracht hatten. Besonders das Bauhandwerk habe auf fehlende branchenangepasste Fahrzeugmodelle verwiesen und die Gewerke für den gewerblichen Bedarf gaben den hohen Anschaffungspreis als Grund für die geringe Nutzung an.

An ein Umdenken appellierte Volker Ciesiolka, Geschäftsführer der PS Union Halle, in dessen Autohaus die Handwerkskammer zum Konjunkturpressegespräch eingeladen hatte. „Für die komplette E-Mobilität fehlt noch die Infrastruktur“, betonte er, „deshalb sollten verschiedene Antriebsarten nebeneinander bestehen“. Aber wer viele kurze Wege zu den Kunden hat, fährt elektrisch einfach umweltfreundlicher. „Und es gibt auch schon leistungsstarke Kleintransporter“, stellte er Fahrzeuge aus seinem Fuhrpark vor, „die werden beispielsweise von kommunalen Unternehmen genutzt, von der Post und auch für die Zustellung der Mitteldeutschen Zeitung“.

Und elektrisch fahren nicht nur Autos mit einer aus dem Stromnetz voll geladenen Batterie. Eine Alternative ist Wasserstoff, der allerdings direkt eingespritzt keine hohe Effektivität erzielt, in Kombination mit einer Brennstoffzelle aber auch ein Antrieb für die Zukunft ist. „Leider hat sich Deutschland schon vor zehn Jahren aus der Forschung dazu zurückgezogen“, so Ciesiolka, „heute dominieren auf diesem Gebiet die asiatischen Fahrzeughersteller“. Dass dieser Markt boomt, zeigt die Tatsache, dass Wasserstofffahrzeuge bis 2020 weltweit ausverkauft sind.

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