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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 31.03.2020 um 16:05:57

Hilfspaket für das Handwerk: Insolvenzen sollen verhindert werden

Auch Handwerksbetriebe kommen durch den Corona-Virus in finanzielle Schieflagen. Auch Handwerksbetriebe kommen durch den Corona-Virus in finanzielle Schieflagen.
Foto: Gerd Altmann/Pixabay.com
In Folge der Corona-Krise geraten viele Handwerksbetriebe in eine Schieflage. Die Handwerkskammer Halle listet  Hilfsmöglichkeiten auf, die Betriebe in Anspruch nehmen können.

Halle (red).
Die Schutzschirme von Bund und Ländern werden stetig angepasst. Die im Folgenden genannten Hilfsmaßnahmen gelten mit Stand vom 25. März 2020. 

Laut Angaben der Landesregierung von Sachsen-Anhalt sollen sich alle von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen zunächst an ihre Hausbank wenden. Geeignete und gängige Maßnahmen bei temporären Liquiditätsproblemen im Unternehmen bestünden grundsätzlich in der Verlängerung der Kreditlaufzeiten und Tilgungsaussetzungen. Im zweiten Schritt können die Unternehmen mit ihrer Hausbank  auf die Investitionsbank Sachsen-Anhalt oder die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt zugehen. Mit rund 205 Millionen Euro der Bürgschaftsbank und Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt werden Kredite in Höhe von insgesamt rund 390 Millionen abgesichert. 

Kurzarbeitergeld
Kurzarbeitergeld kann gegenüber der örtlichen Arbeitsagentur beantragt werden. Es wegen Corona wird rückwirkend zum 1. März 2020 gezahlt. Vor der Beantragung von Kurzarbeitergeld aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus müssen Betriebe die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen für die Leistung erfüllt sind.  Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen hat die Bundesregierung  den Zugang zur Kurzarbeit erleichtert. So sollen Unternehmen das Kurzarbeitergeld  jetzt schon nutzen können, wenn zehn Prozent der Belegschaft von Arbeitsausfall betroffen sind. Bislang liegt die Schwelle bei einem Drittel. Arbeitgeber sollen bei Kurzarbeit die Sozialversicherungsbeiträge, die sie normalerweise zahlen müssen, künftig vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet bekommen.     Außerdem sollen auch Leiharbeiter in Kurzarbeit gehen können. Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden soll verzichtet werden. Die Neuregelungen sollen im April 2020 in Kraft treten. 

Die Bundesagentur für Arbeit hat darüber hinaus weitere Erleichterungen beim Antragsverfahren beschlossen: So genügt bei der Anzeige des Arbeitsausfalls eine Glaubhaftmachung der Ursachen mit Nachweisen in einfacher Form. Auch muss der Antrag nur für den ersten Monat abgegeben werden. In den Folgemonaten reicht die Einreichung von Kurzanträgen zusammen mit den Abrechnungslisten, außer für den Fall, dass sich Änderungen ergeben. Die Abschlussprüfungen (ob die Voraussetzungen für KUG tatsächlich vorlagen) werden verschoben, bis die krisenhafte Situation beendet ist.

Einmaliger Zuschuss 
Für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler stellt der Bund 50 Milliarden Euro bereit, um unbürokratische Soforthilfe zu gewähren. Damit werden einmalig für drei Monate Zuschüsse zu Betriebskosten bewährt, die nicht zurückgezahlt werden müssen: Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten bis zu 9.000 Euro;     Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhalten bis zu 15.000 Euro. Darüber hinaus erhalten Selbstständige leichter Zugang zur Grundsicherung, damit Lebensunterhalt und Unterkunft gesichert sind. Die Vermögensprüfung wird für sechs Monate ausgesetzt, Leistungen sollen sehr schnell ausgezahlt werden.

Nicht zuletzt, können Selbstständige, Arbeitnehmer sowie Firmeninhaber für ihre Mitarbeiter, die in Quarantäne geschickt wurden, den Verdienstausfall bzw. die Lohnfortzahlung geltend machen (Entschädigung nach Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes). Das örtliche Gesundheits- bzw. Bürgeramt gibt Auskunft, bei welcher Behörde der Antrag gestellt werden muss.

Steuermaßnahmen 
Betriebe, denen Umsatz weggebrochen ist, sollten  beim Finanzamt sofort eine Herabsetzung ihrer Vorauszahlungen für Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer auf Null beantragen. Das soll laut Bundesfinanzminister  jetzt unbürokratisch gewährt werden. Außerdem können von der Corona-Krise betroffene Unternehmen die Möglichkeit der Steuerstundung nutzen. Bis zum 31. Dezember 2020 wird dabei auf Stundungszinsen verzichtet. Bis zum gleichen Datum werden zudem Vollstreckungsmaßnahmen ausgesetzt. 

Zusätzlich hat das Landesfinanzministerium steuerliche Maßnahmen beschlossen, um Unternehmen (und Privatkunden) zu unterstützen, die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Die Investitionsbank (IB) hilft dabei. Im Wesentlichen geht es auch hier um Stundungen und Tilgungsaussetzungen, um Vollstreckungsaussetzung, Verzicht auf Kreditkündigungen und Instrumente für den Insolvenzfall.

KfW-Hilfen
Auch über die staatliche KfW wird ein Hilfsprogramm zur Verfügung gestellt, um Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler mit Liquidität zu versorgen. Dazu stellt die KfW in unbegrenztem Volumen verschiedene Kreditprogramme bereit. Dies lindert gerade für kleine und mittelständische Unternehmen unverschuldete Finanznöte. Betroffene Unternehmen erhalten Zugang zu  KfW-Krediten über ihre Hausbank. Dort können sie bei Bedarf auch auf das Instrument von Bürgschaften zurückgreifen. Auszahlungen erfolgen schnellstmöglich. Eine einfache  Antragsbearbeitung soll sichergestellt werden. Sollte über die Banken und Sparkassen keine Finanzierung möglich sein, kann die Investitionsbank Sachsen-Anhalt finanzielle Hilfe leisten. 

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