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Wochenspiegel > Wittenberg > Überbrückung von Trockenzeiten >
Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 04.09.2020 um 15:57:51

Überbrückung von Trockenzeiten

(v.l.) Guido Puhlmann (Leiter des Biosphärenreservats ), Brigitte Mang (Direktorin Kulturstiftung), Maik Strömer (Bürgermeister Oranienbaum-Wörlitz) und Barbara Schulze (Ingenieursgesellschaft). (v.l.) Guido Puhlmann (Leiter des Biosphärenreservats ), Brigitte Mang (Direktorin Kulturstiftung), Maik Strömer (Bürgermeister Oranienbaum-Wörlitz) und Barbara Schulze (Ingenieursgesellschaft).
Foto: Foto: KsDW Peter Dafinger
Projekt zur Verbesserung der Wasserverhältnisse auf den Auenflächen. 

Oranienbaum-Wörlitz (red). Das Biosphärenreservat Mittelelbe gab 2019 eine Untersuchung in Auftrag, die sich den Möglichkeiten der Verbesserung des Wasserrückhalts um Wörlitz herum widmete. Das Ziel soll eine bessere Überbrückung von Trockenzeiten sein, wie sie in den Sommern 2018 und 2019 auftraten.
  Die Projektbearbeitung ist in enger Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz (KsDW) und dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz erfolgt. Die  Auenflächen bei Wörlitz sind Bestandteile der UNESCO-Welterbestätten „Gartenreich Dessau-Wörlitz“ sowie „Biosphärenreservat Mittelelbe“. Sie verfügen über  drei Natur- und  zwei Landschaftsschutzgebiete,  ein Flora-Fauna-Habitat, ein EU-Vogelschutzgebiet und viele Flächen mit Denkmalschutzstatus. 
Die beiden heißen und trockenen Sommer von 2018 und 2019 hatten weitreichende Auswirkungen: Die intensive Verdunstung über Bodenflächen, Pflanzen und Oberflächengewässer verursachte sehr hohe Wasserverluste, was zu einem stärkeren Austrocknen der Oberböden, einem Abfallen des Grundwasserspiegels und zum Trockenfallen zahlreicher Oberflächengewässer führte. Die Niederschläge der darauffolgenden Winter 2018/19 und 2019/20 reichten nicht aus, um die als Wasserspeicher fungierenden Böden und den Grundwasserspiegel wieder zur Gänze aufzufüllen. Weitere natürliche sowie durch Menschen verursachte Prozesse wie die Sohl-erosion der Elbe oder die Verkleinerung bzw. Zerstörung der ehemals großen Auenlandschaften entlang der Flüsse wirken sich zusätzlich negativ auf den regionalen Wasserhaushalt aus. Während die menschengemachten Veränderungen weder innerhalb kurzer Zeit noch durch kleinräumiges Handeln rückgängig gemacht werden können, bleibt nur das Bestreben nach einer Erhöhung der Wasserspeichermengen im Boden und im Grundwasser als Lösungsoption.
Die aus der Untersuchung abgeleiteten Maßnahmen haben nicht nur Potenzial für die lokale Erhöhung der Grundwasser- und Oberflächenwasserspiegel, sondern auch für die Revitalisierung und Entwicklung der Elbauen.
Aus den im Projekt aufbereiteten Maßnahmen sei folgendes Beispiel genannt: Der Fließgraben führt überwiegend Entwässerungs- und Niederschlagswasser schnell in die Elbe ab. Es ist geplant, Teile dieses Wassers durch die Anhebung der Wasserspiegel des Fließgrabens und seiner Verbindungsgewässer zurückzuhalten und im Boden sowie Grundwasser einzuspeichern. Zusätzlich stehen hierfür Vernässungsbereiche in natürlichen Bodenvertiefungen wie Senken oder Flutrinnen bereit. Die Erhöhung der Speichermenge wird durch eine Aufhöhung von vorhandenen Sohlgleiten im Fließgraben sowie die Errichtung weiterer Sohlgleiten erreicht.

Weitere Projekt sind seitens des Biosphärenreservates  in Kooperation mit der Kulturstiftung  in Planung.
 

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