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Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 24.04.2014 um 18:30:02

Die „Kleine Friedensfahrt“ ist ganz groß im Rennen

 Bert Grabsch wird am 3. Mai, ab 19.35 Uhr im Rahmen der Siegerehrung des Elite-Rennens auf dem Marktplatz verabschiedet. Bert Grabsch wird am 3. Mai, ab 19.35 Uhr im Rahmen der Siegerehrung des Elite-Rennens auf dem Marktplatz verabschiedet.
Foto: Wolfgang Gorsboth Galerie (1 Bild)
Neuer Teilnehmerrekord?

Am 3. Mai können sich Mädchen und Jungen einmal fühlen wie echte Profis.

Wittenberg (wg)
. Für die „Kleine Friedensfahrt“ um den Advocard-Cup, dem Nachwuchsrennen im Rahmen der „Wittenberger Radsporttage“, können sich ab sofort Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren melden. Start ist am 3. Mai, 15.30 Uhr, am historischen Markt. „Mit dem Rennen wird an die 1948 ins Leben gerufene Internationale Friedensfahrt erinnert, deren Etappen häufig auch durch Wittenberg führten“, berichtet Thomas Döring, der den Wettbewerb im Auftrag des Kreissportbundes (KSB) Wittenberg organisiert. 

Die Schüler der Diesterweg-Grundschule sind schon ganz heiß auf das Nachwuchsrennen, von 2010 bis 2013 stellten sie jeweils die mit Abstand meisten Teilnehmer. „Insgesamt nahmen im vergangenen Jahr 143 Mädchen und Jungen teil, ein neuer Rekord, den wir in diesem Jahr noch überbieten wollen“, wünscht sich Döring. Der Verein und die Schule mit den meisten Teilnehmern bekommen jeweils eine Geldprämie: 100 Euro für Platz eins, sowie 50 Euro und 30 Euro für Platz zwei und drei. „Wir haben an alle Schulen im Landkreis den gerade druckfrisch erschienenen Flyer verschickt, um auf das Nachwuchsrennen aufmerksam zu machen“, so Döring. Nach der Kleinen Friedensfahrt für Kinder gehen Erwachsene mit Handicap an den Start.

Viele Radsportfreunde werden den abgesperrten Rundkurs durch die Altstadt säumen und die Kinder begeistert anfeuern. Denn unmittelbar danach startet das Jedermann-Rennen und anschließend kämpfen die Profi-Fahrer auf der gleichen Stecke um den Sieg des „Generali-Cup“. Die Elite der Radsportszene startet um 18.15 Uhr auf den Rundkurs durch die Altstadt.

Die Wertungen erfolgen in den entsprechenden Altersklassen, getrennt nach Mädchen und Jungen. Die sechs- bis neunjährigen Kids absolvieren eine Altstadt-Runde über die Distanz von 2,1 Kilometern, die Zehn- bis Vierzehnjährigen fahren zwei Runden mit zusammen 4,2 Kilometern. Für alle Kinder gibt es eine Teilnehmer-Medaille, die Plätze eins bis drei jeder Altersklasse erhalten einen Pokal, außerdem stehen etliche Sachpreise zur Verfügung, gespendet von hiesigen Gewerbetreibenden.
Mädchen und Jungen, die an der „Kleinen Friedensfahrt“ teilnehmen wollen, benötigen ein verkehrssicheres Fahrrad, Rennräder oder so genannte Speed-Bikes sind nicht erlaubt. „Wegen der sportlichen Fairness sind nur normale Fahrräder zugelassen, damit alle Kinder die gleichen Chancen haben“, betont Döring. „Das Tragen eines Fahrradhelms ist Pflicht, da gehen wir keine Kompromisse ein!“

Anmeldung

„Ab heute funktioniert die Online-Anmeldung wieder“, entschuldigt sich Döring für ein Software-Problem, weshalb die meisten der bis jetzt getätigten Anmeldungen verloren gegangen sind. Wer noch keine Bestätigung per E-Mail erhalten hat, sollte sich unbedingt noch einmal anmelden. Anmeldungen werden bis einschließlich 30. April erbeten – entweder auf dem Formular im Flyer oder direkt beim KSB online unter www.wittenberger-radsporttage.de. Die Ausgabe der Startnummern erfolgt am 3. Mai, von 13.30 bis 14.30 Uhr, im Alten Rathaus. Dabei werden auch die Transponder verteilt, die beim Rennen eine Echtzeitmessung für jeden Teilnehmer ermöglichen – ganz wie bei den Profis. Es wird keine Startgebühr erhoben.

Elite-Rennen

Beim Elite-Rennen geht auch John Degenkolb vom Team Giant-Shimano an den Start. Der 25-Jährige wurde vor einer Woche Zweiter beim berüchtigten Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix, der über 257 Kilometer auf Straßen mit Kopfsteinpflaster aus Napoleons Zeiten führt. Platz eins wäre der erste deutsche Sieg nach 118 Jahren gewesen. „Degenkolb gehört zu einer neuen Generation von jungen deutschen Radprofis, die für einen sauberen Sport ohne Doping eintreten“, berichtet René Stepputtis vom KSB. Ebenfalls an den Start gehen unter anderem Rick Ampler, Rick Zabel und Nico Heßlich. Zur Siegerehrung um 19.35 Uhr wird Bert Grabsch verabschiedet: Der aus Seegrehna stammende Radrennfahrer, 2008 Weltmeister im Einzelzeitfahren im italienischen Varese, hat nach 15 Jahren seine Profi-Karriere beendet.





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