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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 02.09.2016 um 14:52:05

Missliche Chancenverwertung erneuter Stimmungskiller

Union Sandersdorf Stürmer Dan Lochmann klebt derzeit das Schusspech an den Stiefeln (grün). Union Sandersdorf Stürmer Dan Lochmann klebt derzeit das Schusspech an den Stiefeln (grün).
Foto: Holger Bär
Kein frühes Geschenk zum 30. Geburtstag von Kapitän Rico Gängel. Sandersdorfs Trainer Mike Sadlo schüttelt nach Spiel mit den Kopf und ist fassungslos.
 
Sandersdorf (hb/ts). Da waren sie wieder, die Symptome des Barleben- Spiels vom 1. Spieltag. Die Kicker von Union Sandersdorf nebst ihrem Trainerteam und Betreuerstab haderten diesmal beim ersten Auswärtsauftritt erneut mit der eigenen Chancenverwertung. Das Auslassen bester Möglichkeiten bestrafte ein Brandenburger SC Süd 05 in aller härtester Form. Die Havelstädter besaßen an diesem 3. Spieltag der NOFV Oberliga Süd in René Görisch einen Vollstrecker, welcher aus den wenigen herausgespielten Möglichkeiten der Gastgeber das optimale machte. Brandenburg Süd gewann den Heimauftritt mit einem 2:1, und die Sandersdorfer schauten erneut dem mindestens einen verdienten Punkt hinterher. „Wir müssen hier 2:0, vielleicht sogar 3:0 führen“, schüttelte Mike Sadlo nach dem Spiel mit dem Kopf. Sandersdorfs Trainer hatte sichtliche Probleme, mit dieser in ihrer Art so unnötigen Niederlage gegen den Staffelneuling umzugehen.

Und dabei fing alles optimal an diesem für alle Sportler so brütend heißen Wochenende an. Versuchten es die Platzherren zweimal kompromiss- und gleichsam erfolglos aus der Distanz, so jubelte Union im ersten richtigen Anlauf. „So ein Gurkending“, hallte es danach gereizt von der Brandenburger Fantribüne.

Tim Hoffmann wurde steil auf die Grundlinie geschickt. In seine scharfe Flanke grätschte Brandenburgs Innenverteidiger Tom Mauersberger. Der Ball bekam abgefälscht solch Drall über Brandenburgs Schlussmann Sven Roggentin hinweg zum langen Pfosten, dass der durchstartende Moritz Alicke per Kopf aus zwei Metern keine Mühe mit der Sandersdorfer Führung hatte (0:1/15.). Dan Lochmann musste nach Steilpass umgehend nachlegen. Im Versuch, Keeper Roggentin zu umkurven, roch dieser den Braten und krallte sich die Kugel (17.). Die Hausherren schienen etwas beeindruckt, denn Sandersdorf machte seine Sache bis dato blendend. Doch folglich fing der Schlendrian an, sich in das Unionspiel einzuschleichen. Erst versemmelte Uniontorwart Tom Hermann am Fuß den Ball.

Görisch traf da noch völlig blank stehend von der Strafraumgrenze Richtung leeres Tor nur den Querbalken. Gegenüber war erneut Union am Drücker. Doch Hoffmann- er spielte im Sommer bei einigen anderen Vereinen vor und fand den Weg wieder zurück nach Sandersdorf- bekam die Kugel im Strafraumgewühl bei vier Metern nicht vollends zum Hineinschieben vor die Füße.

Brandenburgs Keeper Roggentin war es in der Phase, der seine Heimelf vor Ärgerem bewahrte. Das Spiel gestaltete sich beiderseits sehr laufintensiv und bot Mitte der ersten Spielhälfte reichlich Strafraum- und auch Torszenen. Nutzen sollte diese aber mit dankbarer Sandersdorfer Hilfe einzig der Brandenburger SC Süd. Görisch nicht frühzeitig attackiert, zog dieser den Ball am Fuß quer vor den Strafraum. Den Flachschuss gestattete man dem Stürmer der Havelstädter auch noch. Hermann im Uniontor war machtlos (1:1/30.). Als wäre dies nicht genug- Sandersdorf zeigte sich bis dato deutlich gefährlicher in der Offensive- versenkte Görisch noch völlig ungedeckt eine Maßflanke per Kopf diagonal in die Maschen (34.).

Das Spiel drehte sich binnen dreieinhalb Minuten zu Ungunsten der eigentlich ansehnlicher auftretenden Sandersdorfer, die es abermals verpassten, Kapital aus ihren Hochkarätern zu schlagen. Nicky Ebert legte die Kugel von der Grundlinie auf den Elfmeterpunkt zurück. Lochmanns gewaltiger Abschluss traf einen der beiden vor der Linie postierten Verteidiger der Hausherren. Sandersdorfs Trainer Mike Sadlo blieben an diesem Tage nicht viele Alternativen.

Timo Breitkopf als kantiger Antreiber im Mittelfeld sowie der letztmalige Doppeltorschütze Stephan Eberhard laborierten amit Knieproblemen. Ganze fünf Akteure stellte Sandersdorfs Trainer auf Bitten zur 2. Mannschaft in die Landesliga ab. Dort fehlten Union II sieben eigene Spieler, während Gegner Lüttchendorf einer Verlegung auf Sonntag nicht zustimmte. Mit Christian Brenner und Kevin Oertel sorgten wenigstens zwei der abgestellten Akteure aus dem Oberligakader für einen 2:0- Heimsieg der Sandersdorfer Reserve in der Landesliga Süd.

Mit Seitenwechsel stand die Frage, wie beide Teams dieses Tempo bei diesen Temperaturen durchstehen wollen. Gleichzeitig fragte man sich bei Union aber auch, ob die Mittel zum eigenen Zurückkommen reichten. Die Brandenburger versuchten die sprichwörtlichen Körner zu sparen, verließen ihre Spielhälfte mit Wiederbeginn zunächst kaum noch. Man stand massiv in der Defensive und ließ die Sandersdorfer kurbeln. Union aber fand die berühmte Lücke nicht. Gegen eine nun aufgerückte Gästemannschaft fuhren die Platzherren sporadische Konter, wo Union zweimal mit Fortuna im Bunde stand. Doppeltorschütze René Görisch passte quer auf den eingewechselten Marko Görisch.

Hermann im Uniontor winkte den Ball mit letzten Einsatz an den Pfosten. Nachdem der spritzige Alexander Eirich bei zwei Tempogegenstößen den Sack für die Gastgeber vergaß zuzubinden (75./83.), musste Unionstürmer Lochmann den einen so verdienten Punkt klar machen. Der Ball fiel ihm in sieben Meter vor dem Tor ideal vor seinen starken linken Fuß. Volley schoss der Sandersdorfer hoch ins Hintertor- Fangnetz, was letztlich die 1:2- Niederlage endgültig besiegelte (88.).
Nun gastiert Union Sandersdorf am kommenden Samstag im Landespokal beim alten Rivalen FC Grün- Weiß Piesteritz.
 

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