Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Wittenberg > Sport > Angstgegner Bernburg besiegt >
Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 29.09.2016 um 10:54:22

Angstgegner Bernburg besiegt

Mister Kunstschuss- Der doppelte Timo Breitkopf (re.) entscheidet sehenswert die Partie. Mister Kunstschuss- Der doppelte Timo Breitkopf (re.) entscheidet sehenswert die Partie.
Foto: Holger Bär
Wichtige Derbypunkte auf Sandersdorfer Konto. Tore der Marke Sonntagstreffer auf Seiten der Sandersdorfer Mannschaften.

Sandersdorf (hb/ts).
Auf Tore aus der absoluten Distanz Marke „Tor des Jahres“ warten die Fans manchmal zwei, drei Spielzeiten lang. Der ein oder anderen Sanderdorfer Fan bekam binnen acht Tagen drei solcher „Kunstwerke“ zu sehen. Im Landesliga- Heimspiel gegen Farnstädt schaute deren Keeper Robert Höllriegel im vorwöchentlichen Freitagabendspiel einem 38m- Geschoss mit Zwischenstation Innenpfosten von Jörg Marose aus Sandersdorfs Zweiter hinterher. Einen Tag später kassierte Tom Niclas Hermann im Gehäuse von Oberligist Union Sandersdorf I das 0:2 durch Rudolstadts Marco Riemer direkt vom Rande des Anstoßkreises.

Im Derby gegen Askania Bernburg reihte sich Timo Breitkopf nun in jene Gilde der Kunstschützen ein. Hatte Sandersdorfs Mittelfeldmann bereits per Kopf für die Führung gesorgt (29.), so traf der beidfüßig starke Akteur in der dritten Minute der Nachspielzeit aus gut 45 Metern über TVA- Schlussmann Patrick Baldauf hinweg zum 2:0- Endstand ins Netz der Saalestädter.

Der SG Union Sandersdorf sah man glatte zwanzig Minuten an, dass die Mannschaft vorausgegangene drei Niederlage am Stück psychisch zu bewältigen hatte. Auf eigenem Grün schien das Spiel der Sadlo- Truppe eine lückenlose Fehlerkette. Die Leichtigkeit schien den Unionern völlig abhandengekommen. Die Angst vor den eigenen Fehlern regierte in diesem Kellerduell der Oberliga Süd auf beiden Seiten.

Jedoch schien sie beim Gastgeber nochmal ein gutes Stück größer zu sein. Die Gäste aus dem Salzlandkreis zeigten die deutlich breitere Brust und fuhren- wenn man davon reden konnte- anfangs die klarere Linie. Der zählbare Erfolg wollte sich beim TV Askania Bernburg jedoch nicht einstellen. Denn zu direkten Torraumszenen kamen die Spieler von Lucian Ioan Mihu auch nicht. Der Rumäne musste aus seiner Coachingzone dann mit ansehen, wie Union Sandersdorf direkt vor seiner Nase einen ersten verheißungsvollen Angriff inszenierte. Stephan Eberhard nutzte seine Geschwindigkeit und legte lang parallel zum Tor quer. Nicky Ebert- kurz zuvor erstmals Vater geworden- traf nur das Außennetz (21.).

Dieser Angriff sollte mehr als nur Sandersdorfer Signalwirkung besitzen. Irgendwie schienen die Gastgeber zu begreifen, dass man selbst zu anständigem Fußball fähig ist, und dass die Bernburger Gäste verwundbar waren. Das Sandersdorfer Spiel bekam ab diesem Zeitpunkt eine stetig steigende Leistungskurve. Jeder begann, für den anderen zu rackern. Der Erfolg sollte sich einstellen, wenn auch vorerst nur per Standard.

Hatte Union zuletzt gegen den FC Carl Zeiss Jena II das Tor zur 0:1- Niederlage nach Eckball am sträflich verwaisten langen Pfosten kassiert, so erging es Bernburg diesmal ebenso. Dann Lochmann zirkelte die Kugel weit hinein. Die Kugel zischte durch –zig Spieler aus beiden Lagern. Timo Breitkopf reagierte, und drückte den Ball am zweiten Pfosten ins Netz (1:0/29.).

Bernburg schien völlig geschockt, sollte bis zur Halbzeit und weit darüber hinaus folglich kaum noch stattfinden. Nach einer Ebert- Flanke zeigte sich Stephan Eberhard im Abschluss zu unkonzentriert. Der junge Unionstürmer verzog über das TVA- Tor (48.). In der zweiten Halbzeit gab es so einige Schlüsselszenen. Sandersdorf präsentierte sich als zielstrebige Einheit, zeigte dem eigenen Publikum den Willen und auch die gewisse Qualität. Auch wenn dabei lang nicht alles klappte. Doch man ließ die größten Chancen liegen und hielt mit dem mageren 1:0 im Rücken damit die Spannung permanent aufrecht. Bernburg kam nur zu zwei Chancen.

Einen Wackler nach Eckball bereinigte Sandersdorfs wieder Kilometer fressender Georg Cholewa per Befreiungsschlag (65.). Zuvor hatte sich mit Mihu der Gästertrainer selbst als Fädenzieher ins zentrale Mittelfeld eingewechselt. Er konnte einige kleinere Kombinationen ankurbeln, mehr aber auch nicht. „Wie kann das sein, dass ich hier noch den ein oder anderen guten Pass spiele, meine Männer dazu aber nicht fähig sind“, wetterte der 33- Jährige völlig enttäuscht vom Auftreten seiner Elf noch weit nach Abpfiff.

Kurz vor Ultimo machte eine verunglückte, weil zu kurze Rückgabe von Vincent Mustapha die Sache nochmals spannend. Unionkeeper Hermann klärte in letzter Instanz. „Jetzt hat er zwar einen schmerzenden Unterkiefer, aber genau der hat uns gerettet“, freute sich Sandersdorfs Mannschaftsarzt Peter Glaß, der das getroffene Kinn des Schlussmanns behandeln musste (86.). Während der Magdeburger Schiedsrichter Steffen Hösel in vielen Aktionen die Leine verdammt lang ließ und das Publikum bereits schäumte, vergab Dan Lochmann zweimal die Entscheidung. Von der Grundlinie von Vilius Jankunas präzise im Rückraum bedient, klärte zuerst ein Abwehrbein (69.).

„Was soll ich denn noch machen“, lächelte der Unionstürmer schulterzuckend nach Abpfiff. Beim nächsten Versuch ging der Stürmer halblinks allein Richtung Tor. Keeper Baldauf schon geschlagen, holte ein Bernburger Verteidiger den Torschuss des Sandersdorfers noch per Flugkopfball von der Linie.

Schiedsrichter Hösel zeigte fragwürdige fünf Minuten Nachspielzeit an. Zu denen kam es dann nicht ganz. Denn Breitkopfs genialer Kunstschuss direkt aus dem Mittelkreis schlug unter

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
„Luther springt“ wieder „Luther springt“ wieder Am 20. Juli geht es auf dem Wittenberger Marktplatz wieder heiß her und hoch hinaus.  ...
Anzeige
Sag Ja!
8. Lubaster Waldlauf 8. Lubaster Waldlauf Wittenberg (aw), Trotz der Hitze und hoher Waldbrandstufe wird der 8. Lubaster Waldlauf am 7. Juli stattfinden. „Wir werden zwei Trinkstationen auf der...
Anzeige
Rund 1.200 Läufer mit Herz beim Wittenberger Leukämielauf Rund 1.200 Läufer mit Herz beim Wittenberger Leukämielauf Zur 15. Auflage des Benefizlaufs „Wittenberg läuft für Leukämiekranke" hatten die TSG Wittenberg und der FC Victoria Wittenberg am...
Anzeige
Trauerportal