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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 03.10.2016 um 11:50:01

Die ganz großen Dinger hatten die Gäste

Am Ende stand es in Leipzig- Leutsch Weiß auf Grün – BSG Chemie Leipzig eins und Union Sandersdorf ebenfalls eins. Am Ende stand es in Leipzig- Leutsch Weiß auf Grün – BSG Chemie Leipzig eins und Union Sandersdorf ebenfalls eins.
Foto: Holger Bär
Sandersdorf mit starkem Auftritt in Leipzig- Leutzsch. Im Oberligaduell war Union Sandersdorf dem Sieg näher als Leipzig.

Sandersdorf (hb/ts).
„Das sind schlechte Anspiele“, wetterte BSG- Coach Dietmar Demuth. „Absolut kein Zweikampfverhalten“, schob sein Assistent Hans- Jürgen Weiß gleichermaßen aufgelöst in Richtung der eigenen Spieler hinterher. In der Coachingzone des Gastgebers Chemie Leipzig grummelte es schon eine ganze Weile. Mit dem, was die Spieler dem eigenen Trainerduo vor 1.188 Zuschauern im heimischen Alfred-Kunze-Sportpark an diesem 7. Spieltag anboten, waren sowohl das Übungsleiterduo, als auch die eigene Fangemeinde über weite Strecken nicht zufrieden. Den Hauptschuldigen dafür hatte Demuth bereits früh ausgemacht.

Demuth lamentierte ständig in Richtung Schiedsrichtergespann. Der zweitligaerprobte Trainer sah seiner Mannschaft ein bestens eingestelltes Team der SG Union Sandersdorf gegenüber. Schon die Offensive der Unioner attackierte die ballführenden Chemiker, unterband deren Aufbauspiel und zwang diese zu Fehlern. Demuth versuchte alle Register zu ziehen, um seinen Jungs in die Spur zu verhelfen. Doch die Gäste aus Sachsen- Anhalt traten forsch und mannschaftlich geschlossen auf und sollten kurz davor stehen, die seit Juli 2015 andauernde ungeschlagenen Heimserie der Chemiker zu brechen. Dazu kam es am Ende nicht.

Union Sandersdorf lieferte im AKS vor einer stattlichen Zuschauerkulisse die bislang beste Saisonleistung ab. Zählte man die Hundertprozentigen zusammen, so war es die Sadlo- Elf, welche das Spiel für sich hätte entscheiden müssen. „Normal müssen wir die Punkte hier komplett mitnehmen“, sah der Uniontrainer die Fülle der Großchancen im Nachgang nochmal bildlich an sich vorbei rauschen. Aus einer absolut funktionierenden Defensive heraus- Unions zentraler Block machte die Räume für die BSG Chemie sehr eng und drückte sie immer wieder auf die Außenbahn- setzten die Sandersdorfer fast über das ganze Spiel die entscheidenden Nadelstiche. Doch genau da tat sich das aktuelle Manko der Männer um Kapitän Rico Gängel wieder auf. Torchancen und Torerfolg stehen momentan in keinem günstigen Verhältnis. Dan Lochmann konnte bereits nach gespielten neunzig Sekunden einnetzen.

BSG- Schlussmann Marcus Dölz und Kollegen drängten die kurze Abnahme des Unioners im letzten Moment aus drei Metern noch zur Ecke ab. In einem Spiel mit Haken und Ösen- es war körperbetont, aber nie unfair- sah man in Schiedsrichter Daniel Köppen einen sehr guten Spielleiter. Seine Sichtweisen und Ansprachen saßen. Weniger saßen jedoch die Sandersdorfer Hochkaräter, von denen Stephan Eberhard die nächsten beiden verzog. Beim ersten arbeiteten Timo Breitkopf und Tim Hoffmann mustergültig vor. Lochmann riss schon die Arme jubelnd in die Höhe. Eberhards Schuss aber strich flach am rechten Pfosten vorbei (22.). In ähnlicher Situation verpasste Eberhard das Tor analog um Ballbreite am linken Pfosten (36.). Obwohl Chemie das Spiel immer wieder zu verlagern versuchte, war man beim Gastgeber oft am Strafraum mit dem eigenen Latein am Ende.

Gegenüber aber hatte man mit dreifachem Anlauf auf das Tor hingearbeitet und sollte dieses prompt erzielen. Ex- Chemiker Breitkopf ging aufgeputscht voran, suchte immer wieder Hoffmann auf dem linken Flügel. Der tunnelte den herauseilenden Torwart Dölz, und jeder Rettungsversuch, den Ball noch von der Linie zu kratzen, scheiterte (0:1/38.). Es wurde kurzzeitig still im Kunze- Sportpark. Doch denn kam die Anfeuerung der Heimfans von den Rängen. Ein verzogener Schuss von Leipzigs Innenverteidiger Benjamin Schmidt sowie ein geblockter Kopfball von Manuel Wajer bleiben als einzige Abschlussaktionen der Platzherren noch vor dem Kabinengang haften.

Mit Seitenwechsel spielte die BSG Chemie „Alles oder nichts“. Union sah sich hinten reingedrängt und hatte mit zahlreichen Köpfen und klärenden Beinen speziell einen herausragenden Tom Niclas Hermann zwischen den Pfosten. Sandersdorfs Towart Nummer eins rettete einmal mehr, was zu retten war. Den Gästen aus Sachsen- Anhalt fielen die Entlastungsangriffe nun äußerst schwer, denn Chemie setzte alles auf eine Karte. Nach Eckstoß touchierte Wajers Abschluss noch die Oberkannte des Uniongehäuses. Breitkopf schickte fortan Eberhard. Doch der scheiterte allein an Chemie- Torwart Dölz (59.). BSG- Trainer Demuth wechselte offensiv, brachte mit Tommy Kind einen weiteren erfahrenen Stürmer (60.). Den nächsten Aufreger lieferte Gästeakteur Breitkopf mit einem gewaltigen Schuss selbst. Dölz im Tor der Hausherren faustete zur Ecke.

Sandersdorf sündigte mit den eigenen, nun aus der Konterstellung erzwungenen Chancen, während die Leipziger nun vollends offensiv das Uniontor berannten. Konnte Hermann den Drehschuss von Stürmer Andy Müller noch zur Ecke abwehren, so war er im zweiten Ball nach jenem Eckstoß auch geschlagen. Die Kugel- zuerst abgewehrt- flog von der Gegenseite über alle hinweg auf den langen Pfosten. Joker Kind versenkte unter lautem Jubel der Chemie- Fans zum sich angebahnt habenden Ausgleich (1:1/75.). Während Leipzigs Florian Felke Sandersdorfs Torwart Hermann nochmals aus achtzehn Metern zur Parade zwang, ebbte der absolute Schwung der Platzherren wieder ab. Das nutzten die Sandersdorfer, mussten sie doch hinten heraus das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden. Hoffmann scheiterte völlig allein nach Georg Cholewas Zuspiel, als er versuchte, den Chemie- Schlussmann zu umkurven (81.), und Lochmann traf aus halblinker Position nur dessen Fäuste (83.).

Sandersdorf besaß das bessere Finish und hatte nach grobem Schnitzer beim Herausspielen von BSG- Keeper Dölz nochmals das Siegtor auf dem Fuß. Breitkopf passte auf Lochmann, und dieser quer zu Eberhard. Sandersdorfs Stürmer aber scheiterte zum vierten Mal in dieser am Ende 1:1- Unentschieden ausgehenden Partie

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