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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 28.11.2016 um 11:12:02

Oberliga-Süd: Es rappelte viel zu spät

Unions Abwehrstrategen Torten Lehmann (Ball) und Rico Gängel (re.) schauten letztlich doch zweimal hinterher. Unions Abwehrstrategen Torten Lehmann (Ball) und Rico Gängel (re.) schauten letztlich doch zweimal hinterher.
Foto: Holger Bär
Tabellendritter Bischofswerda ist für Union Sandersdorf letztlich eine Nummer zu groß. Union Sandersdorf fehlt in der Oberlausitz ein Tor zum Punkt, da war mehr drin.

Sandersdorf (hb)
. Union Sandersdorf muss sein Vorhaben auf letzte Punkte im alten Jahr 2016 vorerst auf kommenden Freitagabend verschieben. Dann empfängt der Oberligist im letzten Sachsen-Anhalt-Derby der Hinrunde ab 19:00 Uhr das aktuelle Tabellenschlusslicht vom VfL Halle 96. Da muss unbedingt vor heimischem Publikum gewonnen werden, will man sich nach Markranstädt (vor zwei Wochen als Tabellenletzter zu Gast/1:4-Niederlage) nicht nochmals blamieren.

Beim aktuell Dritten der Tabelle, dem Bischofswerdaer FV 08, schusselten die Sandersdorfer am letzten Samstag in dichten Nebelschwaden knapp am Punktgewinn vorbei. Lange hatte die Sadlo-Elf die eigenen Defensivaufgaben im Griff. Man musste sich gegen agile Gastgeber auf einem kleinen Kunstrasenplatz unter vollster Konzentration erwehren. Eigene Vorstöße klappten durch intensive Abwehrarbeit lange nicht.

Erst Richtung Halbzeit tauten die Sandersdorfer bei Temperaturen gegen Null langsam auf, besaßen durch Tim Hoffmann (34.) und Dan Lochmann (38.) zwei gute Chancen. Die Musik machte bis dato aber der BFV 08. Schien Union in der zweiten Halbzeit ebenbürtig, so rappelte es genau in diese ausgeglichene Phase hinein. Hannes Graf ließ dem Sandersdorfer Torwart Tom Niclas Hermann keinen Zugriff, schlenzte den Ball ins entlegene lange Eck (1:0/50.).

Die besseren Chancen - wenn auch sehr überschaubar - blieben auf Seiten der Gastgeber. Diese erhöhten mit sehenswertem Spielzug auf 2:0, nachdem man Sandersdorfs Hintermannschaft nahezu komplett verlud und Tom Hagemann aus 12 Metern unhaltbar in den rechten Winkel traf (2:0/72.). Union Sandersdorf musste nun alles riskieren und tat das auch. Plötzlich wusste man die Bischofswerdaer zu beeindrucken, nagelte diese am eigenen Strafraum fest.

Im Publikum wurde es unruhig, denn man ahnte dort, dass das Ding auf diesem kleinen engen Kunstrasenplatz noch nicht durch war. Sandersdorf bestimmte nun Tempo und Richtung. Doch mehr wie der 1:2- Anschlusstreffer sollte nicht fallen. Dan Lochmanns präziser Schuss landete im langen Eck, kam aber mit der 90. Minute bei nur zwei Minuten Nachspielzeit zu spät.

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