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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 22.02.2017 um 10:59:22

Sechs Minuten fehlten an drei Punkten

Nicky Ebert, Breitkopf (weiß) und Co. waren lange auf Dreipunktekurs, doch in der Schlussphase sorgte eine Elfmeterentscheidung für zwei verlorene Punkte Nicky Ebert, Breitkopf (weiß) und Co. waren lange auf Dreipunktekurs, doch in der Schlussphase sorgte eine Elfmeterentscheidung für zwei verlorene Punkte
Foto: Holger Bär
Sandersdorfer hadern mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. Ein Punkt für Union Sandersdorf scheint zwei Punkte zu wenig zu sein.

Sandersdorf (hb/ts).
Knapp 7.000 Quadratmeter Barleber Kunstrasen und ein 16. Spieltag inklusive Rückrundenauftakt, welcher den Namen Sachsen- Anhalt- Derby wahrlich verdiente. Was daran lag, dass das Spiel wie auf Knopfdruck bereits in der ersten Spielminute sämtliche taktischen Zwänge abwarf. Dass es am Ende mit einem späten Elfmeter der Hausherren ein 1:1- Unentschieden wurde, daran schieden sich die Meinungen. Fußball- Urgestein Klaus Urbanczyk weilte im Auftrag von Sandersdorfs Viertelfinal- Pokalgegner (1. März 18:30 Uhr) Hallescher FC in kurzer Frist erneut bei einem Spiel der Sadlo- Elf.

Und die lag bereits mit dem ersten Angriff nur von einem Eckstoß unterbrochen in Front. Eine kurz ausgeführte Ecke wurde an die Barleber Sechzehnmeterlinie gespielt. Dan Lochmann traf vorbei an reichlich Beinen ins lange Eck (0:1/1.). Danach sahen 137 Zuschauer stellenweise im kühlen Regen eine energiegeladene Begegnung, welche lange bis auf weitere Tore so ziemlich alles parat hatte.

Sandersdorfs Abwehrchef Stefan Ronneburg setzte einen weiteren Eckstoß per Kopf knapp über das Gehäuse von FSV- Keeper Florian Stränsch (7.), während der vorherige Torschütze Lochmann nach schneller Kombination über Nicky Ebert völlig frei ebenfalls den Führungsausbau vergab (11.). „Eine klare Rote Karte diese Notbremse gegen Dan“. So die Worte von Sandersdorfs Ex- Stürmer Felix Krause. Der Magdeburger kam extra für die alten Kollegen vor die Tore seiner Heimatstadt. Wie alle anderen auch sah Krause einen weiten Ball von Unionkapitän Rico Gängel in den Rücken der Barleber Abwehr. FSV- Verteidiger Peter Otte riss den Unionstürmer im Laufduell zu Boden, welcher ansonsten auf und davon gewesen wäre. Der Erfurter Schiedsrichter Daniel Bartnitzki interpretierte dies irgendwie anders, ließ die Pfeife stumm.

In einer völlig offenen und stets knisternden Begegnung hatten die Platzherren sofort nach dem Rückstand zwangsweise alle Fesseln abgestreift. Doch verheißungsvolle Aktionen in und um den Sandersdorfer Strafraum blieben ihnen lange verwehrt. Christopher Kalkutschke verzog einen von Nils- Oliver Göres aus halbrechter Position servierten Freistoß weit über das Gehäuse von Sandersdorfs Schlussmann Tom Niclas Hermann. Weitere kuriose Entscheidungen, bei welchen die Sandersdorfer die Nerven bewahren mussten, folgten umgehend. Erst sprang ein harmloser Aufsetzer Barlebens Marcus Paulik im Strafraum direkt an die Hand (21.), während sich der Gastgeber in nächstem Angriff an der rechten Sandersdorfer Strafraumkante erneut ohne folgenden Pfiff den Ball klar mit der Hand vorlegte.

Doch die Unionabwehr agierte auch hier hellwach. Der FSV Barleben stellte die Ronneburg, Mustapha und Gängel in letzter Sandersdorfer Reihe vor so einige Prüfungen. Doch man hatte die Dinge in der Defensive der Gäste relativ unter Kontrolle. Was der gastgebenden Middendorf- Elf nicht recht gelingen wollte, übernahm Sandersdorfs Kapitän. Gängel köpfte eine Eingabe mit vollstem Vertrauen im Stile eines Stürmers in Richtung seines eigenen Torwarts. Hermann musste seine knappen 1,90 Meter komplett strecken, um die Kugel über den eigenen Balken zu wischen (23.).

Das Geschehen blieb elektrisierend. Keiner wollte einen Meter Kunstrasen preisgeben. Beiden Parteien war dazu fast jedes Mittel recht. Das Spiel hatte kaum ruhige Momente, war hart umkämpft, aber keinesfalls unfair. Bevor der Erfurter Referee die zweite Halbzeit anpfeifen konnte, wurde Uniontrainer Mike Sadlo- ansonsten ein ruhiger Vertreter seiner Zunft- erst einmal am Mittelkreis beim Unparteiischen vorstellig. Sadlo gefiel die Beurteilung so einiger Szenen so gar nicht. Gleiches sah man den Sandersdorfer Kickern auch auf dem Feld an. Diese knieten sich gegen immer wieder anlaufende Gastgeber richtig rein. Die Sache wurde bei einsetzendem Regen nicht einfacher.

Denn der Ball auf dem Kunstrasen wurde nun noch schneller. Barleben schaffte es nicht, ihren Goalgetter Denny Piele entscheidend  in Position zu bringen. Dieser äußerte mittlerweile schon seinen Unmut zu so manchem Spielzug. Sandersdorf hingegen spielte in der ersten Phase nach Wiederbeginn die eigenen Konter nicht gewinnbringend zu Ende. Mit etwas mehr Überblick und einem zweiten Tor hätte man die Vorentscheidung mit Sicherheit herbei geführt. Die Hausherren hingegen wollten hier mit allen Mitteln nicht analog des Vorjahres erneut punktlos gegen Sandersdorf vom eigenen Kunstgeläuf gehen. Was dem FSV aus dem Spiel heraus nicht gelang, besorgte ein Elfmeterpfiff. Nils- Oliver Göres- einst auch bei Wolfen, Dessau 05 und Preussen Magdeburg aktiv- traf zum 1:1- Ausgleich (85.), und sollte trotz weiterer emotionaler Schlussminuten damit den Schlusspunkt setzen.

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