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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 13.05.2016 um 07:28:20

Rentenerhöhung mit Schattenseite

Die Renten steigen demnächst um 5,95 Prozent – das ist eine schöne Botschaft für alle Rentner, doch die Erhöhung hat auch ihre Schattenseite. Die Renten steigen demnächst um 5,95 Prozent – das ist eine schöne Botschaft für alle Rentner, doch die Erhöhung hat auch ihre Schattenseite.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Die Rentenanpassung um knapp sechs Prozent bedeutet für viele die Abgabe einer Steuererklärung. Der Wochenspiegel gibt Tipps, wie man eine Steuernachzahlung vermeidet.

Bitterfeld (WS).
Im Juli steigen die Renten um 5,95 Prozent – das ist eine schöne Botschaft für alle Rentner. Doch die Erhöhung hat auch ihre Schattenseite: Nach einer Prognose des Bundesfinanzministeriums müssen circa 128.000 Senioren wegen der Rentenerhöhung erstmals eine Steuererklärung abgeben. Allerdings sollten auch Rentner alle Möglichkeiten nutzen, um eine Steuernachzahlung zu vermeiden, erläutert Timo Richter, Steuerberater in der Bitterfelder Steuerkanzlei Jahn und Richter.

Werbungskosten

Auch von der Altersrente können Werbungskosten abgezogen werden. Für Rentner gilt eine Werbungskostenpauschale i.H.v. 102 EUR. Wer höhere Ausgaben hat, sollte diese für die Steuererklärung sammeln. In Betracht kommen z.B. Steuerberatungskosten und die Kosten eines Rentenberaters bei der Beantragung der Rente.

Außergewöhnliche Belastungen

Grundsätzlich ist es ratsam, alle Belege für Medikamente und medizinische Behandlungen zu sammeln. Gibt es eine ärztliche Verordnung, so erkennt das Finanzamt diejenigen Ausgaben an, welche die individuelle zumutbare Belastung übersteigen. Wer eine Seh-, Geh- oder Stehbehinderung hat, sollte diese unbedingt bescheinigen lassen. Ein Schwerbehindertenausweis kann oftmals schon die Steuernachzahlung vermeiden.

Sonderausgaben

Wie bei allen Steuerpflichtigen können auch bei Rentnern die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Der steuerliche Ansatz von Unfall- und Risikoversicherungen oder Spenden sind gerade bei Rentnern eine oft wichtige Stellschraube, um Steuernachzahlungen zu vermeiden.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Kommt es doch zu einer Steuernachzahlung, können haushaltsnahe Dienstleistungen mit 20 Prozent von der zu zahlenden Steuer abgezogen werden. Hierzu gehören nicht nur die jährliche Heizungswartung oder der Schornsteinfeger: laut aktuellem Urteil des Bundesfinanzhofes kommt es auf den funktionalen Zusammenhang zur Wohnung an. Dies eröffnet eine Bandbreite an Leistungen, die von der Steuer abgesetzt werden könnten. Laut Begründung des BFH-Urteils müsste somit das Finanzamt zum Beispiel auch den mobilen häuslichen Frisör oder die häusliche Fußpflege als haushaltsnahe Dienstleistung anerkennen. Um sich diese Vorteile zu sichern, sollten die Rechnungen per Überweisung beglichen werden.

Grundsätzlich müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben, wenn sie mit ihren Einkünften über dem jährlichen Grundfreibetrag liegen (8652 Euro pro Steuerpflichtiger im Jahr 2016). Zu den Einkünften zählen sowohl die gesetzliche Rente als auch alle übrigen Einnahmen. Anzurechnen sind also auch Mieteinnahmen oder Bezüge aus einer Betriebsrente, Zinseinkünfte Einkünfte aus Nebenjobs, soweit sie nicht bereits pauschal versteuert sind.

Derzeit müssen Rentner nur einen Teil der Rente versteuern. Der Teil der Rente, der nicht versteuert werden muss, wird Rentenfreibetrag genannt. Das sind im Jahr 2016 28 Prozent der Rente. Der Rentenfreibetrag richtet sich nach dem Renteneintritt und bleibt somit auch in den Folgejahren unverändert. Ab 2040 wird jeder Rentner seine Rente zu 100 Prozent versteuern müssen.


Im Bedarfsfall Sozialhilfe

 „Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass auch Rentner im Bedarfsfall Anspruch auf Sozialhilfe haben. Diese wird als Grundsicherung im Alter bezeichnet und ist im 12. Sozialgesetzbuch geregelt. Anspruch hierauf hat jeder, der das 65. Lebensjahr vollendet hat und dessen Rente nicht zur Deckung des Lebensbedarfs ausreicht.“ - so Stefan Trebs, Fachanwalt für Arbeitsrecht von der Bitterfelder Kanzlei ürges, Knop und Stiller.

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