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Ellen Rinke Ellen Rinke
aktualisiert am 10.03.2014 um 17:13:55

Spuckattacke aufgeklärt

Cindy Brachwitz und Petra Mathes, die Gastmütter der beiden japanischen Studentinnen, sowie Stefanie Rieger, Geschäftsführerin des Instituts für deutsche Sprache und Kultur (v.l.n.r.). Cindy Brachwitz und Petra Mathes, die Gastmütter der beiden japanischen Studentinnen, sowie Stefanie Rieger, Geschäftsführerin des Instituts für deutsche Sprache und Kultur (v.l.n.r.).
Foto: Wolfgang Gorsboth
Ist ein Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit nötig?

Strafunmündige Kinder bringen Wittenberg in Verruf.

Wittenberg (red).
Die Spuckattacke auf zwei Japanerinnen im Arsenal ist aufgeklärt: Nach raschem Einsatz der Polizei konnten die beiden tatverdächtigen Jungen ermittelt werden, zwei Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren. Der 12-Jährige ist der Polizei bereits durch Ladendiebstähle bekannt. Bei der Befragung der Kinder gaben diese an, aus Langeweile durch den Einkaufsmarkt geschlendert zu sein. In einer Regalreihe hätten sie die beiden jungen Mädchen gesehen und zunächst nicht erkannt, dass es sich um ausländische Bürgerinnen gehandelt habe. Die Kinder gaben zu, die 21-Jährige Japanerin bespuckt zu hat. Erst als die Geschädigte die Kinder ansprach, hätten sie bemerkt, dass es sich um Ausländerinnen handelte.

Als die jungen Frauen die Regalreihe schließlich verlassen wollten, habe der 12-Jährige der 21-Jährigen Geschädigten ein Bein gestellt, so dass sie ins Straucheln kam, ohne hinzufallen. Nach dem Vorfall im Arsenal hatten die Gastmütter der Studentinnen, Cindy Brachwitz und Petra Mathes, sowie Markus Schuliers, Chef des Mehr-Generationen-Hauses (MGH), am Donnerstag eingeladen, um die Gründung eines Bündnisses gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass anzuregen. Die beiden Studentinnen haben Kurse am Institut für deutsche Sprache und Kultur absolviert, in Wittenberg hätten sie sich wohl gefühlt - bis zum Zwischenfall im Arsenal.

„Studenten aus etwa 30 Ländern sind bei uns zu Gast und absolvieren verschiedene Kurse“, berichtet Stefanie Rieger, Geschäftsführerin des Instituts. Dafür zahlen die Studenten viel Geld, das in die Region fließt. „Fremdenfeindlichkeit hat in den vergangenen Jahren zugenommen“, meint Petra Mathes, die seit 1995 ausländische Studenten bei sich aufnimmt. Im vergangenen Jahr habe es einen Studenten aus den USA getroffen, der auf der Sternstraße von einem Betrunkenen angepöbelt und mit einem Messer bedroht worden sei. 

Von Pöbeleien gegen Spätaussiedler berichtet die 63-jährige Russlanddeutsche Erna Nepke, die für den Verein für Aussiedler und Migranten als Dolmetscherin und Betreuerin gearbeitet hat. Erschreckend: Oft sind Kinder die Täter. Aber es trifft nicht nur Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund: Unlängst wurde ein Behinderter in der Nähe des Kinos von Jugendlichen drangsaliert.

Die Frage bleibt: Was für ein Elternhaus haben die Problemkinder?

Info:

„Wir müssen feststellen, dass wir mit den bisherigen Projekten Problemjugendliche nicht erreichen“, resümiert Schuliers. Um künftig „Wasser aufs Feuer zu gießen“, soll Mitte April ein Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass gegründet werden. Horst Dübner, Vorsitzender der Stadtratsfraktion der Linken, regt an, das Thema sowohl im städtischen Sicherheitsausschuss, in dem auch die Polizei vertreten ist, auf die Tagesordnung zu setzen, als auch im Kulturausschuss.



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