Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Wittenberg > Polizei > ​Kritische Sicherheitslage >
Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 04.06.2014 um 16:16:10

​Kritische Sicherheitslage

 Auch die Zukunft des Polizeireviers Wittenberg ist derzeit noch offen. Auch die Zukunft des Polizeireviers Wittenberg ist derzeit noch offen.
Foto: Wolfgang Gorsboth
Kreistag beschließt Positionspapier gegen Reform „Polizei 2020“

Angst vor zunehmender Kriminalität, wenn Dienststellen abgebaut werden.

Wittenberg (wg).
Gegen die Reform „Polizei 2020“ hat sich am Montag der Kreistag mit deutlicher Mehrheit positioniert. Eingebracht hatte den Antrag die Allianz der Bürger (AdB), die eine weitere Ausdünnung und geringere Präsenz der Polizei nicht widerspruchslos hinnehmen will. 

Eine Polizeistrukturreform dürfe keine Personalabbaureform sein. Es könne nicht sein, dass Menschen keine oder verspätete Hilfe erhielten, weil eine 24-Stunden-Wache zur Tageswache umfunktioniert wurde oder gar nicht mehr existiert. Bei der Schließung der Polizeireviere seien für den gesamten Landkreis erhebliche Einschnitte in der öffentlichen Sicherheit, Gefahrenabwehr, Strafverfolgung und Prävention zu erwarten. Werde die Präsenz einer handlungsfähigen, bürgernahen Polizei reduziert, erfolge das zulasten des Sicherheitsbedürfnisses der Bevölkerung.

AdB-Fraktionsvorsitzender Volker Kluge, der das Positionspapier formuliert hatte, weist auch auf die Konsequenzen hin, die eine Verschlechterung des Standortfaktors Sicherheit für die Wirtschaft und potenzielle Investoren hat: „Niemand fragt nach der Regulierung der Diebstähle an Baumaschinen, Agrartechnik und dem im Mode gekommenen Abzapfen von Diesel. Diese immensen Schäden sind auf Dauer nicht durch die Unternehmen auszugleichen und kosten damit Arbeitsplätze.“

Mit dem Positionspapier soll der Kreistag seinen Willen bekunden, um vom Land wirkungsvolle Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit einzufordern: „In unserem strukturschwachen Flächenlandkreis darf nicht noch an der Sicherheit gespart werden“, heißt es im Antrag. Schon heute könnten die verbliebenen Polizisten nur noch teilweise die vom Bürger erwartetem Aufgaben erfüllen. Mehrere Strukturreformen und viel zu wenig Neueinstellungen führten zur Überlastung der Beamten und zur immer geringeren Präsenz. Die Statistik zeige, dass die Delikte zunähmen und der Schaden für die Unternehmen und damit für die Gesellschaft immer größer werde.

„Wir stimmen dem zu“, betonte CDU-Fraktionschef Christian Tylsch. Man verstehe das Positionspapier als „erhobenen Zeigefinger in Richtung Magdeburg.“ Für die Vorlage votierte eine deutliche Mehrheit bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung.
Der Beschluss wird Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) und der Abteilung II für „öffentliche Sicherheit und Ordnung“ des Ministeriums umgehend zugesendet.

 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Polizei Wittenberg am 16. Oktober Polizei Wittenberg am 16. Oktober Tätliche Auseinandersetzung am Arsenalplatz ...
Anzeige
Trauerportal
Polizei Wittenberg am 15. Oktober Polizei Wittenberg am 15. Oktober Strafanzeige wegen exhibitionistischer Handlungen ...
Anzeige
Polizei Wittenberg am 14. Oktober Polizei Wittenberg am 14. Oktober Sachbeschädigung durch Graffiti ...
Anzeige
Unser Land