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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 03.04.2016 um 08:42:04

Unglaubliche Tierquälerei in Sandersdorf

Der einjährige Kater Fridolin ist mit einem Luftgewehr aus nächster Nähe an der Wirbelsäule schwer verletzt worden und  ist seitdem gelähmt. Der einjährige Kater Fridolin ist mit einem Luftgewehr aus nächster Nähe an der Wirbelsäule schwer verletzt worden und ist seitdem gelähmt.
Foto: Thomas Schmidt
Ahnungslose Katze brutal und rücksichtslos in die Wirbelsäule geschossen. Nur mit viel Glück wird Kater Fridolin überleben und behindert bleiben.

Sandersdorf  (ts).
In Sandersdorf wurde einem einjährigen Kater aus nächster Nähe mit einer Luftdruckwaffe in die Wirbelsäule geschossen. Ob Kater Fridolin überlebt und wie die Folgen seiner schwerwiegenden Verletzungen aussehen, ist ungewiss. Was ist passiert?

Es war ein wunderschöner Konzertabend, den Ewa und Gunter Sonnenschein aus Sandersdorf genossen haben. Die beiden pensionierten Frührentner genießen ihr Rentnerdasein in den eigenen vier Wänden in vollen Zügen. Beide leben in einer verkehrsberuhigten Siedlung in Sandersdorf. Wie gewöhnlich rufen sie ihre beiden Katzen Viktoria und Fridolin. Doch der Kater kommt ungewöhnlicherweise nicht. Am nächsten Morgen öffnet Gunter Sonnenschein die Haustür und findet Fridolin schwer verletzt auf dem Fußabtreter. Schnell erkennen die Sonnenscheins die lebensbedrohliche Situation des einjährigen Katers.

Sofort suchen beide den Tierarzt auf, der kann augenscheinlich nur eine kleine Wunde feststellen. Zu diesem Zeitpunkt ahnen die Beiden noch nicht, was die wirkliche Ursache der Verletzung ist. Man geht von einem Unfall mit einem Fahrzeug aus. Da sich Kater Fridolin kaum bewegen kann, muss eine Röntgenaufnahme beim Tierarzt Klärung herbeiführen. Dabei stellt sich eine schockierende Diagnose heraus. In der Wirbelsäule des einjährigen Katers steckt ein Diabolo.

Ein Munitionsgeschoss aus einem Luftdruckgewehr, nach Vermutung des behandelnden Tierarztes Ingo Schmidt aus nächster Nähe abgefeuert. "Ich vermute mal, so aus drei bis maximal fünf Metern", so Schmidt. Die Sonnenscheins sind schockiert. Mittlerweile ist auch Tochter Maria Kotowski eingetroffen. Auch sie ist schockiert. "Wer macht so etwas und warum macht man so etwas, es ist doch ein friedliches liebevolles Haustier", ist die Sandersdorferin ebenfalls fassungslos und ratlos über diese Tat. Da man nicht weiß, welchen Schaden das Geschoss angerichtet hat, geht man zu diesem Zeitpunkt vom Schlimmsten aus. Eine Operation und die Entfernung des Geschosses sowie der Knochensplitter sind unumgänglich.

Fridolin überlebt die Operation und zeigt leichte Reflexe der Hinterbeine. Anzeichen, die etwas Hoffnung schöpfen lassen. Maria Kotowski startet wutentbrannt als erstes einen Aufruf auf Facebook, um so vielleicht dem Verursacher durch Hinweise auf die Spur zu kommen. Ihre Eltern erstatten dagegen Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt und gleichzeitig noch eine Strafanzeige wegen schwerwiegender Verletzung des Tierschutzgesetzes. Der Kater bekommt jetzt rund um die Uhr Schmerzmittel und nur langsam erholt er sich von den Strapazen seiner schweren Verletzung.

Doch selbst Tierarzt Ingo Schmidt gibt keine Garantie, ob Kater Fridolin je wieder richtig laufen kann. Das hängt davon ab, wie schwer das Rückenmark verletzt wurde. Es konnten auch nicht alle Knochensplitter beseitigt werden, die Gefahr einer totalen Querschnittslähmung war einfach zu groß. Maria Kotowski und ihre Eltern Ewa und Gunter Sonnenschein hoffen nun, dass der oder die Täter ermittelt werden können oder sich im besten Falle selber anzeigen. Die Eintrittsstelle der  Schusswunde ist mittlerweile gut verheilt. Zumindest hat Kater Fridolin nun die uneingeschränkte Aufmerksamkeit im Hause Sonnenschein. Ob er je wieder laufen wird, das muss die Zeit mit sich bringen.

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