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Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 04.04.2017 um 13:51:13

Bilanz 2016 für die A9 im Revier Dessau-Roßlau

Verkehrsunfallzahlen des Jahres 2016 für das Polizeirevier Bundesautobahnen Dessau-Roßlau

Der Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers für die hier vorgestellten Unfallzahlen ist die Bundesautobahn 9 zwischen Kilometer 103,1 (Anschlussstelle Halle) und Kilometer 44,846 (Landesgrenze zu Brandenburg). Das sind 58,236 Kilometer Autobahn mit sieben Anschlussstellen, vier beidseitigen Park- bzw. Rastanlagen sowie dem Autohof Bitterfeld.

Die monatelange Sperrung der Richtungsfahrbahn Berlin zwischen Wolfen und Dessau-Süd zur Sanierung der Fahrbahn hat sich deutlich in den Unfallzahlen des Reviers niedergeschlagen und dem Abwärtstrend der letzten Jahre ein jähes Ende gesetzt. Gefühlt verging kein Tag ohne Unfall an den Anschlussstellen Dessau-Süd oder Bitterfeld-Wolfen, an denen der auffahrende Verkehr erst am Stopp-Schild anhalten musste. Große Sorge bereiteten immer wieder die Stauenden vor der „großen Baustelle". Immer wieder kam es hier trotz einer umfangreichen Beschilderung und guten Sichtverhältnissen zu Auffahrunfällen mit teils schweren Folgen. Erfreulicherweise lässt sich sagen, dass trotz des erhöhten Unfallaufkommens die Zahl der Unfälle mit Verletzten und auch die Zahl der Verletzten nicht gestiegen sind. Auch waren 2016 weniger durch Verkehrsunfälle getötete Personen zu beklagen. Entgegen des subjektiven Gefühls ging auch die Anzahl der an Verkehrsunfällen beteiligten LKW zurück und setzt den Trend der letzten Jahre damit fort. Der Anteil der LKW als Verursacher eines Verkehrsunfalls hat sich seit dem letzten Jahr kaum verändert und bleibt ähnlich niedrig.

Das vergangene Jahr war neben den Verkehrsteilnehmern auch für die Autobahnpolizei eine große Herausforderung mit einigen Anstrengungen die insgesamt sehr gut gemeistert wurden.

Verkehrsunfallgeschehen

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 975 Verkehrsunfälle. Das sind 355 Unfälle mehr als im Vorjahr, was einem Anstieg von 57,3 Prozent entspricht. Besonders betroffen waren die Abschnitte zwischen den Anschlussstellen Dessau-Süd und Bitterfeld-Wolfen sowie Bitterfeld-Wolfen und Halle. Hier ereigneten sich im Schnitt 22,88 und 29,27 Unfälle je Doppelkilometer (ein Kilometer Strecke mit zwei Richtungsfahrbahnen). Zum Vergleich: Der Durchschnitt für 2016 lag über den gesamten Bereich bei 16,54 Verkehrsunfällen je Doppelkilometer Autobahn. Dass die „große Baustelle" einen nicht unerheblichen Anteil zu den hohen Unfallzahlen beigetragen hat, zeigen die etwa 400 Unfälle, welche sich in und unmittelbar vor der Baustelle ereigneten. Beachtliche vier Tage musste die Autobahn insgesamt gesperrt werden, summiert man die Dauer der einzelnen Vollsperrungen im Baustellenbereich zwischen Dessau-Süd und Halle auf.

Unfälle mit Personenschaden

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden (97) nicht verändert und liegt mit 9,95 Prozent der Gesamtunfallzahl auf dem niedrigsten Wert der letzten acht Jahre. Dabei ging die Zahl der schwer Verletzten um 15 zurück auf 56 (-21,1 Prozent), die Zahl der leicht Verletzten um 8 zurück auf 105 (-7,1 Prozent). Die Anzahl der, bei Verkehrsunfällen, getöteten Personen ging von 8 zurück auf 3 (-37,5 Prozent) und liegt damit wieder unter dem Schnitt (5) der letzten acht Jahre.

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Im Jahr 2016 verließen 150 Fahrerinnen oder Fahrer Pflichtwidrig den Unfallort. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von 74 Fällen, auf die Gesamtzahl der Unfälle gerechnet ein Anstieg um 3,12 Prozentpunkte. 51 Verkehrsunfallfluchten konnten aufgeklärt werden, das entspricht 34 Prozent.

Beteiligte und Verursacher

1799 Verkehrsteilnehmer waren an den Unfällen im Jahr 2016 beteiligt. Darunter 1319 PKW und 410 LKW. Mit 33,95 Prozent der Gesamtzahl geht der Anteil der beteiligten LKW damit auf den tiefsten Wert der letzten sieben Jahre zurück. Gleichzeitig bleibt der Anteil der LKW als Verursacher eines Verkehrsunfalls ähnlich dem Vorjahr bei 20,62 Prozent und setzt den Trend der letzten Jahre damit fort. Dem gegenüber wurden 69,33 Prozent der Unfälle durch PKW-Fahrer verursacht. Der höchste Wert der letzten acht Jahre und ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um rund 11 Prozentpunkte.

Fahrer und Fahrerinnen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren waren das dritte Jahr infolge die Altersgruppe, welche am häufigsten Unfälle verursachen, insgesamt 12,26 Prozent der Unfälle. Einen Anstieg gab es in der Altersgruppe der 60 bis 65-jährigen um 2,09 Prozentpunkte auf den Höchstwert der letzten acht Jahre, sie verursachte 8,05 Prozent der Unfälle. Insgesamt gab es hier aber keine nennenswerten Veränderungen.

Unfallursachen

Nach wie vor stellen das Nichteinhalten des Sicherheitsabstands und unangepasste Geschwindigkeit die häufigste Unfallursache dar. Bei 442 Unfällen wurden sie als Ursache ermittelt. Unfällen dieser Ursächlichkeit sind 86 Prozent der Verletzten und alle bei Verkehrsunfällen getöteten Personen zuzuordnen. Fehler beim Überholen und Wiedereinordnen führten in 101, Fehler beim Nebeneinander- und Vorbeifahren in 73 Fällen zum Verkehrsunfall. 61-mal wurden Kollisionen mit Wild und anderen Tieren registriert, das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 18 Fälle. Auch die Anzahl der Unfälle durch einen technischen Defekt hat sich gegenüber den Vorjahren kaum verändert. In 43 Fällen war ein technischer Defekt am Fahrzeug ursächlich, im Vorjahr waren es 41. Das Missachten der Vorfahrt war 38-mal Auslöser für einen Zusammenstoß. Eine eingeschränkte Fahrtüchtigkeit der Verursachenden Person wurde in 28 Fällen festgestellt, darunter 8-mal alkohol- bzw. betäubungsmittelbedingt sowie 14-mal durch Übermüdung. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg, ein Negativ-Trend lässt sich hier jedoch nicht erkennen.

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