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Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 08.07.2020 um 15:14:04

Anklage wegen Mordes

Aktuelle Stand zum Mordfall Wolfhard  Peter L. in 
Zahna-Elster

Sachverhalt 

„Am 27.01.2019 gegen 5.50 / 6.00 Uhr verließ Wolfhard  Peter L. das gemeinsam mit seiner Ehefrau bewohnte Einfamilienhaus in der  Rahnsdorfer Straße in  Zahna-Elster mit seinem Hund „Findus“, um mit ihm die morgendliche „Gassirunde“  zu gehen.  Wolfhard L. nahm regelmäßig morgens mit seinem Hund von seinem Haus aus den Weg über die Rahnsdorfer Straße in Richtung Köpenicker Straße, dort umrundete er auf einem Platz eine dort befindliche freistehende Halle und ging dann zurück zu seinem Wohnhaus, wobei er zumeist wiederum über die Rahnsdorfer Straße den Rückweg nahm. Sein Morgenspaziergang dauerte zwischen 20 und 30 Minuten. Zwischen 6.00 Uhr und 6.15 Uhr wird Wolfhard L. gemeinsam mit seinem Hund „Findus“ von einer Zeugin letztmalig lebend gesehen. Gegen 6.20 Uhr wird auf der Rahnsdorfer Straße nur der Hund „Findus“ allein von einer weiteren Zeugin wahrgenommen. Kurze Zeit später, gegen 6.30 Uhr, ist „Findus“ am Tor des Wohngrundstückes.

Erste Suchmaßnahmen durch die Ehefrau blieben ohne Erfolg, sodass bereits gegen 7.30 Uhr umfangreiche Suchmaßnahmen unter Beteiligung von Familienangehörigen, Freunden und Bekannten, Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei begannen und den ganzen Tag über andauerten. Gesucht wurde rund um Zahna mit Hubschraubern und Rettungshunden, jedoch ohne Ergebnis.
Am 28.01.2019 nach 11.00 Uhr wird der Leichnam von Wolfhard L. in einem Flutgraben „An den Wassertoren“ außerhalb der Ortschaft Zahna aufgefunden.Bei dem Leichnam befindet sich ein grünes Tarnsportnetz. Nach der Sektion steht fest, dass Wolfhard L. ertrunken ist und ihm zuvor durch stumpfe Gewalteinwirkungen Verletzungen beigebracht wurden. Es wird wegen eines  Tötungsverbrechens ermittelt.

DNA-Reihenuntersuchung in Zahna-Elster
Unabhängig von der DNA-Reihenuntersuchung erfolgten weitere Untersuchungen der vorhandenen Spuren. Diese führten zu einer weiteren männlichen DNA-Spur, die über die DNA-Datenbank bekannt gemacht werden konnte. Nach weiteren  Ermittlungen führten Beamte am 31.03.2020 Durchsuchungsmaßnahmen auf Grund eines vorliegenden richterlich angeordneten Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichtes Dessau-Roßlau bei dieser männlichen Person, welche im Landkreis Wittenberg wohnhaft ist, durch.  Die Auswertung der Durchsuchungsergebnisse dauert derzeit noch an.

Haftbefehl nach Verdacht eines Tötungsdelikts erlassen
Der Beschuldigte, ein 54-jähriger Mann, wurde vorläufig festgenommen. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau erließ gegen ihn Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts eines Tötungsdelikts zum Nachteil von Wolfhardt L. Der Beschuldigte bestreitet die Tat.

Hinsichtlich der Spuren des unbekannten männlichen Spurenverursachers liegen weiterhin keine neuen Erkenntnisse vor.
Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hat gegen den 54-jährigen Tatverdächtigen Anklage wegen Mordes vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Dessau-Roßlau erhoben.

Im Rahmen der richterlichen Anordnung der DNA- Reihenuntersuchung wurden in einer ersten Phase männliche Einwohner aus Zahna, die im unmittelbaren Umfeld des Opfers und Abgangsortes wohnen, aufgesucht und auf freiwilliger Basis um die Abgabe einer Speichelprobe gebeten. Die Untersuchung von 72 Speichelproben und der Abgleich mit der nicht identifizierten Spur hat keine Übereinstimmung ergeben, sodass dieser Personenkreis ebenso wie die Einsatzkräfte als Spurenleger ausgeschlossen werden können.

In einem weiteren Schritt wurden nach Bekanntwerden des jetzt Angeschuldigten als Tatverdächtigen männliche Personen aus dessen unmittelbaren Umfeld, soweit diese ermittelt werden konnten, zur Abgabe einer Speichelprobe auf freiwilliger Basis gebeten. Die Untersuchungen dieser Speichelproben im Landeskriminalamt haben nicht zu einer Identifizierung der offenen DNA-Spur geführt.
Da aus dem Umfeld des Angeschuldigten keine Bezüge zu konkreten männlichen Personen zum Wohn- und Auffindeort des Verstorbenen ersichtlich sind, wird die angedachte Fortsetzung der  DNA-Reihenuntersuchung zunächst bis zum Abschluss des gerichtlichen Hauptverfahrens ausgesetzt.
 

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