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Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 05.03.2013 um 18:55:59

Bundesverdienstkreuz für Jutta Brinkmann

Jutta Brinkmann wird am 7. März im Schloss Bellevue von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Jutta Brinkmann wird am 7. März im Schloss Bellevue von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt.
Foto: Wolfgang Gorsboth
Zu Gast beim Bundespräsidenten in Berlin

Die Vorstandsvorsitzende ist ein Motor der Sammlung christliche Kunst.

Wittenberg (wg). Aus Anlass des Weltfrauentags zeichnet Bundespräsident Joachim Gauck 33 Bürgerinnen aus allen 16 Bundesländern am 7. März in Berlin mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus - geehrt wird auch Jutta Brinkmann aus Wittenberg, die Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Christliche Kunst Wittenberg.

"Ich weiß nicht, wer dem Bundespräsidialamt diesen Vorschlag unterbreitet hat, er kam jedenfalls nicht aus der Stiftung", berichtet Brinkmann. Die Vorfreude sei riesig, denn normalerweise werden die Ordensverleihungen von den Ministerpräsidenten der jeweiligen Länder vorgenommen: "Wenn es der Bundespräsident selber macht, dann ist das schon etwas ganz Besonderes", meint Brinkmann.

Für die Stiftungsvorsitzende ist die Auszeichnung eine große Ehre und auch ein Dankeschän für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit. Dass diese sich sehen lassen kann, bestätigt auch Johannes Winkelmann, Geschäftsführer der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH: "Die Kunstsammlung ist ein Schatz, der noch längst nicht von allen Wittenbergern entdeckt worden ist. Jutta Brinkmann hat mit ihrer sehr umsichtigen und engagierten Arbeit wesentlich zur Profilierung der Stiftung beigetragen, die längst über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus hohes Ansehen genießt."

Das baden-württembergische Fabrikanten-Ehepaar Gisela und Ulrich Scheufelen hat seine Kollektion von christlicher Kunst des 20. Jahrhunderts auf Dauer in der Lutherstadt angesiedelt. Im Alten Rathaus wurde mit Hilfe der Stadt und des Kunstvereins, dessen Vorstandsmitglied Jutta Brinkmann bis 2010 war, ein ebenso zentraler wie würdiger Ausstellungsplatz gefunden. "Diese Sammlung mit moderner Kunst hat große Bedeutung für Wittenberg, denn die Stadt kann nicht nur alleine von ihrer Geschichte leben", so Brinkmann.

Bedeutende Künstler

Die einmalige Grafik-Sammlung vereint bedeutende Künstler wie Marc Chagall, Otto Dix, Georges Rouault, Max Beckmann, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Pablo Picasso, Joseph Beuys und Keith Hering. Die Liste der Namen liest sich wie ein who is who der Kunstszene. Dank umsichtiger Zukäufe aus dem Stiftungsvermägen sowie weiteren Zustiftungen ist die Sammlung auf mehr als 400 Kunstwerke gewachsen.

International aktiv

Mit dem Verdienstorden geehrt wird Jutta Brinkmann auch für die vielen Kontakte, die sie ins In- und Ausland knüpfte. Grafiken der Sammlung waren unter anderem in Bretten, Wolfenbüttel, Rostock und Berlin zu sehen. Ab Herbst 2013 ist eine große Ausstellung mit 130 Arbeiten im Kunstmuseum Stade geplant und 2017 in Apolda. Auch international besteht großes Interesse, so fanden schon Ausstellungen in Haderslev, Korsoer, Hobro und Lemvig (Dänemark) sowie in Beveren (Belgien) mit jeweils starker Besucherresonanz statt. "Diese Ausstellungen waren ein voller Erfolg und eine gute Werbung für Wittenberg", erklärt Brinkmann.

Wegen des Umzugs in den Ostflügel des Alten Rathauses sind in diesem Jahr keine Sonderausstellungen am Standort mäglich. "Aber wir werden die Ausstellung in Stade zum Anlass nehmen, unsere Dauerausstellung neu zu gestalten", verspricht Brinkmann.

Menschen unterm Kreuz

2014 wird wieder der von der Stiftung ausgelobte Kunstpreis vergeben. 2015 wird auch der Westflügel wieder der Stiftung Christliche Kunst im 20. Jahrhundert zur Verfügung stehen, dann will man sich an "Cranach-City" beteiligen und den Bezug zur Moderne herstellen: "Menschen unterm Kreuz" lautet der Arbeitstitel. Denn viele der im Besitz der Stiftung befindlichen Kunstwerke sind als Reaktionen auf die Schrecken der Weltkriege und der Vernichtungslager entstanden - als schreiende Anklage oder stumme Trauer.

Jutta Brinkmann wurde 1950 in Wittenberg geboren und studierte in Berlin Maschinenbau. 1985 übernahm sie von ihrem Vater die mechanische Werkstatt in der Neustraße und führte diese bis 1992. Jutta Brinkmann ist seit 1971 verheiratet und hat zwei Kinder. Ihre Tochter Ulrike ist Kunsthistorikerin und hat sich auf dänische Kunst spezialisiert. Ihr verdankt die Stiftung die guten Kontakte zu Dänemark. "Ich habe mich schon immer für Kunst interessiert, allerdings waren Grafiken für mich zunächst Neuland", sagt die Stiftungsvorsitzende.

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