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Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 30.10.2013 um 09:01:28

Norweger in Wittenberg

Hallgeir Groentvedt (l.), Bürgermeister von Oerland, übergab ein Schiffsmodell als Gastgeschenk an OB Eckhard Naumann, außerdem gab es eine Einladung nach Trondheim. Hallgeir Groentvedt (l.), Bürgermeister von Oerland, übergab ein Schiffsmodell als Gastgeschenk an OB Eckhard Naumann, außerdem gab es eine Einladung nach Trondheim.
Foto: Wolfgang Gorsboth Galerie (1 Bild)
Internationales Netzwerk bedeutender protestantischer Orte

Wittenberg (wg).
Am Montag hat Oberbürgermeister Eckhard Naumann (SPD) im Alten Rathaus eine Delegation aus Oerland empfangen. Die Delegation, die von Bürgermeister Hallgeir Groentvedt und Pfarrer Ola Garli angeführt wurde, pflanzte zuvor einem Baum im Luthergarten.

Bereits 2011 besuchte die Delegation zum ersten Mal die Lutherstadt, damals wie heute ging es um die Vorbereitungen zum Reformationsjubiläum 2017 und um den Ausbau der Kontakte zwischen Oerland und Wittenberg.

„Der Wechsel zum lutherischen Glauben vollzog sich in Norwegen sehr schnell“, berichtete Ola Garli, „auch wenn die Einführung des neuen Glaubens damals ein Akt der Kolonialisierung Norwegens durch Dänemark war, so sind wir heute sehr glücklich, Lutheraner zu sein.“

Auch in Norwegen spielt das Reformationsjubiläum 2017 eine bedeutende Rolle, während der Lutherdekade wird es internationale Symposien geben. Viele Initiativen gehen von Oerland aus, deshalb sucht die kleine Stadt enge Kontakte zur Lutherstadt Wittenberg.

„Der erste protestantische Bischof Norwegens wurde von König Christian III. nach Wittenberg entsandt“, erklärte der Historiker Terje Bratberg. Viele norwegische Pfarrer hätten an der Leucorea in Wittenberg studiert.
Christian III. war 1521 beim Reichstag zu Worms, dort gab es auch ein Treffen mit Luther.

Als erstes führte er die Reformation im Herzogtum Schleswig mit dem Zentrum Haderslev ein. Haderslev, auch als Wittenberg des Nordens bezeichnet, ist seit vielen Jahren der Lutherstadt als Partnerstadt eng verbunden.


OB Naumann informierte die Norweger über seine Idee, ein europäisches Netzwerk aller Orte zu schaffen, die in besonderer Weise mit der Reformation verbunden seien: „2017 feiern wir nicht nur ein bedeutendes Kirchenjubiläum, sondern auch ein wichtiges Ereignis für die säkulare Gesellschaft.

Jede Gesellschaft hat ihre eigene Sicht auf die Reformation.“
Die Netzwerk-Idee stieß bei den Norwegern auf großes Interesse, sie boten an, für den skandinavischen Raum die Koordination zu übernehmen.

Über gemeinsame Projekte könnte das Netzwerk mit Inhalten gefüllt werden, am Ende könnten daraus neue Städtepartnerschaften erwachsen.

Ein solches Netzwerk, da waren sich der OB und seine norwegischen Gäste einig, entspreche dem Wunsch vieler Akteure, das Reformationsjubiläum 2017 als internationales Ereignis zu begehen.

Info:

Oerland ist eine Halbinsel im Zentrum von Norwegen, gelegen an der Mündung des Trondheimfjordes. Von den 5.100 Einwohnern bekennen sich 89 Prozent zur lutherischen Kirche, die in Norwegen Staatskirche ist. König Christian III. führte 1536 mit der Kirchenordnung von Johannes Bugenhagen die Reformation in Dänemark und in Norwegen ein. Eine entscheidende Rolle spielten dabei Trondheim und Oerland, wo sich der lokale Adel für die Reformation stark machte.



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