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Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 12.02.2014 um 16:10:55

Kreis meldete Schäden an Sportstätten

Der kleine Karl bekam am Montag von MP Haseloff (l.) den Fördermittelbescheid für den UHC Elster, mit ihm freuen sich Vereinsvorsitzender Olaf Däumichen sowie die Eltern Yvonne Höhne und Jens Zoberbier (v.l.n.r.). Der kleine Karl bekam am Montag von MP Haseloff (l.) den Fördermittelbescheid für den UHC Elster, mit ihm freuen sich Vereinsvorsitzender Olaf Däumichen sowie die Eltern Yvonne Höhne und Jens Zoberbier (v.l.n.r.).
Foto: Wolfgang Gorsboth Galerie (1 Bild)
Haseloff besuchte den UHC Elster, den Marine-Sportclub Wittenberg und die DLRG.

Wittenberg/Elster (wg).
„Wir wollen alle Sportplätze und Sportvereine, die vom Juni-Hochwasser 2013 Schäden davongetragen haben, so schnell wie möglich wieder funktionsfähig machen“, erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Montag beim Vor-Ort-Termin im Unihockeyclub (UHC) Elster. Im Gepäck hatte der MP einen Fördermittelbescheid in Höhe von 38.000 Euro. Bei der Übergabe an den UHC-Vorsitzenden Olaf Däumichen informierte sich der MP über die Schäden. „Bei uns kam das Wasser von der Elbe und aus dem Grundbereich, besonders betroffen war der Keller“, berichtete Däumichen.  Die komplette Technik im Keller, Materialraum, Schulungsraum, Beachvolleyballplatz sowie die Fassade wurden in Mitleidenschaft gezogen, der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 58.000 Euro. 

Über den Landessportbund, Lotto-Toto GmbH sowie dem Verein „Wir helfen“ hat der UHC schon Mittel erhalten, so dass die volle Schadenssumme gedeckt ist. Mit den bereits vorhandenen Mitteln wurde mit der Sanierung begonnen, unter anderem eine neue Heizungsanlage eingebaut. Bis Ostern sollen alle Maßnahmen abgeschlossen sein. Elster wurde vom Hochwasser besonders schwer betroffen, 80 Anträge auf Mittel aus dem Fluthilfefonds sind derzeit noch in Arbeit. Dank vorzeitigen Maßnahmebeginns konnte der Kindergarten bereits wieder in Betrieb genommen werden. Die Arbeiten am neuen Deich liegen voll im Zeitplan. Zweite Station des MP war der Marine-Sportclub in Wittenberg, hier reichte im Juni des Vorjahres der Wasserstand bis zur Sockelkante des Vereinshauses, der Gesamtschaden beläuft sich nach vorläufigem Gutachten auf 100.00 Euro. 

Vom MP gab es einen Fördermittelbescheid in Höhe von 94.000 Euro, 5.000 Euro Soforthilfe gab es von der Lotto-Toto GmbH. „Nicht die Höhe der Flut war ausschlaggebend, sondern die mit sechs Tagen lange Dauer des hohen Pegelstandes“, erklärte Vereinsvorsitzender Frank Kleber. Zweimal Hochwasser (2002 und 2013), der Orkan „Kyrill“ 2007 und 2008 der Brand in der Bootshalle – mit vier Katastrophen in kurzer Zeit wurde der Verein arg in Mitleidenschaft gezogen. „Als Marine-Sportverein sind wir an den Standort direkt an der Elbe gebunden, deshalb werden wir im Rahmen der Sanierung des Objektes auf vorbeugende Maßnahmen setzen“, sagte Schatzmeister Mike Reiß. Das Problem: Präventive Maßnahmen werden in der Regel nicht gefördert.

Nach der Flut hatte der Verein schnell reagiert, bereits im September 2013 war der Schulungsraum wieder für die Bootsführerschein-Lehrgänge nutzbar. Als erste Maßnahme wurde das Vereinshaus mit Bautrocknern entfeuchtet, sonst hätte der Winter noch mehr Schaden verursacht. Der alte Fußboden wurde in Eigen-Regie entfernt, in dem neuen Boden wurden vorsorglich Tauchpumpen eingebaut. Solche Tauchpumpen wurden bereits nach dem Hochwasser 2002 in der Küche installiert und hatten sich bei der letzten Flut bewährt. Das Fundament des alten Vereinsgebäudes ist schadhaft und muss grundlegend saniert werden, um die Schäden exakt zu ermitteln, bedarf es einer Freilegung des gesamten Fundamentes. 

„Um zügig mit der Sanierung beginnen zu können, haben wir unsere Rücklagen verwendet“, so Schatzmeister Reiß. Diese seien aber eigentlich für die teuren Sportgeräte im Wettkampfbetrieb gedacht. Außerdem plagen den Verein Nachwuchssorgen, denn der Kuttersegelsport hat zwar eine alte Tradition, ist aber für Jugendliche eine eher exotische Sportart. Keinerlei Nachwuchssorgen hingegen hat die DLRG auf dem Nachbargrundstück. Hier ist die Zahl der Mitglieder von 30 im Jahr 2004 auf inzwischen 135 gestiegen. 

Zwar wurde das Vereinshaus aus den 1930er Jahren nicht von der Flut überspült, dafür kam es zur wesentlich fataleren Unterspülung des Geländes: „Das Fundament ist zerstört“, berichtete Alexander Kölling, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Wittenberg. Für Abriss, Neubau und den Bau von Spuntwänden veranschlagt Kölling rund 1,1 Millionen Euro. Eine derart weitreichende Maßnahme ist über den Fluthilfefonds bzw. die Sportstättenförderung so nicht finanzierbar, zumal die DLRG auch für den Katastrophenschutz zuständig ist. Angesichts der Schadensgröße und der beengten Verhältnisse im Altbau erscheint ein Neubau indes folgerichtig, MP Haseloff hatte zwar keinen Förderbescheid dabei, sagte aber seine Unterstützung zu.

Info:

Die Flut 2013 verursachte in Sachsen-Anhalt einen Gesamtschaden in Höhe von 2,7 Milliarden Euro, davon entfallen 1,3 Milliarden auf die Infrastruktur. Zur Zeit liegen beim Land 115 Anträge von Sportvereinen im Gesamtwert von 25 Millionen Euro zur Bearbeitung vor, aus dem Landkreis Wittenberg wurden Schäden an Sportstätten in Höhe von 1,1 Millionen Euro gemeldet.



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