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Wolfgang Gorsboth Wolfgang Gorsboth
aktualisiert am 28.05.2014 um 16:39:56

Vier Blöcke, fünf Einzelkämpfer

Frank Scheurell, Fraktionsvorsitzender der CDU, setzt auf eine weitere Verjüngung. Frank Scheurell, Fraktionsvorsitzender der CDU, setzt auf eine weitere Verjüngung.
Foto: Archiv Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Nach der Stadtratswahl: Keine großen Überraschungen

Die Linke konnte zulegen, keine Veränderungen bei den Kräfteverhältnissen.

Wittenberg (wg). „
Große Überraschungen sind ausgeblieben, ebenso eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse“, resümiert Bürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) das Ergebnis der Stadtratswahl. FDP, Grüne, AdB, AfD und NPD stellen je einen Stadtrat, ob diese in der Summe zum Zünglein an der Waage werden könnten, sei fraglich, zumal sich die großen Parteien um den einen oder anderen Einzelbewerber kümmern dürften, um sich den Vorsitz in einem begehrten Ausschuss zu sichern.

„Die Vielzahl der Kandidaten, die sich bei allen Parteien und Wählergemeinschaften zur Wahl gestellt haben, stimmt positiv, ebenso die um 3,7 Prozent gestiegene Wahlbeteiligung“, so Zugehör. Konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates ist am 1. Juli, zuvor wird der alte Stadtrat würdevoll verabschiedet. Alle bisherigen Fraktionsvorsitzenden sind auch im neuen Stadtrat vertreten, insgesamt, so Zugehör, könne man von einer guten Mischung von 31 bereits bewährten und neun neuen Mandatsträgern ausgehen.

Mit 3.683 Stimmen holte CDU-Fraktionschef Frank Scheurell das beste Ergebnis seiner Partei, obwohl er sich ganz bewusst auf den letzten Listenplatz hatte setzen lassen, um den Spitzenplatz dem jüngsten CDU-Stadtrat Nathanael Lipinski zu überlassen, der mit 2.234 Stimmen ebenfalls ein gutes Resultat erzielte. Mit 30,1 Prozent büßte die CDU geringfügig 0,5 Punkte ein und stellt im neuen Stadtrat mit 12 Sitzen erneut die stärkste Fraktion.
„Wir haben in einigen Ortsteilen keine Kandidaten mehr gefunden“, räumt Scheurell ein. Neben der Verjüngung werde es in der neuen Legislatur eine Hauptaufgabe sein, wieder flächendeckend Präsenz zu zeigen: „Wir wollen die konservative Bevölkerung in der Stadt und in den Ortsteilen an uns binden.“ 

Dass mit Thomas Popp, dem bisherigen Stadtratsvorsitzenden und Dominik Aust, dem Ortsbürgermeister von Kropstädt, zwei Leistungsträger der Fraktion nicht mehr kandidiert hätten, sei für die CDU ein schmerzlicher Verlust, ebenso sei es zu bedauern, dass René Berndt aus Seegrehna und Werner Matthes aus Boßdorf nicht wieder gewählt worden seien. Dafür verstärken zwei Neue die Fraktion: Peter Thiele (514 Stimmen), der in der Stadtverwaltung Dessau-Roßlau arbeitet und Michael Strache (281 Stimmen), Polizist und Vorsitzender des Wittenberger Radsportvereins. 

Dass NPD und AfD mit je einem Sitz im neuen Stadtrat vertreten sind, muss aus Sicht Scheurells als Ausdruck des Wählerwillens respektiert werden. Großes Kompliment gibt es für Horst Dübner, Fraktionschef der Linken, der mit 5.518 Stimmen ein Rekordergebnis erzielte: „Das Ergebnis ist kein Selbstlauf, sondern hart erarbeitet. Im Stadtrat zählt keine Ideologie, sondern Sacharbeit für das Gemeinwohl, und die leistet Dübner in hervorragender Weise.“ Der solcherart geehrte Dübner freut sich, gegenüber 2009 noch einmal um mehr als 400 Stimmen zugelegt zu haben. 

Obwohl die Linke mit 21,3 Prozent zwei Prozentpunkte mehr hat, bleibt es bei acht Mandaten, der Grund: Die Zahl der Sitze wurde von 43 auf 40 reduziert. Mit Angelika Kelsch (237 Stimmen) und Angelika Canje (319 Stimmen) sind zwei Frauen neu in der Fraktion, nicht wieder gewählt wurden Wilfried Gärtner, Eberhard Schulze und Maik Müller. Ebenfalls neu in der Fraktion ist Jörg Schindler, stellvertretender Landesvorsitzender der Linken, der mit 939 Stimmen das zweitbeste Ergebnis seiner Partei erzielte.

1,4 Prozent hat die SPD verloren, sie kommt auf 19,7 Prozent und stellt im nächsten Stadtrat acht Sitze (minus ein Sitz). „Auf kommunaler Ebene haben wir vom Bundestrend nicht profitiert“, resümiert Fraktionschef Reinhard Rauschning. Man sei aber stolz, dass Arne Lietz den Sprung ins Europa-Parlament geschafft habe und erhoffe sich davon auch einen Schub für die SPD. Koalitionen oder feste Bündnisse lehne man auf kommunalpolitischer Ebene ab, hier müsse man vielmehr sach- und themenbezogen nach sinnhaften Mehrheiten suchen. Über den Einzug der NPD in den Stadtrat sei er entsetzt, dies schade der Außenwirkung der Lutherstadt.

Die Freien Wähler bleiben mit 16,4 Prozent und sieben Sitzen viertstärkste Kraft: „Wir haben das Ergebnis gehalten und sind damit zufrieden“, sagt Fraktionschef Stefan Kretschmar. Ob es wie im vergangenen Stadtrat eine Neuauflage des Bündnisses mit FDP und Grünen gebe, könne man noch nicht sagen. „Mit Reinhard Lausch von den Grünen war das Verhältnis zuletzt sehr angespannt“, räumt Kretschmar ein. Und auch bei der FDP sei mit Rudolf Kaufhold statt Horst Georgi ein neues Gesicht vertreten. Käme das alte Bündnis wieder zustände, wäre man mit neun Mandaten zweitstärkste Kraft im Stadtrat.



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