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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 05.02.2019 um 09:14:16

Wohnen mit Generationen


Foto: privat Galerie (1 Bild)
Im Tröglitzer Ortsteil Burtschütz passiert im Moment einiges. Es geht um neue Wege kirchlicher Arbeit.

von Daniel Thieme


Derzeit wächst in Tröglitz ein Mehrgenerationenhof. Die Hofbewohner wollen vor Ort und in die Region hinein wirken und das Leben der Menschen bereichern.

Auf einem großen Vierseithof, ein Stück hinter der Kirche, wimmelt es von Handwerkern und Baufirmen. Dort entsteht ein Mehrgenerationenhof für Familien, Alleinstehende und Senioren. Die ersten Familien sind schon eingezogen und wenn alles fertig ist, soll der Hof 20 Wohneinheiten umfassen.

Auf den Hof gekommen sind auch Johannes Alex (Foto li.) und Meik Franke (Foto re.). Die beiden sind als Gemeindepädagogen für den Mehrgenerationenhof Burtschütz angestellt und wollen ihn zu einem gemeinsamen Lebensort entwickeln. Ein wichtiger Baustein dafür ist das Zusammenleben auf dem Hof. Ganz normal im Alltag: das Pläuschchen auf dem Hof, beim Einkauf helfen, die Kinder vom Nachbarn mal betreuen, zusammen essen, ein Hoffest feiern.

Gemeinsam ist besser als einsam
Johannes Alex und Meik Franke wünschen sich allerdings, dass der Hof nicht eine „Insel der Seligen“ wird, sondern in den Ort, in die Kirchengemeinden und die Region ausstrahlt. Die Gemeinschaft möchte das Leben der Menschen rundherum ein wenig bereichern – und denkt dabei etwa an Behördenhilfe oder Schuldnerberatung, Freizeitangebote für Kinder oder  kulturelle Veranstaltungen im schönen Ambiente des Hofes. Auch der Aufbau einer kleinen Werkstatt und eines Cafés ist angedacht. Viele Möglichkeiten wird auch das Gelände des Biohofes bieten, der zurzeit in direkter Nachbarschaft entsteht.

Weiterhin soll auch der christliche Glaube auf dem Hof eine Rolle spielen. Das Projekt ist als „Erprobungsraum“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland anerkannt. Das heißt, Johannes Alex und Meik Franke dürfen und sollen neue Wege kirchlicher Arbeit ausprobieren. „Es geht darum, wie Gottes Liebe für Menschen heute (wieder) erlebbar und spürbar wird“, sagt Johannes Alex und ergänzt: „Wir werden nach Formen suchen, wie Kirche und Glaube wieder alltagsnah und ansprechend erlebbar wird, zum Beispiel mit neueren Gottesdienstformen oder Gesprächsangeboten.“

Wichtig ist beiden, dass niemand mit dem Glauben „überfahren“ werden soll. „Wir wollen neugierig machen. Aber jeder entscheidet selbst, ob er solch ein Angebot annimmt.“

Schon länger wohnen Menschen auf dem großen Vierseithof. Vor kurzem sind drei Familien mit auf den Hof gezogen, welche die Arbeit aktiv unterstützen. Zur Zeit wird eine große Scheune auf dem Hof abgerissen und so Platz geschaffen für ein weiteres Wohnhaus, das in diesem Jahr gebaut werden soll. Dort werden zehn Wohnungen für junge und ältere Menschen entstehen, die die Idee des Mehrgenerationenhofes unterstützen und sich mit einbringen wollen. Besonders die mittlere und ältere Generation ist da im Blick, aber auch für eine größere Familie ist noch Platz.

Die zwei Mitarbeiter sind jedenfalls selbst gespannt, wie sich das Leben auf dem Mehrgenerationenhof Burtschütz entwickelt. „Zur Zeit braucht man noch etwas Phantasie für das, was hier entstehen soll“, sagt Johannes Alex, „aber wenn es mal fertig ist, wird das hier eine richtig schöne Sache!“

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