Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,


zur Zeit finden Wartungsarbeiten an unserer Online-Anzeigenannahme statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Anzeige per E-Mail oder Fax oder rufen Sie bei uns an.

E-Mail: info@wochenspiegel-halle.de
Fax: (0345) 130 10 61
Telefon: (0345) 130 10 0
Wochenspiegel > Zeitz > S-Bahn und Elektrifizierung von Leipzig bis Gera als Ziel >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 21.05.2019 um 09:49:41

S-Bahn und Elektrifizierung von Leipzig bis Gera als Ziel

Landrat Götz Ulrich, Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb und der Zeitzer Oberbürgermeister Christian Thieme sprechen über die S-Bahn-Anbindung der Strecke Leipzig-Gera-Zeitz (v.l.n.r.). Landrat Götz Ulrich, Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb und der Zeitzer Oberbürgermeister Christian Thieme sprechen über die S-Bahn-Anbindung der Strecke Leipzig-Gera-Zeitz (v.l.n.r.).
Foto: Landratsamt Burgenlandkreis / Beer
Die Mitteldeutsche S-Bahn soll ab 2024 von Leipzig über Zeitz bis nach Gera in einem Halbstundentakt fahren. Darüber waren sich in einem Gespräch im Landratsamt in Naumburg der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb und der Zeitzer Oberbürgermeister Christian Thieme einig. Eine weitere Forderung der drei Kommunalvertreter ist es, die Strecke langfristig zu elektrifizieren und durchgehend zweigleisig auszubauen.

Dabei soll die S-Bahn möglichst im halbstündigen Wechsel zwischen Gera und Leipzig als Expressverbindung mit Halt nur in einigen Bahnhöfen und als Flächenbahn, die auch die kleineren Bahnhöfe bedient, ausgestaltet sein. Vorbild ist hier die S-Bahn zwischen Altenburg und Leipzig, die bereits in diesem Wechselmodus fährt und sich großer Beliebtheit erfreut.

Landrat Götz Ulrich: „Als Landrat im Burgenlandkreis ist mir wichtig, dass eine künftige S-Bahn auf der Strecke Leipzig-Zeitz-Gera auch die Orte zwischen den Zentren bedient. Eine Anbindung für Profen, Reuden, Bornitz, Haynsburg und Wetterzeube im Stundentakt ist für die Entwicklung dort wichtig. Das lässt sich mit einer schnellen S-Bahn gut kombinieren. Im Übrigen soll die S-Bahn ja nicht nur Menschen in die große Metropole Leipzig bringen, sondern auch die Erreichbarkeit von Zeitz und Gera für die Landbevölkerung verbessern. Das kommt auch diesen Städten zugute.“

Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb betonte: „Ich freue mich, dass wir Konsens haben, die Region auf diesem Weg insgesamt zu stärken. Für Gera ist die Achse nach Norden ein elementarer Bestandteil für die perspektivische Entwicklung. Dies gilt für die Bereiche Wirtschaft genauso wie für die Bereiche Arbeit und Leben für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.“ Besonders angetan war der Oberbürgermeister der Stadt Gera übrigens von der sehr zielorientierten Arbeitsatmosphäre des Treffens: „Ich danke dem Landrat des Burgenlandkreises Götz Ulrich, genauso wie meinem Amtskollegen Christian Thieme aus Zeitz, für das gute Gespräch. Hier werden weitere folgen, um auch nicht nur Themen der S-Bahn-Anbindung zu besprechen, sondern auch um die Region insgesamt zu stärken.“

Christian Thieme, Oberbürgermeister der Stadt Zeitz, hob hervor: „Die S-Bahn-Anbindung nach Leipzig ist eine der wichtigsten Maßnahmen für die weitere Stadtentwicklung, aber auch für einen erfolgreichen Strukturwandel im Kernrevier, um Zeitz über wirtschaftsfördernde Aspekte hinaus als Wohnstadt für Leipzig zu etablieren. Dass bis zur Elektrifizierung gute Übergangslösungen gefunden werden müssen, ist essentiell, damit Zeitz und die Region schon jetzt als Standort für Unternehmen attraktiver werden, zumal wir zu gleichen Konditionen mit Standorten wie Halle oder Leipzig konkurrieren. Aber natürlich darf die Politik auch weiterhin nicht aus der Verantwortung entlassen werden, da sie diese weitreichende Entscheidung zum Strukturwandel übernommen hat.“

Landrat Ulrich und die Oberbürgermeister Vonarb und Thieme setzen für die Zeit bis zu einer Elektrifizierung und einem komplett zweispurigen Ausbau auf neue Antriebsformen wie Wasserstoff oder batterieelektrische Antriebe. Da der Streckenausbau in Deutschland sehr lange dauert, weil er mit Planfeststellungsverfahren, Flächenankäufen und komplizierten Verwaltungsverfahren verbunden ist, soll bis dahin eine Antriebstechnologie angewandt werden, die ein Befahren des Leipziger City-Tunnels ermöglicht. Mit den gegenwärtigen dieselgetriebenen Zügen ist das nicht möglich. Die drei Kommunalvertreter haben vereinbart, nunmehr die Gespräche mit der Landesregierung in Thüringen aufzunehmen. Beim Thüringer Verkehrsministerium und der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen (NVS) liegt für die Strecke die Verantwortung für die Ausschreibung des Streckenbetriebes ab 2024. Dabei muss sie sich in Sachsen-Anhalt mit der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) und im Freistaat Sachsen mit dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) abstimmen.
 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
FOTOGALERIE: Deutsche Meisterschaft der Männerballette 2019 in Riesa
Anzeige
Trauerportal
Verlosung: Drachenzähmen leicht gemacht 3 - Die geheime Welt Verlosung: Drachenzähmen leicht gemacht 3 - Die geheime Welt DreamWorks Animation erzählt eine abenteuerliche Geschichte über das Erwachsenwerden und den Mut, den es erfordert, sich Unbekanntem zu stellen und...
Anzeige
Aus Riesa: Deutsche Meisterschaft der Männerballette 2019 Aus Riesa: Deutsche Meisterschaft der Männerballette 2019 Im sächsischen Riesa wird am 16. Juni 2019 das Finale der 16. Deutschen Meisterschaft (DM) der Männerballette ausgetragen. ...
Anzeige
Sag Ja!