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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 25.03.2020 um 15:32:37

#AktionTicketBehalten - Veranstalter wünschen sich Unterstützung

Johanna Bratke, Känguruh-Production Konzertagentur Johanna Bratke, Känguruh-Production Konzertagentur
Foto: privat Galerie (1 Bild)
Konzerte verschieben statt abzusagen − das ist der Wunsch vieler Veranstalter, die sich deutschlandweit der Initiative #AktionTicketBehalten angeschlossen haben.

Halle (red). „Jetzt ist die Zeit zu zeigen, was uns wirklich wichtig ist. Ticket behalten. Existenzen bewahren“, schreibt Johanna Bratke von der Konzertagentur Känguruh-Production in ihrem Post an Medien und Publikum. Der hallesche Veranstalter mit Sitz im Steintor-Varieté hat sich wie viele andere Agenturen in ganz Deutschland der kürzlich gestarteten Initiative angeschlossen. Mit dem Aufruf an das Publikum, bereits gekaufte Tickets nicht zurückzugeben, sollen Musiker, Künstler, Techniker, Veranstalter und weitere Mitwirkende hinter den Kulissen der Klubs, Konzerthäuser und Bühnen unterstützt werden. Die Aktion wendet sich vor allem auch an all jene Kartenbesitzer, die Ersatztermine nicht wahrnehmen können, und an jene, deren Veranstaltungen bereits abgesagt wurden oder noch werden.


Für die Zukunft planen

„Die Stimmung ist vielerorts noch gut unter den Musikern“, berichtet die Musikerin am Telefon. „Man versucht, positiv zu denken und für die Zukunft zu planen.“ Aber niemand wisse, wie lange die geltenden Einschränkungen kleine und große kulturelle Events noch verhindern, so Johanna Bratke, die unter anderem mit der Band „Cocoon Fire“ häufig selbst im Rampenlicht steht. Für sie und andere Initiatoren der Aktion scheint es derzeit die beste Möglichkeit zu sein,  alle Beteiligten im regionalen Kulturbetrieb vor dem Ruin zu bewahren. In dem Aufruf heißt es dazu: „Damit Euer Kulturzentrum auch im Herbst nicht bankrott ist, wenn wir diesen Albtraum hinter uns haben. Damit die Band, die Ihr eigentlich morgen sehen wolltet, auch übermorgen noch Musik macht. Damit es die Agenturen morgen noch gibt, die Euch die Künstler vermitteln, die Techniker, die den Sound zaubern und alle anderen, die mit ihren überwiegend freiberuflichen Jobs unser Musikbusiness überhaupt am Laufen halten.“

Im Gespräch erläutert Johanna Bratke: „Wenn das Publikum auf die Rückgabe der Tickets verzichtet, ist es den Veranstaltern möglich, jetzt vorausschauend  zu planen. Geplante Konzerttermine auf Sommer oder Herbst zu verschieben und  nicht komplett abzusagen.“ Nötig sei dafür nur die passive Unterstützung, sich mit der Aktion solidarisch zu zeigen, sie in den sozialen Medien und im Internet zu teilen und damit noch viele andere Konzertbesucher aufmerksam zu machen. Dies würde dann sogar den lokalen kleinen Klubs und den von ihnen engagierten Künstlern unmittelbar zugutekommen.


Hilfezusagen noch unkonkret

Indessen sind von Land und Bund auch für Freischaffende und Unternehmen im Kunst- und Kultursektor Hilfen angekündigt worden. Die genauen Regelungen sind aber noch nicht getroffen und bekannt gegeben. Eine direkte  finanzielle Unterstützung  ist   mit  der #AktionTicketBehalten nicht möglich. Zahlreiche Klubs in der Region haben sich darüber hinaus unter dem Slogan „Soli Ticket“ zusammengetan. Auf diesem Wege können Besucher im Internet und in den sozialen Medien für Künstler und Veranstalter Geld spenden.

Weitere Informationen unter ticketbehalten.de und #AktionTicketBehalten.


Die Initiative im Wortlaut, den deutsche Konzertveranstalter an ihr Publikum richten:

Halle (känguruh-production). Wir alle stehen vor einer nie dagewesenen Situation. Nun gilt es, uns und unsere Mitmenschen keinen weiteren Risiken auszusetzen und die Pandemie soweit möglich zu verlangsamen, um unseren Ärzten und medizinischem Personal die Chance zu geben, Betroffenen auch weiterhin helfen zu können. Gleichzeitig bedeutet dies eine existenzielle Bedrohung für die Veranstaltungsbranche.


Was also ist zu tun?

Wir glauben, wir haben eine Lösung mit der #AktionTicketBehalten!


Was ist das?

• Eine gemeinsame Initiative von Konzertagenturen in Deutschland
• Ein Aufruf an unser Publikum: statt Euch das Geld für Tickets zurückzuholen, spendet es an Veranstalter und Künstler.
• Damit Euer Kulturzentrum auch im Herbst nicht bankrott ist, wenn wir diesen Albtraum hinter uns haben.
• Damit die Band, die Ihr eigentlich morgen sehen wolltet, auch übermorgen noch Musik macht.
• Damit es die Agenturen morgen noch gibt, die Euch die Künstler vermitteln, die Techniker, die den Sound zaubern und alle anderen, die mit ihren überwiegend freiberuflichen Jobs unser „Musikbusiness“ überhaupt am Laufen halten.
• Als kleiner Dank für die vielen, vielen unvergesslichen Momente, die Euch diese Künstler und ihre Kollegen schon beschert haben.
• Als finanzielle Absicherung, damit die Zeit, in der die Musiker jetzt auf Tour sein sollten und nicht können, zum Beispiel genutzt werden kann um neue Songs zu schreiben, statt um ihre nackte Existenz zu kämpfen. Kunst/Musik ist kein Luxusgut — unsere Welt wäre um so vieles ärmer ohne Live-Konzerte! Wie viel ärmer, das werden wir alle in den nächsten Wochen merken.
• Wertvolle Kulturlandschaft erhalten

Darum: Macht mit bei der #AktionTicketBehalten und teilt sie. Wir danken Euch!

Behaltet Eure Tickets aus dem Vorverkauf und spendet den Betrag damit symbolisch an die Künstlerinnen und Künstler! Zeigt Eure Solidarität und sorgt dafür, dass Eure Musikerinnen und Musiker und auch deren Veranstalter und Agenturen noch da sind, wenn diese Pandemie ausgestanden ist. Jetzt ist die Zeit zu zeigen, was uns wirklich wichtig ist. Ticket behalten. Existenzen bewahren.

Die Initiative im Wortlaut - auch hier kompakt!

 







 

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