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Nadja Bergling Nadja Bergling
aktualisiert am 11.05.2020 um 11:42:27

Investitionen statt Kurzarbeit

Die Gemeinderatssitzung fand wegen der Corona-Pandemie unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen mit einem großen Abstand zwischen den Räten und Mundschutz im Bürgerzentrum statt. Die Gemeinderatssitzung fand wegen der Corona-Pandemie unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen mit einem großen Abstand zwischen den Räten und Mundschutz im Bürgerzentrum statt.
Foto: René Kiel
er Gierslebener Gemeinderat hat kürzlich ein Investitionspaket mit einem Umfang von mehr als 500 000 Euro auf den Weg gebracht. Das ist für eines der kleinsten selbständigen Dörfer des Salzlandkreises mit knapp über 1000 Einwohnern eine beachtliche Leistung. Und das auch deshalb, weil andere Kommunen aufgrund der zu erwartenden Einbrüche bei den Steuereinnahmen bei den Investitionen auf die Bremse gehen.
In Giersleben jedoch fand der Hilferuf der Kreishandwerkerschaft Elbe Börde, die rund 1000 Mitgliedsbetriebe in über 50 Innungen in der Region vertritt, Gehör. Die Unternehmen fordern von der Politik „Investitionen statt Kurzarbeit“. Diese Botschaft hatte Bürgermeister Peter Rietsch (parteilos) verlesen und dann den ersten Nachtragshaushalt vorgestellt, der wie alle anderen Beschlüsse an diesem Abend einstimmig verabschiedet wurde.
Dadurch ist es möglich, den grundhaften Ausbau der Schillerstraße in Angriff nehmen zu können. Er ist mit rund 240 000 Euro veranschlagt. Vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten wurden dafür Fördermittel in Höhe von 205 000 Euro bewilligt, sagte der Bürgermeister.

Weiterhin votierte der Rat dafür, das Bürgerzentrum im ehemaligen Grundschulgebäude weiter auszubauen. Im ersten Abschnitt sollen die Außenanlage und die Zuwegung für rund 130 736 Euro erneuert werden. Dafür stehen 107 330 Euro Fördermittel zur Verfügung. Der zweite Bauabschnitt, der mit 275 500 Euro veranschlagt wurde, sieht vor, die Fassade, die Fenster und die Heizungsanlage zu erneuern und innen sowie außen Elektroladestationen zu schaffen. Dafür rechnet die Gemeinde mit einem Zuschuss vom Land in Höhe von 191 000 Euro.

Der Gemeinderat beauftragte ein Staßfurter Büro mit der entsprechenden Planung.
„Wir sind nicht hier, um zu jammern“, sagte der Bürgermeister, der von einer „Investition in die Zukunft von Giersleben“ sprach. Damit meinte er den geplanten Anschluss der Grundstücke an das Glasfasernetz, den die Firma MDDSL zum Preis von 599 Euro pro Hausanschluss realisieren will. Damit möglichst viele Haushalte von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, sich diese Zukunftstechnologie ins Haus zu holen, beschloss der Gemeinderat einstimmig, jedem Haushalt auf Antrag eine Prämie in Höhe von 300 Euro je Anschluss aus der Gemeindekasse zu zahlen. „„Wir sind finanziell so leistungsfähig, dass wir das können. Die Bürger bekommen ein attraktives Angebot, um ihr Haus anschließen zu können. Damit haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Rietsch.
Die Firma MDDSL will nach Möglichkeit den gesamten Ort mit Glasfaserkabeln ausstatten, wenn die Einwohner das wollen. Der Geschäftsführer Andreas Riedel hat den Gierslebern superschnelle Verbindungen im Download von 450 Mbit pro Sekunde und im Upload 50 Mbit pro Sekunde versprochen. „Der Vorteil ist die Technologie. Das gefühlte Erlebnis an Geschwindigkeit ist viel höher als bei Kupfer. Der zweite Vorteil ist, dass es ohne Potenzialübertragung geschieht. Das heißt, die Stabilität ist sehr viel höher, so dass ein Weiterbetrieb zum Beispiel auch bei Gewitter möglich ist. Und ich bin mit einer Technologie im Haus, die ich die nächsten 50 Jahre nutzen kann. Beim Kupfer kann man sagen, vielleicht noch zehn Jahre, dann ist Feierabend“, erläuterte der MDDSL-Chef im Februar auf einer Infoveranstaltung in Giersleben den Unterschied zur herkömmlichen Technik.
„Wir haben die einmalige Chance in Deutschland der Ort zu werden, der am besten ausgestattet werden kann“, sagte der Bürgermeister.

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