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Wochenspiegel > Aschersleben > Erschreckende Bilder in den Wäldern >
Jens Dammann Jens Dammann
aktualisiert am 04.07.2020 um 11:06:19

Erschreckende Bilder in den Wäldern

Beim momentanen Anblick weiter Teile des Harzer Waldes treibt es nicht nur eingefleischten Natur-Freaks das Wasser in die Augen. Beim momentanen Anblick weiter Teile des Harzer Waldes treibt es nicht nur eingefleischten Natur-Freaks das Wasser in die Augen.
Foto: Jens Dammann Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Riesiger Totholzanteil ist in der Region und darüber hinaus zu beklagen.
Sachsen-Anhalt (tsm/dam).

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem Wald dient dessen Bewahrung und dauerhafte Nutzung auch den kommenden Generationen. Die erste deutsche Forstakademie, eine private forstliche Meisterschule, wurde im Jahr 1763 durch den Harzer Oberforstmeister Hans Dietrich von Zanthier in Wernigerode gegründet und später nach Ilsenburg verlegt. Die forstliche Lehre der Nachhaltigkeit, nur so viel Holz einzuschlagen wie auch nachwächst, wurde von hier aus beispielgebend in die Welt getragen und soll auch den Wald 2030 in Sachsen-Anhalt prägen. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder ist auch heute noch und für die Zukunft für private und öffentliche Waldbesitzer Selbstverständlichkeit. Wälder im Besitz des Landes werden alle zehn Jahre durch Forstexperten gemessen, begutachtet und für die nächsten zehn Jahre neue Pläne im Rahmen der sogenannten Forsteinrichtung aufgestellt. 

Mit Unterstützung der Europäischen Union und des Bundes können private Waldbesitzer und Kommunen für ihre Waldbewirtschaftungspläne auf Antrag auch in Zukunft Fördermittel zur Wertschöpfung erhalten. Neben der Forsteinrichtung ist auch der Wald- und Forstschutz Grundlage nachhaltiger Forstwirtschaft. Hierunter werden Maßnahmen zum Schutz von Wäldern und Baumbeständen vor Schäden jeglicher Art verstanden. Wichtig sind dabei die zukünftigen Maßnahmen zum Schutz des Waldes in Sachsen-Anhalt. Der Wald hat durch den Klimawandel und durch die Trockenheit sowie der zahlreichen Stürme und auch durch Insekten- und Pilzbefall sehr gelitten und es bedarf einer besonderen Pflege mit einem naturverbundenen Weitblick. Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Claudia Dalbert, meint dazu: „In Anbetracht der massiven Schäden werden erhebliche Verjüngungsmaßnahmen erforderlich sein. Der Waldumbau ist in vollem Gange. Es ist jetzt unsere Aufgabe, klimastabile Wälder aufzubauen. Die Forschung wird uns dabei unterstützen und Antworten auf die Fragen geben, welche Baumarten auf welchen Standorten geeignet sind. Unser Wald ist das erste Opfer der Klimakrise. Wenn wir unsere Wälder kurzfristig schützen wollen, müssen wir das Klima schützen. Die Herausforderungen des Klimawandels setzen ein gemeinsames Handeln voraus.“ 

Soweit, so gut, aber  die Zeit zum Handeln drängt. Jeder, der sich jetzt mal aufmacht und durch die Harzer Wälder streift, wird unweigerlich mit dem Ernst der Situation konfrontiert. In manchen Gebieten sind die vertrockneten Nadelbäume schon großflächig abgeholzt und beräumt worden. Schier endlos lange Stapel von Holzstämmen ziehen sich entlang der Wege und warten darauf, abtransportiert und verwertet zu werden. Aber offenbar ist das schwieriger, als gedacht.   Bei einem Besuch des Waldes oberhalb des Stemberghauses in der Nähe von Hasselfelde wird das ganze erschreckende Ausmaß deutlich. Wie am Rande des Vor-Ort-Besuchs zu erfahren war, sei es  wohl nicht so einfach, diese Holzmengen abzutransportieren und vor allem ökonomisch sinnvoll „an den Mann“ zu bringen. Es wäre sehr schwer, hier noch entsprechendes Geld für diese Stämme zu bekommen.  Bleibt also abzuwarten, was in Zukunft damit geschieht.

Nur wenige Hundert Meter weiter gibt es einen Blick an einige Hänge oberhalb des Bodetals bei Treseburg. Riesige braune Flecken bedeuten große Areale von noch stehenden vertrockneten Nadelgehölzen. Wenn auch sie mal gefällt sind und die Flächen beräumt wurden, muss überall neu bepflanzt werden. Eine Mammutaufgabe. 

An der Stelle wird deutlich, dass das eingangs erwähnte angestrebte Gleichgewicht zwischen der Menge der gefällten Bäume gegenüber den Neuanpflanzungen momentan unfreiwillig komplett aus dem Gleichgewicht geraten ist. 

Um das Ausmaß der Waldschäden noch etwas nachvollziehbarer zu machen, stehen dieser Artikel,  aber dazu auch noch einige aktuelle Fotos aus den genannten Gebieten zwischen Treseburg und Hasselfelde online. 

Sie sind zu finden auf der Facebookseite „Wochenspiegel und Super Sonntag Salzlandkreis & Quedlinburg“ sowie auf www.wochenspiegel-web.de

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